Sieg mit Surfbrett aus Plastikflaschen: Benedikt Sanftl und seine Teamkollegen Benedikt Bellers, Dennis Hechtl und Leander Holz (v.l.n.r.) bei "Wetten, dass...?". (Foto: ZDF/Sascha Baumann)
Sieg mit Surfbrett aus Plastikflaschen: Benedikt Sanftl und seine Teamkollegen Benedikt Bellers, Dennis Hechtl und Leander Holz (v.l.n.r.) bei "Wetten, dass...?". (Foto: ZDF/Sascha Baumann)
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TUM-Student bei „Wetten, dass...?“Wettkönig Benedikt Sanftl: „Das Preisgeld ist Nebensache“

Ihre Surfer-Wette machte TUM-Student Benedikt Sanftl, 26, und seine drei Freunde bei der „Wetten-dass...?“ – Sendung Anfang Oktober in Erfurt zu Wettkönigen. Im Interview mit TUMstudinews-Reporterin Sabrina Czechofsky erzählt Sanftl von den spannenden Tagen in Erfurt und verrät, warum es nicht nur Vorteile hat, Wettkönig zu werden.

Benedikt, zusammen mit Deinen Kumpels hast Du bei "Wetten, dass...?" gewettet, aus PET-Flaschen in vier Minuten ein Surfbrett zu bauen, auf dem einer von Euch dann 10 Sekunden surfen wird. Wie kam es zu dieser Idee?

Sanftl: Mein Kumpel Benedikt Beller hat bei YouTube ein Video über einen Brasilianer gesehen, der mit Straßenkindern aus PET-Flaschen Surfbretter baut. Dahinter steckt ein sozial-ökonomischer Gedanke. Wir fanden das super und dann kam uns irgendwie die Idee mit der Wette. Wir haben bei der "Wetten, dass...?"-Redaktion angefragt, ob sich unsere Idee überhaupt als Wette eignet. Das hat denen gefallen und wir haben dann zusammen mit den Redakteuren diese 4-Minuten-Wette entwickelt.
 
Und sie dann am Ende ja auch gewonnen. Wie sicher wart Ihr Euch, dass es klappen wird?

Wir haben am Anfang noch über acht Minuten für das Zusammenbauen gebraucht. Und drei Tage vor der Show waren es noch 4 Minuten und 16 Sekunden.

Also war die Stimmung entsprechend angespannt auf dem Weg nach Erfurt?

Nein überhaupt nicht. Wir hatten die ganze Zeit einfach nur jede Menge Spaß. Wir sind in der 1. Klasse im ICE gefahren und durften in einem vier Sterne Hotel übernachten – alles mit GEZ-Gebüren finanziert (lacht). Und dann hatten wir die drei Tage in Erfurt das Wellenbecken ganz für uns alleine. Am Eisbach muss man immer anstehen und hier konnten wir in den Pausen zwischen den Proben immer alleine Surfen. Die ganze Zeit in Erfurt war super geil.  

Auch vorher in München habt Ihr Euch vorbereitet. Wie viel Wasser musstet Ihr trinken, um die ganzen PET-Flaschen zum Proben zusammenzubekommen?


Für ein Brett brauchten wir 35 Flaschen. Die haben wir aber alle schon leer gekauft. Und es hätte dem eigentlichen ökologischen Gedanken der Idee aus Brasilien wiedersprochen, wenn wir immer neue Flaschen genommen hätten. Wir mussten am Anfang das Zerschneiden der Flaschen üben, da haben wir auch Flaschen weggeworfen. Aber für das Zusammenbauen später haben wir dann immer die gleichen benutzt.

Ihr habt aber nicht nur die Wette gewonnen sondern als Wettkönige auch
50.000 Euro. Was macht Ihr mit dem Geld?


Wir haben natürlich geteilt und wollen langfristig alle gemeinsam zum Surfen in den Urlaub fahren. Kurzfristig haben wir gleich nach unserer Ankunft in München mit allen Freunden auf dem Oktoberfest gefeiert und da natürlich ein paar Maß Bier springen lassen. Aber das Geld ist für mich eigentlich eine Nebensache. Das hat einfach so viel Spaß gemacht mit den drei anderen. Und als wir am Ende auf der Bühne standen, habe ich nur gehofft, dass wir nicht vierter oder fünfter werden.

Vorher habt Ihr ein Selfie mit Megan Fox angekündigt, die als Promi-Gast auf der Couch saß? Hat’s geklappt?

Nein leider nicht, sie ist nach 30 Minuten schon wieder gegangen. Aber die anderen Promis, die da waren, haben wir getroffen. Mit Benedikt Höwedes und Janin Reinhardt hab ich sogar ein bisschen geredet. Viel Zeit hatten wir nicht: Nachdem wir Wettkönige geworden sind, mussten wir nach der Show so viele Interviews geben. Da hatten die anderen Kandidaten bessere Chancen, ins Gespräch zu kommen.

Benedikt Sanftl, 26, studiert seit April 2012 Elektrotechnik an der TUM und steht kurz vor dem Ende seiner Masterarbeit in Hochfrequenztechnik. Wann immer er neben der Uni und seiner Arbeit bei Airbus Zeit findet, trifft er sich mit seinen Freunden zum Surfen am Eisbach. Nach der Masterarbeit wird er drei Monate als Surflehrer in Marrokko arbeiten und ist für die Zeit danach auf der Suche nach einer Promotionsstelle. Vielleicht hilft ihm da ja der Titel „Wettkönig“ im Lebenslauf.

Technische Universität München

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