Vermessung und Altersbestimmung von Muscheln des Chiemsees. (Bild: BR/ U. Gambke)
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BR: Katharina Stöckl spricht über die MuschelforschungKlares Wasser für den Muschelschutz am Chiemsee

Katharina Stöckl vom Lehrstuhl für Aquatische Systembiologie der Technischen Universität München spricht im TV-Beitrag „Seenflimmern – Der Chiemsee“ des BR-Fernsehen über ihre Forschung an Muscheln. Diese, im Film als Ureinwohner Bayerns bezeichneten Lebewesen, litten in der Vergangenheit stark an der Verschmutzung der Seen. Dank moderner Kanalisation und einer angepassten Landwirtschaft haben sich die Muschelbestände im Chiemsee jedoch inzwischen wieder etwas erholt.

Die sieben heimischen Arten zeigen nicht nur saubere und sauerstoffreiche Gewässer an, sondern tragen vor allem zur besseren Wasserqualität bei und bieten zudem Lebensraum für Fische und Pflanzen. Umso wichtiger ist es, die Muscheln zu erhalten, die vom Aussterben bedroht sind. Dabei helfen moderne Technologien und genetische Bestimmungsverfahren bei der Alters- und Geschlechtsbestimmung und ermöglichen neue Wege des Naturschutzes.

Der Beitrag „Seenflimmern – Der Chiemsee“ vom 15.05.2016 in der BR-Mediathek (43 Min., Frau Stöckl ist ab Min. 07:40 und 26:50 zu sehen.)

Die Verfügbarkeit des Beitrags ist unter Umständen zeitlich begrenzt

 

Weitere Informationen:

Lehrstuhl für Aquatische Systembiologie 

Technische Universität München

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