Marion Kiechle mit Ministerpräsident Markus Söder und Staatskanzleichef Florian Herrmann.
Die neue Ministerin Marion Kiechle mit Ministerpräsident Markus Söder (r.) und Staatskanzleichef Florian Herrmann. (Bild: A. Heddergott / TUM)
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TUM-Professorin Marion Kiechle in die Bayerische Staatsregierung berufenSpitzenmedizinerin wird Wissenschaftsministerin für Bayern

Ministerpräsident Dr. Markus Söder hat die Direktorin der Frauenklinik der Technischen Universität München (TUM), Prof. Dr. Marion Kiechle, als neue Bayerische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst berufen. Die international bekannte Medizinerin hat sich in der operativen Gynäkologie, einschließlich minimalinvasiver Eingriffe, in der Behandlung von Krebserkrankungen der Frau sowie in der Tumorgenetik-Forschung einen Namen gemacht.

Marion Kiechle war im Alter von 39 Jahren als deutschlandweit erste Ordinaria eines Gynäkologie-Lehrstuhls nach München berufen worden. Seither leitet sie in der Nachfolge von Prof. Henner Graeff die Frauenklinik des Klinikums rechts der Isar der TUM. Als Schülerin von Prof. Albrecht Pfleiderer wirkte die aus Oberkirch (Baden-Württemberg) stammende Medizinerin nach der Promotion auf dem Gebiet der Ovarialkarzinome (1987) und der Habilitation über die Tumorzytogenetik (1995) als leitende Oberärztin an der Frauenklinik der Universität Kiel. Auslandserfahrung erwarb sie am Cancer Center of the Southwest Biomedical Research Institute in Scottsdale/Arizona (USA).

Die Gynäkologin ist Vorsitzende der Bayerischen Bioethikkommission, stellvertretende Vorsitzende der Zentralen Ethikkommission für Stammzellforschung der Bundesregierung und Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina. Sie ist Inhaberin des Bundesverdienstkreuzes (2007) und des Bayerischen Verdienstordens (2015). Seit 2007 ist Marion Kiechle gewähltes Mitglied des Akademischen Senats der TUM, seit 2016 dessen stellvertretende Vorsitzende.

Präsident Herrmann: „Ministerpräsident misst Wissenschaft große Bedeutung zu“

TUM-Präsident Prof. Wolfgang A. Herrmann gratulierte der neuen Staatsministerin: „Die Besetzung dieses Schlüsselministeriums mit einer Spitzenwissenschaftlerin unterstreicht die große Zukunftsbedeutung, die Ministerpräsident Dr. Markus Söder der Wissenschaft in Bayern zumisst. Zwar müssen wir an der Technischen Universität München jetzt auf eine begnadete Ärztin, erfahrene Klinikchefin und erstklassige Forscherin verzichten; umso mehr wird sie aber ihre Kräfte nun umfassend in den Dienst von Wissenschaft und Kunst unseres Landes stellen.“

Gleichzeitig dankte der Präsident dem scheidenden Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle: „Als Chef des großen Ministeriums haben Sie Ihren weitgespannten Bildungshorizont auf den Gesamtbereich von Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst wirken lassen, dessen Weiterentwicklung Sie in einer Zeit des zunehmenden internationalen Wettbewerbs mit großem Engagement vorangetrieben haben.“

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