Festgäste beim Richtfest für die beiden neuen Gebäude des MLZ. (Bild: W. Schürmann/TUM)
Festgäste beim Richtfest für die beiden neuen Gebäude des MLZ. (Bild: W. Schürmann/TUM)
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Richtfest für neue Labore und Werkstätten am Heinz Maier-Leibnitz Zentrum in GarchingAusbau der Neutronenforschung

Die Technische Universität München (TUM) und das Helmholtz-Zentrum Jülich erweitern zusammen die Forschungskapazitäten der weltweit vielseitigsten Neutronen-Quelle FRM II in Garching. Als gemeinsames Heinz Maier-Leibnitz Zentrum (MLZ) errichten sie zwei Erweiterungsbauten mit insgesamt 4550 Quadratmetern Nutzfläche für Labors, Büros und Werkstätten, für das jetzt Richtfest gefeiert wurde.

Forschung mit Neutronen ist eine zentrale Technologie für viele Wissenschaftsbereiche, von der Physik über die Chemie und die Biologie bis zu den Geo-, Ingenieur- oder Materialwissenschaften. Damit trägt die Neutronenforschung direkt zur Lösung grundlegender Fragestellungen unserer Gesellschaft bei. Da viele deutsche Neutronenquellen altersbedingt außer Betrieb gehen, wird ab 2020 der FRM II die einzige Hochflussneutronenquelle für Forschungszwecke in Deutschland sein. Dem Wegfall von Forschungs- und Ausbildungsmöglichkeiten in Deutschland begegnet das MLZ mit kontinuierlichem Wachstum.

Mit den neuen Gebäuden soll das MLZ weiter gestärkt werden, sodass Deutschland auch zukünftig zu den weltweit führenden Nationen in der Neutronenforschung zählt. Derzeit arbeiten über 400 Menschen am MLZ und am FRM II. Sie nutzen 27 wissenschaftliche Instrumente, acht weitere sind im Bau. Da die Instrumente nur mit fachkundigen Operateuren betrieben werden können, wächst auch die Zahl der Mitarbeiter. Hinzu kommen jährlich rund 1000 Gastwissenschaftler, davon über 50 Prozent aus dem Ausland, die ebenfalls Experimentier- und Büroflächen benötigen.

Die beiden neuen Gebäude, die ab 2019 bezugsfertig sein sollen, erfüllen den stark gestiegenen Raumbedarf. Der südliche Bau entsteht im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Forschungszentrums Jülich und des Helmholtz-Zentrums Geesthacht. Das nördliche Gebäude entsteht im Auftrag der Bayerischen Staatsregierung für die TUM.

Bilder mit hoher Auflösung für die redaktionelle Berichterstattung:

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Technische Universität München

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