Ist sehr gespannt, wie das neue StudiTUM-Haus in Garching angenommen wird: Paul Maroldt, der den Bau mitkonzipiert hat. (Foto: Uli Benz)
Ist sehr gespannt, wie das neue StudiTUM-Haus in Garching angenommen wird: Paul Maroldt, der den Bau mitkonzipiert hat. (Foto: Uli Benz)
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Garchinger StudiTUM-Haus ist fertig„Es ist auch ein großes Experiment“

Paul Maroldt ist gespannt: Das neue StudiTUM-Haus in Garching wird eröffnet. Es hat vier Stockwerke und rund 1.200 Quadratmeter Nutzfläche. Raum zum Lernen für kleine und für große Gruppen, zur Begegnung und um einmal auszuruhen. Der ehemalige Studi-Vertreter im TUM-Hochschulrat hat seit der Grundsteinlegung intensiv daran mitgearbeitet.

Paul, das StudiTUM-Haus in Garching wird eröffnet. Wie fühlt sich das an?

Puh, im Moment stehen wir alle noch unter Strom, so kurz vor der Eröffnung. Es ist eine Mischung aus Stress und Erleichterung, dass dieses Großprojekt nun bald abgeschlossen sein wird. Und natürlich macht es einen auch zufrieden, wenn man alles mit ausgesucht hat - man hat die Tische ausgewählt, sie werden geliefert, man sitzt zum ersten Mal selbst dran und stellt sich vor, dass hier bald die Studenten zum Lernen sitzen.

Zum ersten Mal steht ein Gebäude quasi ausschließlich den Studis zur Verfügung.

Das stimmt. Es ist tatsächlich auch ein großes Experiment. Wir sind sehr gespannt, wie das Haus bei den Studierenden angenommen wird. Wie sie es nutzen, ob sie sich wohlfühlen, ob sie es pfleglich behandeln. Zum ersten Mal wird ein ganzes Gebäude wenig „beaufsichtigt“, das für die Studierenden durchgehend offensteht.  

Was sind die Vorzüge des StudiTUM-Hauses?

Das neue Haus bietet von allem, was fehlt, etwas an. Es gibt Lernräume, Stillarbeitsräume, um die Bibliotheken zu entlasten. Einige Räume sind abgetrennt, so dass sich Gruppen nicht gegenseitig stören. Um die 250 Lernplätze sind vorhanden. Das ist gut, löst aber natürlich bei weitem nicht die Raumproblematik an der TUM. Weitere 100 Sitzplätze sind im Haus verteilt, unter anderem in einem Loungebereich.

Das Haus ist zu 2/3 aus Studienzuschüssen finanziert, 1/3 hat die TUM aus eigenen Mitteln bezahlt. Inwieweit waren die Studis bei der Konzeption eingebunden?

Wir Studierenden sind wirklich in jede Entscheidung eingebunden worden und
durften bei allem mitentscheiden. Wir waren am Anfang dabei, als der Architekt die ersten Pläne erstellt hat und durften sagen, wie wir uns die optimale Aufteilung und Nutzung der Räume vorstellen. Vizepräsident Prof. Müller, die Immobilienabteilung, das Bauamt, der Architekt – alle haben mit uns Hand in Hand gearbeitet. Dafür möchte ich einen großen Dank aussprechen!

Das muss für die beteiligten Studis sehr zeitaufwändig gewesen sein.

Absolut. Es gab Zeiten, da war ich zwischen einem und drei Tagen pro Woche nur mit den Häusern beschäftigt. Wir waren wirklich in jeden Schritt eingebunden. Bei speziellen Fragen wie der Inneneinrichtung hat uns ein Innenarchitekt beraten.  

Es wird auch ein StudiTUM-Haus am Stammgelände geben und eines in Weihenstephan. Wie weit sind sie jeweils fortgeschritten?

Das Haus am Stammgelände an der Gabelsbergerstraße wird zeitgleich fertig wie das Haus in Garching. In Weihenstephan dauert es noch ein wenig, dort wird die Alte Versuchsbrennerei saniert.

Es werden also nicht alle drei Häuser gleichzeitig fertig?

Nein, aber das ist ok. Bei solch einer Sanierung können völlig ungeplante Dinge passieren. Im Dach hatte zum Beispiel überraschend ein Storchenpaar begonnen, sich ein Nest zu bauen. Da die Vögel geschützt sind, mussten die Bauarbeiten unterbrochen werden, bis die Störche ausgebrütet hatten. Jetzt geht es weiter. Wir rechnen damit, dass wir das Haus am WZW in etwa einem Jahr eröffnen können. Das ist gar nicht schlecht: Bis dahin haben wir mit den Häusern in Garching und am Stammgelände wichtige Erfahrungen gesammelt.

(Interview: Verena Meinecke)

Technische Universität München

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