TUM IdeAward 2020

Seien Sie dabei und feiern Sie mit uns zusammen den ersten virtuellen TUM IdeAward 2020!

Am Donnerstag, den 26.11.2020 streamen wir den jährlichen Ideenwettbewerb der Technischen Universität München live zu Ihnen nach Hause.

Es erwarten Sie zehn innovative Ideen und/oder Technologien, die aus allen Wettbewerbs-Einsendungen von einer Fachjury vorselektiert wurden. Diese werden für Sie noch einmal am 26. November von den Teilnehmer*Innen live vorgestellt.

Ausgezeichnet werden am Ende die drei vielversprechendsten Gründungsideen aus der Wissenschaft, die ein großes Marktpotential erwarten lassen und erhalten damit die Chance auf Preisgelder von insgesamt 37.500 Euro.

Auch in diesem Jahr erwarten Sie neben spannenden Ideen-Pitches, ein Bühnenprogramm mit Keynote Speaker, Start-up Q&A und Preisverleihung. Zudem gibt es im Anschluss noch einmal die Gelegenheit sich in unserer Networking-Session live mit den Teams auszutauschen.

Hinweis: Die Veranstaltung findet auf Englisch statt. Nur registrierte Nutzer erhalten Zugang zum Live-Event. Die Registrierung ist bis zum 26.11.2020 um 8:00Uhr geöffnet.

Programm:

17:00 Uhr

Keynote: The start-up journey of Kewazo: how to benefit from an academic environment – Ekaterina Grib, KEWAZO Co-Founder und IdeAward Gewinner 2017

17:30 Uhr   

Ideas arising in times of uncertainty – Q&A mit Felix Schwencke, Streavent Co-Founder und CEO

18:00 Uhr

Pitch der 10 IdeAward Finalisten & Preisverleihung

18:45 Uhr

virtuelles Networking

Die 10 Finalisten des IdeAward 2020 in der Kurzvorstellung:

Beworm entwickelt einen biotischen Recycling-Prozess um ölbasierte Kunststoffe wie Polyethylen (PE) abzubauen. PE ist der meistverbrauchte Kunststoff weltweit - dementsprechend bedeutend ist eine solche Technologie im Kampf gegen die Umweltverschmutzung. Materialien wie PE galten lange als nicht abbaubar, doch in den letzten Jahren wurden in der Forschung über 90 Organismen und Mikroorganismen dokumentiert, die langkettige Polymere aus Kohlenstoff und Wasserstoff aufspalten können. Das Beworm-Team versucht, eine effiziente Mischung verschiedener Mikroorganismen und/oder Enzyme zu finden, um PE in seine Grundbausteine zu zersetzen. Diese Bausteine können zu Rohmaterial für neue Kunststoffe oder andere petrochemische Produkte aufbereitet werden. Im Gegensatz zu ähnlichen Projekten konzentriert sich Beworm sowohl auf die industrielle Anwendung und Umsetzung der Technologie als auch auf die wissenschaftliche Grundlagenforschung. Dies soll zu einer schnelleren und marktorientierteren Entwicklung führen. Ein Verfahren wie dieses wäre ein Durchbruch in der Lösung des Plastikproblems, sowie ein attraktives, zirkuläres Verwertungskonzept für die Kunststoffindustrie.

Pflanzenöle sind nach Reis und Weizen die am meisten konsumierten Nahrungsmittel. Allein Palmöl erwirbt 35% des Speiseölmarktes. Aufgrund der gestiegenen Nachfrage ist die großflächige Anpflanzung von Palmen mit dem Verlust riesiger Teile des Regenwaldes verbunden, wodurch die biologische Vielfalt gefährdet wird und eine massive Menge an Treibhausgasen freigesetzt wird. Hefeöl wurde als eine alternative Ölquelle vorgestellt, die Palmöl ersetzen kann, da beide identisch sind. Wir bieten daher eine einzigartige integrierte Technologieplattform für die Hefeölproduktion an, die erstmals eine industrielle Skalierbarkeit mit hoher Ölproduktivität und niedrigen Produktionskosten ermöglicht. Dementsprechend kann jeder Abfallstrom durch Hefe in hochwertiges Öl umgewandelt werden, ohne auf die störenden Monokulturen zurückgreifen zu müssen. Im Gegensatz zu anderen Hefeölanbietern werden keine GVO verwendet, es werden keine toxischen Lösungsmittel benötigt und es entstehen keine Abfallströme. Außerdem ist das produzierte Öl rein und weist eine hohe Oxidationsstabilität auf, so dass es ohne Raffination direkt verwendet werden kann.

Der Traum vom Fliegen – emissionsfrei durch einen innovativen und zukunftsfähigen Antrieb. Flugtaxis bzw. Passagierdrohnen heutzutage setzen auf Batterieantriebe. Was bedeutet das konkret? Die Reichweiten sind durch das Gewicht der Batterien massiv begrenzt, die Konzepte sind komplex und es muss eine neue Infrastruktur für Lademöglichkeiten erschaffen werden. Und durch das stetige Austauschen der Batterien sind die Konzepte nicht einmal richtig nachhaltig.
Bei HyLevio nutzen wir einen innovativen Wasserstoffantrieb und können dadurch nicht nur nachhaltiger fliegen, sondern auch viel weiter. So ermöglichen wir eine neue Art von Flugtaxis, die Passagiere sicher und schnell von Stadt zu Stadt befördern – nicht nur von der Innenstadt zum Flughafen. Der Wasserstoff ist dabei nicht nur nachhaltiger, sondern auch günstiger. Noch dazu ist er tatsächlich sicherer als Batterien.

Unsere Mission: mit der Zukunftstechnologie Wasserstoff den Traum vom emissionsfreien Fliegen realisieren.

Wie können Landwirte Überdüngung vermeiden und die Umwelt schonen, wenn Klimawandel und Wetterextreme, wie Trockenheit, zunehmende Unsicherheiten über das Pflanzenwachstum schaffen? Für die optimale Düngung ohne Überschüsse brauchen die Landwirte weit vor der Ernte Kenntnisse über den Ertrag – eine ungelöste Herausforderung. Kronos entwickelt mit maschinellem Lernen und tiefen Datenclustern präzise Ertragsprognosen. Darauf aufbauend sind automatisierte Düngeempfehlungen mit konkreten Ausbringterminen und Düngermengen bereits innerhalb der Wachstumsphase möglich. Damit übernimmt Kronos für die Landwirte die umweltgerechte und effiziente Synchronisation von Nährstoffbedarf und Ertrag – für jedes einzelne Feld über eine intuitive Webanwendung. Die Landwirte sparen Kapital und schützen das Grundwasser.

Wettbewerber nutzen häufig Satellitenbilder und zeigen damit Biomasseunterschiede im Feld, ohne die Interaktionen im komplexen System der Natur zu berücksichtigen. Kronos dagegen arbeitet am datengetriebenen Verständnis des Pflanzenwachstums. Dafür verbindet Kronos Expertenwissen aus der Landwirtschaft mit Know-how und Zugang zu quantitativen landwirtschaftlichen Daten für die Stärke in der hochpräzisen Wachstumsmodellierung.

Antikörper-basierte Immuntherapien haben großes Potenzial für die Behandlung von Tumorerkrankungen. Allerdings kann eine Überstimulation des Immunsystems zu Nebenwirkungen führen, aufgrund deren man die Therapie abbrechen muss. Diese Überstimulation hat zwei Ursachen: Zum einen sind die Zielantigene oft sowohl auf dem Tumorgewebe, als auch auf dem gesunden Gewebe vorhanden. Zum anderen sind die Antikörper im ganzen Körper aktiv und nicht nur lokal am Tumor. Um diese Probleme zu lösen, hat das Team und ihr Mentor Prof. Dietz einen „An/Aus-Knopf“ für Antikörper-Immuntherapien entwickelt. Dabei handelt es sich um einen ultra-miniaturisierten, aus DNA produzierten Nanoschalter. Der Nanoschalter kann spezifisch Tumorzellen erkennen, und körpereigene Immunzellen zur Bekämpfung dieser Zellen rekrutieren. Damit kann das Immunsystem zielgerichtet und gewissermaßen „on demand“ Tumorzellen bekämpfen. Dies führt zu einer geringeren Aktivität auf gesundem Gewebe und damit zu weniger Nebenwirkungen.

Simulationen von Knochenoperationen sind seit langem möglich. Sie machen Operation kürzer und sicherer. Im Alltag werden sie jedoch nur selten verwendet. Grund hierfür ist die aufwendige Vorbereitung, für die spezielles Wissen sowie Hard- und Software benötigt wird. Mit der neuartigen Software von Mango Medical kann der Arzt ohne einen speziell geschulten Techniker und ohne teure Hard- und Software auf einem Standardrechner Knochenoperationen vorbereiten. So können auch zeitkritische Knochenoperationen schnell und unkompliziert vorbereitet werden. Durch den Einsatz von „machine-learning“ wird eine intuitive Interaktion zwischen Software und Arzt ermöglicht. So wird wertvolle Zeit gespart und gleichzeitig eine erhöhte Operationssicherheit ermöglicht.
Unsere Stärke ist das Team. Wir vereinen Expertenwissen in den Bereichen der künstlichen Intelligenz und der computerassistierten Chirurgie. Darüber hinaus sind wir unabhängig. Hersteller bestehender Angebote zwingen die Anwender in ein festes Ökosystem. Wir bieten eine offene Plattform, in der der Anwender frei über die technologische Umsetzung entscheidet

Harnwegsinfektionen sind mit 25 % eine der häufigsten Krankenhausinfektionen. Über 80 % aller Infektionen sind auf die Verwendung eines Harnwegskatheters zurückzuführen. Puray entwickelt einen sich selbst sterilisierenden Katheter, um so katheterassoziierten Harnwegsinfektionen (CAUTI) vorzubeugen. Unser Katheter bietet Krankenhäusern, v.a. deren Intensivstationen eine einzigartige Lösung zu einem schwerwiegenden Problem, ohne dabei den Krankenhausworkflow zu ändern. Dieses Konzept wurde während einer mehrwöchigen Beobachtungsphase im Krankenhaus entwickelt und durch iteratives Feedback von Ärzten und Med Tech Experten validiert.

Fest-Flüssig-Reaktionen spielen in allen Prozessindustrien, insbesondere im Pharmabereich und der Wasseraufbereitung, eine wesentliche Rolle. Dabei finden (bio-)chemische oder physikalische Wechselwirkungen zwischen einer flüssigen und einer partikulären Feststoffphase mittels Stofftransport statt. Die hierfür etablierten Verfahren bergen jedoch prozessuale Schwächen, welche den Stofftransport und somit die technoökonomische Effizienz limitieren: Prozesszeit, Flächenbedarf, Ressourceneinsatz und Abfallaufkommen fallen derzeit noch deutlich zu hoch aus.

Dies hängt mit der eingeschränkten Verwendbarkeit kleiner Feststoffpartikel zusammen, welche jedoch aufgrund der höheren Interaktionsflächen gewünscht sind. SIDERION löst dieses Problem mit einem hocheffizienten, rotierenden Bettreaktor. Der innovative Kern liegt in der Verwendung eines Planetengetriebes zur Erzeugung periodischer Fliehkräfte, welche die Partikel in einer schwingenden Bewegung halten und unter Maximierung der Transportrate die Verstopfung des Partikelbettes verhindern. Die Reaktorkammer rotiert dafür um die eigene Achse und bewegt sich zusätzlich auf einer Kreisbahn; so wie die Erde um die Sonne.

Chirurgische Navigationssysteme werden zum Beispiel bei Wirbelsäulenstabilisierungsoperationen eingesetzt. Die derzeitigen Lösungen sind kostspielig, groß und komplex in der Anwendung. Aus diesem Grund streben wir eine neue Art der chirurgischen Navigation an. Unser benutzerfreundliches, handliches System bietet eine kostengünstige und dennoch präzise Möglichkeit sogenannte Pedikelschrauben in Wirbelkörper zu setzen.Für die Navigation chirurgischer Instrumente verwenden wir modernste Computer-Vision-Technologie sowie eine einzigartige Benutzeroberfläche. Durch den Einsatz unseres Systems werden Pedikelschrauben mit verbesserter Präzision platziert. Diese Präzision minimiert die Komplikationsrate für den Patienten und gibt dem operierenden Chirurgen zusätzliche Sicherheit.

Die Kultivierung von Bakterien, Hefen oder Mikroalgen im 100-1000 ml Labormaßstab erfolgt überwiegend entweder in einfachen Erlenmeyerkolben oder in komplexeren Bioreaktoren mit umfangreicher Peripherie. Woortman stellt ein Kultivierungssystem her, welches die praktische Eingängigkeit der Schüttelkultur mit der vollständigen Prozessüberwachung der Bioverfahrenstechnik vereint. Die einzigartige unmissverständliche und selbsterklärende Verbindung aus Kulturgefäß und Prozesstechnik spart Zeit und Trainingsaufwand.

TUM IdeAward 2020 - Bewerbungsphase abgeschlossen

Ihr habt eine Idee und/oder Technologie mit Marktpotential? Zudem begegnet ihr damit gesellschaftlichen Herausforderungen und schafft einen Mehrwert? Dann bewerbt Euch für den TUM IdeAward 2020. Überzeugt die Expertenjury und den drei finalen Gewinnern winkt ein Preisgeld  (1. Platz: 15.000 Euro, 2. Platz: 12.500 Euro, 3. Platz: 10.000 Euro) sowie ein individuelles Gründer-Coaching, das eure Idee bis zum Markteintritt hin begleitet.
Teilnehmen können WissenschaftlerInnen, AbsolventInnen (Bachelor, Master, PhD), Angestellte und Alumni (bis max. 5 Jahre nach Abschluss) der TUM.

Video: IdeAward 2019

Fotos vom IdeAward 2019

  • Bild: Uli Benz
  • Bild: Uli Benz
  • Bild: Uli Benz
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  • Bild: Uli Benz
  • Bild: Uli Benz
  • Bild: Uli Benz
  • Preisverleihung Daniel Maier
    3. Platz für Daniel Maier. Bild: Uli Benz
  • Bild: Uli Benz
  • Preisverleihung modular robotics
    2. Platz für das Startup modular robotics. Bild: Uli Benz
  • Preisverleihung Dymium
    1. Platz für das Startup Dymium. Bild: Uli Benz
  • Bild: Uli Benz
  • Bild: Uli Benz

Der TUM IdeAward wird seit 2012 jährlich verliehen. Hier finden Sie Informationen zu den vergangenen Preisverleihungen.

Unsere Kooperationspartner

UnternehmerTUM, Zentrum für Innovation und Gründung an der TUM, unterstützt Unter­nehmen und Start-ups dabei, Herausfor­derungen unserer Zeit zu nutzen und daraus erfolgreich neues Geschäft zu realisieren.

Die Zeidler-Forschungs-Stiftung fördert u.a. die Forschung auf den Gebieten der Natur- und Ingenieurwissenschaften und unterstützt die Heranbildung wissenschaftlichen Nachwuchses in diesen Fachrichtungen.

Kontakt

Technische Universität München
TUM ForTe – Forschungsförderung und Technologietransfer

Arcisstraße 21
80333 München

TUM IdeAward – Preisverleihung
Anna-Sophie Rauschenbach
Projektmanagerin Marketing & Events

Tel. +49 89 289 22636    
Fax +49 89 289 25245     
rauschenbach(at)zv.tum.de

TUM IdeAward – Wettbewerb
Kathrin Söllner
Entrepreneurship Culture

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