TUM-Präsident Herrmann und vbw-Präsident Gaffal auf dem Kongress des Zukunftsrats der Bayerischen Wirtschaft
TUM-Präsident Herrmann und vbw-Präsident Gaffal (vorne v.l.) auf dem Kongress des Zukunftsrats der Bayerischen Wirtschaft. (Bild: vbw)
  • Campus

Zukunftsrat der Bayerischen Wirtschaft stellt Technologie-Prognose vorTUM-Präsident ruft zu mehr Unternehmergeist auf

TUM-Präsident Wolfgang A. Herrmann und vbw-Präsident Alfred Gaffal haben als Vorsitzende des Zukunftsrats der Bayerischen Wirtschaft die Studie „Bayerns Zukunftstechnologien“ vorgestellt. Sie hat zehn Technologiefelder als besonders relevant für Bayern identifiziert sowie Stärken, Schwächen und Handlungsbedarf des Freistaats in diesen Feldern analysiert. Herrmann forderte, dass Unternehmergeist zur Grundstimmung der Gesellschaft werden müsse.

„Die Innovationsgeschwindigkeit hat sich innerhalb einer einzigen Generation so dramatisch erhöht, dass die alten Geschäftsmodelle nicht mehr greifen“, sagte Herrmann. „Junges, risikobereites Unternehmertum ist gefragt. Seine Förderung hat Vorrang. Die Digitalisierung macht uns bewusst, dass nicht nur technologischer Fortschritt, sondern auch die Mitwirkung der Bevölkerung erforderlich ist. Nur so steht auch der gesamtgesellschaftliche Erfolg in Aussicht. Die wichtigste Botschaft aber lautet: Der unternehmerische Spirit muss die Grundstimmung unserer Gesellschaft werden. Er ist Garant größtmöglicher Wertschöpfung. Hierauf sind unsere Handlungsempfehlungen ausgerichtet.“

Die Studie, die die Prognos AG im Auftrag der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) erstellt hat, nennt zehn für Bayern besonders relevante Technologiefelder:

  • IKT und Digitalisierung
  • Intelligenter Verkehr und zukünftige Mobilität
  • Energiesysteme
  • Nanotechnologie
  • Werkstoffe und Materialien
  • Industrielle Produktionstechnologien
  • Biotechnologie
  • Gesundheitswesen und Medizintechnik
  • Ernährung und Lebensmitteltechnik
  • Luft- und Raumfahrt

Besonders großen Handlungsbedarf zeigt die Untersuchung in den Bereichen IKT und Digitalisierung, Intelligenter Verkehr und zukünftige Mobilität sowie Luft- und Raumfahrt. Der Zukunftsrat der Bayerischen Wirtschaft hat dazu konkrete Handlungsempfehlungen gegeben. Dem Gremium gehören renommierte Vertreter aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie die bayerische Staatsministerin für Wirtschaft, Medien, Energie und Technologie, Ilse Aigner, an. Der Zukunftsrat versteht sich als Impulsgeber für die erfolgreiche Weiterentwicklung des Standorts Bayern.

700 Unternehmen aus der TU München ausgegründet

Den Technologietransfer sieht die TUM als eine ihrer zentralen Aufgaben. Sie motiviert Wissenschaftler und Studierende für das Unternehmertum. Gemeinsam mit dem Gründerzentrum UnternehmerTUM berät und unterstützt sie Start-ups von der Entwicklung des Geschäftsmodells bis zur Suche nach Investoren. Seit 1990 wurden aus der TUM rund 700 Unternehmen ausgegründet. Laut dem aktuellen Gründungsradar des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft fördert keine große Hochschule Unternehmensgründungen so gut wie die TUM.

Mehr Informationen:
Studie "Bayerns Zukunftstechnologien"

Entrepreneurship an der TUM

Corporate Communications Center

Technische Universität München Klaus Becker
klaus.becker(at)tum.de

Weitere Artikel zum Thema auf www.tum.de:

TUM-Präsident Wolfgang A. Herrmann.

Wissensvernetzung als Königsdisziplin

Der Zukunftsrat der Bayerischen Wirtschaft hat heute die Studie „Neue Wertschöpfung durch Digitalisierung“ vorgestellt. Sie untersucht unter anderem, wie weit Unternehmen digitalisiert sind. Prof. Wolfgang A. Herrmann,...

Friedrich L. Bauer (links) und Franz Schweiggert vor der Programmgesteuerten Elektronische Rechenanlage München, 1954.

Die TUM feiert 50 Jahre Informatik in München

Als eine der weltweit besten Universitäten für Informatik ist die Technische Universität München (TUM) seit einem halben Jahrhundert Wegbereiter für den Aufstieg der bayerischen Landeshauptstadt zu einem der führenden...

Bundeskanzlerin Merkel trifft die Gründer des Start-ups Magazino.

Bundeskanzlerin besucht Gründerzentrum der TUM

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat heute das Zentrum für Innovation und Gründung an der TU München, UnternehmerTUM, besucht. Nach einem Gespräch mit Gründern von TUM-Start-ups, UnternehmerTUM-Gesellschafterin Susanne Klatten...

Das Thema Big Data ist einer der Forschungsschwerpunkte an der TU München.

"Daten sind eine Projektion der Realität"

Soziale Netzwerke, Bewegungsprofile, Sensoren: Überall werden Daten gesammelt. Aus der Datenflut lassen sich Trends und Auffälligkeiten ablesen. Doch die Interpretation dieser Informationen ist nicht einfach. Es müssen vor...

Interaktives Planen am 3D-Planungstisch.

Digitaler Aufbruch in Bayern startet an der TUM

Der digitale Wandel schreitet voran. Die Bayerische Staatsregierung hat daher das Zentrum Digitalisierung.Bayern ins Leben gerufen, dessen Auftakt am Campus Garching der Technischen Universität München (TUM) begangen wird....

Außenansicht Entrepreneurship Center

TUM und UnternehmerTUM eröffnen Entrepreneurship Center

Die Metropolregion München erhält ein europaweit einzigartiges Entrepreneurship Center, das technologieorientierten Unternehmensgründern ein lückenloses Angebot bietet – von der ersten Idee bis zur Wachstumsphase. In dem...

Das SwimIng-Team arbeitet an einem Schwimmbrillen-Modul, das Sportlern ihre aktuellen Trainingsdaten anzeigt.

Vom Studium zum eigenen Unternehmen

Eigene Ideen verwirklichen, eigene Produkte auf den Markt bringen und für die eigene Firma arbeiten – davon träumen viele Studenten und Studentinnen. Doch ohne Hilfe trauen sich viele diesen Weg nicht zu. Die TU München und...

Firma Roboy präsentiert sich am Entrepreneurship Day der TUM

TU München fördert Firmenausgründungen am besten

Unter den großen Hochschulen fördert die Technische Universität München (TUM) Unternehmensgründungen am besten. Zu diesem Ergebnis kommt der „Gründungsradar 2013“, den der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft heute...

Das Sieger-Team von Dynamic Biosensors mit TUM-Präsident Herrmann (r.), Vizepräsidentin Ehrenberger (2.v.r.) und UnternehmerTUM-Geschäftsführer Schönenberger (l.).

Vom Grundlagenforscher zum Unternehmer

Die Technische Universität München hat ihre Ausgründung Dynamic Biosensors mit dem TUM Presidential Entrepreneurship Award ausgezeichnet. Das Unternehmen hat eine Sensortechnologie entwickelt, die auf Biochips das...

Die Partner des Forschungsverbundes "Campus Automatisierung und Digitalisierung". (Foto: Siemens AG)

Forschungsverbund für die digitale Revolution

Mit einem neuartigen Forschungsverbund gehen Partner aus Industrie und Wissenschaft die Zukunftsfelder „Automatisierung und Digitalisierung“ künftig gemeinsam an. Dazu schließt sich Siemens als erstes Unternehmen mit...