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Starten die Inbetriebnahme des SuperMUC-NG am Leibniz-Rechenzentrum (LRZ): Staatsministerin Marion Kiechle, Dieter Kranzlmüller, Thomas O. Höllmann und Ministerpräsident Markus Söder (v. l. n. r). (Foto: Alessandro Podo / LRZ)
Starteten die Inbetriebnahme des SuperMUC-NG am Leibniz-Rechenzentrum (LRZ): Marion Kiechle, Dieter Kranzlmüller, Thomas O. Höllmann und Markus Söder (v. l. n. r). (Foto: Alessandro Podo / LRZ)
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Inbetriebnahme des Höchstleistungsrechners SuperMUC-NG am Leibniz-Rechenzentrum

Der schnellste Supercomputer Deutschlands

Experimente und Simulationen produzieren oft riesige Datenmengen. Mit dem neuen Höchstleistungsrechner SuperMUC-NG des Leibniz-Rechenzentrums (LRZ) in Garching steht Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Technischen Universität München (TUM) zur Bewältigung der Datenflut nun der derzeit schnellste Rechner Deutschlands zur Verfügung. Heute wurde der neue Supercomputer in Betrieb genommen.

Katastrophenschutz, personalisierte Medizin und die Entstehung des Universums – das sind nur einige der Forschungsbereiche, für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der TUM in den letzten Jahren die Rechenpower des Leibniz-Rechenzentrums (LRZ) der Bayerischen Akademie der Wissenschaften genutzt haben. Mit SuperMUC-NG wurde jetzt die „Next Generation“ des 2012 gestarteten Höchstleistungsrechners SuperMUC eingeweiht. Der neue Supercomputer wird künftig allen Forscherinnen und Forschern, die den Vorgänger bis auf den letzten Prozessor ausgenutzt haben, eine deutlich bessere Rechenleistung bieten.

Ein Supercomputer von Weltrang

SuperMUC-NG gewährt Forscherinnen und Forschern Freiheit beim Einsatz ihrer eigenen Software- und Visualisierungsumgebungen und unterstützt sie dabei, ihre Ergebnisse mit anderen zu teilen – denn der Rechner wird an Cloud-Komponenten gekoppelt.

Mit einer Spitzenrechenleistung von 26,7 Petaflop/s – das sind 26.700.000.000.000.000 Gleitkommaoperationen pro Sekunde – ist der neue Supercomputer nicht nur der schnellste Rechner Deutschlands, sondern auch einer der schnellsten der Welt. Über 300.000 Rechenkerne mit 700 Terabyte Hauptspeicher und 70 Petabyte Plattenspeicher eröffnen völlig neue Möglichkeiten für numerische Simulationen. Damit bewältigt SuperMUC-NG auch riesige Datenmengen, „Big Data“ genannt, die bei Experimenten und Simulationen anfallen.

Eine Basis für Spitzenforschung

Heute drückte Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder gemeinsam mit der Bayerischen Wissenschaftsministerin Prof. Marion Kiechle sowie dem Präsidenten der Bayerischen Akademie der Wissenschaften Prof. Thomas Hollmann auf den Startknopf des Rechners.

„Mit dem neuen Supercomputer schaffen wir eine Basis dafür, dass Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im ganzen Land auch in Zukunft weltweit beachtete Spitzenforschung betreiben können“, sagte Wissenschaftsministerin Kiechle. Ministerpräsident Söder betonte, dass der neue Höchstleistungsrechner der Wissenschaft ganz neue Möglichkeiten eröffne und den Weg für die Entwicklung revolutionärer Quantencomputer ebne.

Vom Sumatra-Erdbeben bis zur Hochwasservorhersage in Bayern

Von 2008 bis 2017 war TUM-Emeritus of Excellence Arndt Bode Vorsitzender des Direktoriums des LRZ. Er trug dazu bei, dass Deutschland führend in der Entwicklung entsprechender Rechnerarchitekturen wurde. In den letzten Jahren haben Forscherinnen und Forscher der TUM für viele erfolgreiche Forschungsarbeiten die Rechenpower des LRZ genutzt, darunter Projekte aus der Kosmologie und der Astrophysik, der Festkörperphysik und der Strömungsmechanik, aber auch aus den Lebenswissenschaften sowie aus der Katastrophen- und Umweltforschung.

Als wissenschaftlicher Durchbruch zählte zum Beispiel die Simulation des Sumatra-Bebens von 2004. Ein Team von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der TUM und der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) ermöglichte damit wichtige Einblicke in die geophysikalischen Abläufe des Bebens, das damals verheerende Tsunamis in vielen Küstengebieten des Indischen Ozeans ausgelöst hatte.

Auch zu den Auswirkungen des Klimawandels in Bayern führten Forscherinnen und Forscher der TUM, der LMU und des LRZ gemeinsam mit einem kanadischen Team umfangreiche Simulationen durch. Auf dem Supercomputer errechneten sie, wie sich der Klimawandel auf die Niederschlags- und Hochwasserereignisse im Freistaat auswirkt.

Mehr Informationen:

Besuchen Sie den Supercomputer am Tag der offenen Tür der TUM

Besuchen Sie den SuperMUC am Tag der offenen Tür der TUM, am Samstag, 13. Oktober 2018. Zwischen 11 und 18 Uhr führen Sie Mitarbeiterinnen und mitarbeiter des Leibniz-Rechenzentrums durch den neuen Superrechner. Hier finden Sie das Programm des Campus Garching und hier das gesamte Programm des Tags der offenen Tür.

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Technische Universität München Lisa Pietrzyk
lisa.pietrzyk(at)tum.de

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