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Prof. Alexander Pretschner bei der Eröffnungsveranstaltung des BIDT.
Prof. Alexander Pretschner bei der Eröffnungsveranstaltung des BIDT.
Bild: Diane von Schoen
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Bayerisches Forschungsinstitut für Digitale Transformation (BIDT) nimmt Arbeit auf

Digitalen Wandel verstehen und gestalten

Mit einer feierlichen Eröffnungsveranstaltung nimmt das Bayerische Forschungsinstitut für Digitale Transformation (BIDT) seine Arbeit auf. Unter der Federführung von Alexander Pretschner, Professor an der Technischen Universität München (TUM), werden hier künftig Veränderungen aller Lebensbereiche durch die Digitalisierung erforscht.

Gemeinsam mit Wissenschaftsminister Bernd Sibler eröffnete der Präsident der Bayerischen Akademie der Wissenschaften Prof. Thomas O. Höllmann gestern das BIDT. Das neue Institut soll tiefgreifende Auswirkungen des digitalen Wandels durch unabhängige Forschung vordenken und begleiten.

„Mit dem BIDT wollen wir einer von vielen befürchteten digitalen Spaltung entgegenwirken.”— Alexander Pretschner, Professor für Software & Systems Engineering an der TUM und Direktoriumsvorsitzender des BIDT

Interdisziplinäre Forschung, Beratung und gesellschaftlicher Austausch

Als Einrichtung der Bayerischen Akademie der Wissenschaften wird das BIDT die maßgeblichen Forschungsgruppen in Bayern zum Thema „Digitaler Wandel“ zusammen bringen. Ausgewählt und abgestimmt werden diese vom BIDT-Direktorium, das von Alexander Pretschner, Professor für Software & Systems Engineering an der TUM, geleitet wird. In interdisziplinärer Zusammenarbeit erforschen die Teams Veränderungen in den Bereichen Politik und Gesellschaft, Wirtschaft und Arbeit sowie Medien und öffentliche Kommunikation durch die Digitalisierung. Ziel ist es, durch ein tiefreifendendes Verständnis Akteure zu befähigen, Digitalisierungsprozesse aktiv zu gestalten.

Neben den Forschungsaktivitäten des BDTI wird ein Think Tank für Entscheidungsträgerinnen und -träger in der Politik, für die Wissenschaft und weitere gesellschaftliche Akteure Informationen aus dem Bereich Digitalisierung bereitstellen. Darüber hinaus schafft das BIDT mit seiner Web-Präsenz, Veröffentlichungen und Veranstaltungen eine Interaktionsplattform für den gesellschaftlichen Austausch.

Agieren statt reagieren

„Aktives Gestalten bedarf einer rationalen Grundlage und keiner Panikmache. Dazu brauchen wir das Miteinander und die kollektive Intelligenz von Technikern, Juristen, Ökonomen, Politikwissenschaftlern, Soziologen, Philosophen und vielen anderen. Mit dem BIDT wollen wir einer von vielen befürchteten digitalen Spaltung entgegenwirken und die Gesellschaft ermächtigen, ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen sowie bewusst zu entscheiden, wie wir in Bayern, in Deutschland und in Europa in Zukunft leben wollen – anstatt auf die neuesten technischen Entwicklungen aus dem Silicon Valley nur zu reagieren,“ sagt Direktoriumsvorstand Pretschner.

Ein wichtiger Knoten im Netzwerk neuer Digitalisierungsinitiativen

Das neue Forschungsinstitut ist eng mit weiteren Digitalisierungsinitiativen vernetzt. Etwa mit dem Kompetenznetzwerk Künstliche Maschinelle Intelligenz, in dem neben der TUM und der Fraunhofer-Gesellschaft die LMU München, das Helmholtz-Zentrum München und das Leibniz-Rechenzentrum kooperieren. Die Gründung des BIDT hatte vergangenes Jahr der Bayerische Ministerrat in seiner Kabinettssitzung an der TUM beschlossen.

Mehr Informationen:

Website des BIDT

Corporate Communications Center

Technische Universität München

Kontakte zum Artikel:

Prof. Dr. Alexander Pretschner
Technische Universität München
Lehrstuhl für Software & Systems Engineering
Tel: +49 (89) 289 - 17876
alexander.pretschner(at)tum.de

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