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TUM-Präsident Thomas F. Hofmann (r.) diskutiert in Brüssel mit DTU-Studierendenvertreter Andreas Goll Rossau.
TUM-Präsident Thomas F. Hofmann (r.) diskutiert in Brüssel mit DTU-Studierendenvertreter Andreas Goll Rossau.
Bild: EricBerghen 2019
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Allianz unterstützt Ziele der EU-Kommission zu Klimaschutz und DigitalisierungEuroTech Universities kooperieren in neuen Schwerpunktfeldern

Anfang Dezember hat die neue Europäische Kommission ein ehrgeiziges Programm für einen gesunden Planeten und eine neue digitale Welt vorgestellt. Die EuroTech Universities Alliance will dazu beitragen, mit intelligenten, bahnbrechenden Technologien eine klimafreundliche Zukunft zu ermöglichen. Deshalb haben die Technischen Universitäten drei neue Schwerpunkte ihrer Zusammenarbeit vereinbart.

Folgende Bereiche haben die Präsidenten der sechs EuroTech-Universitäten als neue Schwerpunkte in Forschung, Lehre und Technologietransfer festgelegt: Nachhaltige Gesellschaft, Künstliche Intelligenz für technische Systeme und Additive Fertigung. Diese neuen Felder mit einem starken Nachhaltigkeitsfokus werden die erfolgreichen Kooperationsfelder Gesundheit & Bioengineering sowie Innovation & Unternehmertum ergänzen. Beim jährlichen öffentlichen Spitzentreffen der Allianz betonte der Präsident der EuroTech Universities Alliance, TUM-Präsident Thomas F. Hofmann, gestern in Brüssel die gesellschaftliche Bedeutung der Ziele der Allianz.

„Technologie ist kein Selbstzweck, sondern muss unsere Werte und Prinzipien verkörpern.”— Thomas F. Hofmann, Präsident der TUM

Während einer Podiumsdiskussion mit dem Vizepräsidenten der Studierendenvertretung von Dänemarks Technischer Universität (DTU) sagte er: „Weil sie führende Technische Universitäten in Europa vereint, ist die EuroTech Universities Alliance in einer einzigartigen Position, um die Ziele der neuen EU-Kommission für eine klimaneutrale Zukunft zu unterstützen. Technologie ist kein Selbstzweck, sondern muss unsere europäischen Werte und ethischen Prinzipien verkörpern. Die Basis unserer Suche nach Neuem ist eine menschenorientierte Ingenieurwissenschaft für verantwortungsvolle und vertrauenswürdige Innovationen, mit dem Ziel unsere Mutter Natur zu schützen. Unsere neuen Schwerpunktbereiche verdeutlichen dieses gemeinsame Engagement in Forschung, Lehre und Innovation quer durch die Partnerinstitutionen der Allianz.“

Seit 2015 konzentriert die EuroTech Universities Alliance ihre Aktivitäten in sich schnell entwickelnden Forschungs- und Innovationsfeldern, in denen die Partneruniversitäten komplementäre Stärken haben und die für die industrielle Führungsposition Europas und die großen gesellschaftlichen Herausforderungen von hoher Relevanz sind. Jede der sechs Mitgliedsuniversitäten hat in diesen Bereichen international renommierte Studiengänge, Forschungszentren und Infrastrukturen eingerichtet, die mit wichtigen Industrieunternehmen kooperieren und eine beträchtliche Anzahl von High-Tech-Start-ups hervorbringen. Die EuroTech-Universitäten verbinden exzellente Talente mit einzigartigen Lern- und Forschungsbedingungen und engagieren sich beim Aufbau dynamischer, interdisziplinärer Netzwerke unter aktiver Beteiligung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Studierenden und Industriepartnern.

Die Schwerpunktbereiche der Allianz:

Nachhaltige Gesellschaft

In diesem Feld fasst die Allianz mehrere interdisziplinäre Themen zusammen, etwa polares Klima, integrierte Energiesysteme und Dekarbonisierung. Dabei baut sie auf den erfolgreichen Kooperationen zur intelligenten städtischen Mobilität (EIT Urban Mobility) und den kürzlich gestarteten Austausch zur Kreislaufwirtschaft auf.

Additive Fertigung

Ziel dieses Schwerpunkts ist, Fachwissen und Forschungsstärken rund um das bedeutende Thema Industrie 4.0 zu bündeln, das Aspekte wie Automatisierung, Simulation und neue Materialien umfasst. Vertreter der sechs Hightech-Innovationsökosysteme, in die die Universitäten eingebettet sind, werden einbezogen.

Künstliche Intelligenz für technische Systeme

Alle EuroTech-Universitäten sind Hotspots für Lehre und Forschung in der Künstlichen Intelligenz (KI). Durch die Bündelung der Kräfte verfügen sie über die kritische Masse und eine einzigartige gemeinsame Perspektive, um neue Ansätze an der Schnittstelle von KI und technischen Systemen zu schaffen.

Gesundheit & Bioengineering

Dieser Schwerpunktbereich hat in den letzten fünf Jahren eine Reihe erfolgreicher Forschungsprojekte hervorgebracht, darunter das im „Horizon 2020“-Programm mit sechs Millionen Euro geförderte Projekt „REACH“, wie auch mehrere innovative Ausbildungsnetzwerke. Eine erfolgreiche Veranstaltung zum künftigen europäischen Krebsforschungsprogramm unterstrich die Expertise der Allianz zu Beginn des Jahres.

Innovation & Unternehmertum

Für das Netzwerk von Universitäten für Naturwissenschaft und Technologie, die fest in ihren regionalen industriellen Ökosystemen verwurzelt sind, standen Innovation und Unternehmertum vom ersten Tag an ganz oben auf der Agenda. Die Aktivitäten reichen unter anderem von gemeinsamen Kursen für Promovierende, über das European Venture-Programm für Gründungsteams und das „Horizon 2020“-Projekt „SCALINGS“ bis hin zum politischen Dialog, zum Beispiel durch einen hochrangigen Runden Tisch zum Europäischen Innovationsrat im Herbst 2018.

Mehr Informationen:

Die EuroTech Universities Alliance ist eine strategische Partnerschaft von sechs führenden Universitäten für Wissenschaft und Technologie: Dänemarks Technische Universität (DTU), Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL), Ecole Polytechnique (l'X), Technion Israel Institute of Technology, Technische Universität Eindhoven (TU/e) und Technische Universität München (TUM). Die Allianz, die sich der Exzellenz in Forschung und Lehre verschrieben hat, kombiniert die komplementären Stärken ihrer Partneruniversitäten, um gemeinsame Initiativen mit hoher Relevanz für Gesellschaft und Industrie in einem internationalen Kontext erfolgreich zu gestalten.

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