TUM – Technische Universität München Menü
TUM-Präsident Thomas F. Hofmann mit Roboter-Assistent GARMI
TUM-Präsident Thomas F. Hofmann mit Roboter-Assistent GARMI.
Bild: Astrid Eckert / TUM
  • Campus
  • Lesezeit: 3 MIN

Geriatronik-Forschungszentrum in Garmisch-PartenkirchenReferenzzentrum für Roboter-Assistenz im Alter

Im Anwender- und Forschungszentrum „Geriatronik“ in Garmisch-Partenkirchen haben Wissenschaftlerteams der Technischen Universität München (TUM) ihre bahnbrechenden Entwicklungen zu Roboterassistenten hochrangigen Vertretern der Marktgemeinde und dem TUM-Präsidenten Hofmann vorgestellt. In Zeiten des demografischen Wandels und einer älter werdenden Bevölkerung rücken damit technische Unterstützungssysteme für ein würdevolles und selbstbestimmtes Leben im Alter in greifbare Nähe. Angestrebt wird ein „Geriatronik-Campus“, der als internationales Referenzzentrum in einzigartiger Weise moderne Forschung und Lehre mit neuen Pflege- und Wohn-Konzepten für den 3. und 4. Lebensabschnitt unter einem Dach zusammenbringt.

Roboter GARMI soll einmal als persönlicher Assistent ältere Menschen bei alltäglichen Handgriffen unterstützen und es ihnen erlauben, so lang wie möglich selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden zu leben. Zudem können sich Ärztinnen und Ärzte auch aus Entfernung mit dem Gerät verbinden und so bei Routineuntersuchungen und Notfällen direkt mit ihren Patientinnen und Patienten interagieren, eine Schlüsseltechnologie in Zeiten des Facharztmangels im ländlichen Raum. An dieser Zukunftsvision forschen interdisziplinäre Teams an der Munich School of Robotics and Machine Intelligence (MSRM) der TUM.

Garmisch-Partenkirchen soll Geriatronik-Referenzzentrum und KI-Leuchtturmregion werden

Im April 2018 hatte Ministerpräsident Söder in seiner Regierungserklärung die Errichtung eines Healthcare Robotik-Zentrums in Garmisch-Partenkirchen angekündigt. Seit Herbst 2018 wird an der TUM in München und im TUM-Anwender- und Forschungszentrum in Garmisch-Partenkirchen interdisziplinär an Themen der Geriatronik geforscht. Möglich wird das durch Fördermittel des Bayerischen Wirtschaftsministeriums und der LongLeif GaPa gGmbH, die das von der Leifheit-Stiftung erhaltene Vermögen für den Markt Garmisch-Partenkirchen in dieses zukunftsweisende Vorhaben investiert. „Nun wäre es nur logisch und konsequent, die Forschungsaktivitäten der TUM in Garmisch-Partenkirchen mit Unterstützung der Bayerischen Staatsregierung als TUM-Campus institutionell zu verstetigen“, sagte TUM-Präsident Thomas F. Hofmann bei seinem Besuch.

Am TUM Forschungszentrum Garmisch-Partenkirchen stellten verschiedene Forschungsgruppen ihre Arbeiten vor – etwa zur Navigation von Robotern in Räumen oder zum Thema Telemedizin. Thomas F. Hofmann sagte: „Der rasch fortschreitende demographische Wandel verlangt von uns neue Lösungsansätze zum Erhalt eines würdevollen und selbstbestimmten Lebens älterer Menschen. Hier in Garmisch-Partenkirchen kann sich der Freistaat im Rahmen seiner HighTech Agenda Bayern zur Künstlichen Intelligenz als Referenzzentrum für ein zukunftsweisendes Thema rasch an die internationale Spitze setzen.“

Pläne für einen Geriatronik-Campus

Erklärtes Ziel der Marktgemeinde ist es, Garmisch-Partenkirchen zur Modellkommune intelligenter Assistenzrobotik-Systeme für das selbstbestimmte Leben und Mobilität im Alter zu entwickeln. Dies erfordert das verstetigte Engagement des Freistaats und der TUM mit einem Campus für Forschung und Lehre als Grundlage für neue Ausbildungsberufe in der Pflege, moderne duale Ausbildungsprogramme und Masterstudiengänge im Bereich Geriatronics.

Beim Besuch des TUM-Präsidenten wurden Pläne vorgestellt, auf einem ca. 29.000 m2 großen Grundstück in Bahnhofsnähe einen interdisziplinären Geriatronik-Campus zu errichten, der den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der TUM eine Umgebung der Spitzenforschung bieten soll. „In einem Punkt sind sich alle Entscheidungsträger in Garmisch-Partenkirchen zu hundert Prozent einig: Im engen Schulterschluss mit der TUM wollen wir diesen einmaligen Leuchtturm realisieren und mit dem KI-Schwerpunkt Healthcare-Robotik – beginnend mit der Geriatronik – bei uns in der Region ansiedeln.“ sagt der Geschäftsführer der Longleif, Viktor Wohlmannstetter.

Die KI-Initiative „Modellkommune Geriatronik“ soll zeitnah umgesetzt werden, um die Bürgerinnen und Bürgern bei der Entwicklung von Technologien für ein würdevolles und selbstbestimmten Lebens aktiv einzubinden. Ein Beispiel hierfür sind die geplanten Testwohnungen; dort können Seniorinnen und Senioren in einer mit Geriatronik-Technologie ausgestatteten Wohnumgebung die Unterstützung erleben.

Corporate Communications Center

Technische Universität München

Weitere Artikel zum Thema auf www.tum.de:

Ministerpräsident Dr. Markus Söder

Gipfeltreffen zu Spitzentechnologien

Mit dem Programm „Hightech Agenda Bayern“ will die bayerische Staatsregierung unter anderem neue Technologien wie Künstliche Intelligenz (KI) fördern. Auf Einladung des Ministerpräsidenten haben sich heute Vertreterinnen...

Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel in der Munich School of Robotics and Machine Intelligence

Zu Gast bei intelligenten Robotern

Hoher Besuch an der Munich School of Robotics and Machine Intelligence (MSRM): Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder haben heute mit TUM-Präsident Prof. Wolfgang A. Herrmann das...