Mobiles Wissen: Ausschnitt aus einer MOOC-Vorlesung von Prof. Martin Kleinsteuber (Foto: Uli Benz / TUM)
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TUM startet ihr MOOC-AngebotWissenschaftler lehren online – für jedermann, weltweit

Die Technische Universität München (TUM) startet ihren ersten weltweit zugänglichen Online-Kurs. Ab heute kann jedermann von zu Hause aus die „Einführung in Computer Vision“ besuchen. Die TUM ist eine der ersten deutschen Hochschulen, die sogenannte Massive Open Online Courses (MOOCs) anbieten. Sie sieht darin die Chance, über die Universität hinaus Wissen zu vermitteln, weltweit angehende Studierende für die Wissenschaft zu begeistern und die „Marke TUM“ zu stärken.

„Massive Open Online Courses“ sind international in aller Munde, vor allem US-amerikanische Universitäten haben eine Revolution der Hochschullehre ausgerufen. In Deutschland gehört die TUM zu den Pionieren. Seit heute bietet Prof. Martin Kleinsteuber aus der Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik die „Einführung in Computer Vision“ auf der Plattform Coursera an, die aus der Stanford University hervorgegangen ist.

Zum Sommersemester 2014 startet dort zudem der Kurs „Basic course trauma surgery“ des Unfallchirurgen Prof. Peter Biberthaler, Direktor der Klinik für Unfallchirurgie am TUM-Klinikum rechts der Isar. Weitere MOOCs der TUM auf Englisch und Deutsch werden auf Coursera und der Plattform edX folgen, einer Gründung von MIT, Harvard University und University of California. Die TUM hat mit beiden Anbietern Kooperationen geschlossen, bei edX ist sie der einzige deutsche Partner.

Die MOOCs werden als eigenes Format an der TUM produziert und gehen damit weit über das bloße Abfilmen einer Vorlesung hinaus. Die Kurse bestehen aus zahlreichen einzelnen Einheiten, die jeweils wenige Minuten dauern. Die Teilnehmer können je nach MOOC interaktive Aufgaben lösen, weitere Lernmaterialien abrufen und sich in Onlineforen austauschen; zum Ende des Kurses legen sie eine Prüfung ab. 

„Massive Open Online Courses sind eine vielversprechende Ergänzung des klassischen akademischen Betriebs“, sagt TUM-Präsident Wolfgang A. Herrmann. „Mit diesem Format können wir weltweit junge Talente für die Wissenschaft begeistern, aber auch für ein Studium an der TUM. Auch Interessenten ohne Hochschulzugang wird auf diese Weise Wissen vermittelt. Gut gemachte MOOCs verstärken die internationale Marke TUM.“

Geplant sind Angebote mit internationalen und nationalen Partnern: Die EuroTech Universities Alliance konzipiert ein gemeinsames Weiterbildungsprogramm, die deutschen TU9-Universitäten wollen ein Kursangebot zum „German Engineering“ entwickeln. Beiden Allianzen gehört die TUM an.

Auch für die eigenen Studierenden der TUM kann das Lernen vielfältiger werden: „Möglich sind Formate in Kombination mit klassischen Vorlesungen und Übungen sowie MOOCs zur Vorbereitung auf das Studium. Sie können unser bestehendes E-Learning-Angebot erweitern“, sagt Hans Pongratz, Geschäftsführender Vizepräsident für IT-Systeme und Dienstleistungen.

 

Mehr Informationen:
MOOCs an der TUM

MOOC „Einführung in Computer Vision“ von Prof. Martin Kleinsteuber auf Coursera

„MOOCs bieten viele neue Ansätze“ – Interview mit Hans Pongratz, TUM-Vizepräsident für IT-Systeme und Dienstleistungen

 

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