Prof. Edvard Moser bei einem Besuch an der TUM im Oktober 2014 (Foto: Astrid Eckert / TUM)
Prof. Edvard Moser bei einem Besuch an der TUM im Oktober 2014 (Foto: Astrid Eckert / TUM).
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Do., 15.1.: Öffentliche Vorlesung über neuronale LandkartenNobelpreisträger Edvard Moser erklärt unseren Orientierungssinn

Woher wissen wir, wo wir sind? Für ihre Forschungen zum Orientierungssystem des Gehirns erhielten John O'Keefe, May-Britt Moser und Edvard Moser 2014 den Nobelpreis in Physiologie oder Medizin. Über ihre Entdeckungen spricht Edvard Moser jetzt in einem öffentlichen Vortrag an der Technischen Universität München (Do., 15.1., 17 Uhr).

Für die Entdeckung von Gehirnzellen, die eine räumliche Orientierung ermöglichen, erhielt Prof. Edvard  Moser den Nobelpreis 2014 für Physiologie oder Medizin zusammen mit seiner Frau May-Britt Moser (beide NTNU Trondheim) und John O'Keefe (University College London).

Do., 15.1., 17 Uhr: "Neural maps of space: How do we know where we are?" (Prof. Edvard Moser)

Vortrag in englischer Sprache

In diesem Vortrag erklärt einer der Entdecker des Orientierungssystems unseres Gehirns, wie dieses System funktioniert. Bereiche des Gehirns bilden eine Landkarte unserer Umgebung, die in Echtzeit aktualisiert wird. Dafür arbeiten verschiedene spezialisierte Zelltypen in einem komplexen neuronalen Netzwerk zusammen.

Prof. Moser spricht in seinem Vortrag vor allem über die Rolle der so genannten "grid cells", die in seinem Labor entdeckt wurden, und die mit "direction cells" und "border cells" eine interne Landkarte aufbauen und dynamisch aktualisieren – so dass wir den Weg von einem Ort zum anderen finden.

GRIDMAP: Europaweites Forschungsprojekt mit der TUM

Wie sich das Wissen über die räumliche Orientierung von Säugetieren für die Entwicklung von Robortern nutzen lässt, das erforscht die Arbeitsgruppe von TUM-Professor Jörg Conradt, Fachgebiet für Neurowissenschaftliche Systemtheorie (NST).

Diese Arbeit ist Teil des europaweiten Forschungsprojektes "GRIDMAP: From Brains to Technical Implementations", an dem auch Wissenschaftleri/innen aus Edinburgh, Trieste und Trondheim beteiligt sind. Die Gruppe von Edvard und May-Britt Moser am Kavli Institute for Systems Neuroscience / Center for Neural Computation an der NTNU Trondheim koordiniert das EU-geförderte Projekt.

Weitere Informationen

Technische Universität München

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