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Gewinner des Zukunftspreises 2017: Prof. Sami Haddadin, Dr. Simon Haddadin und Dipl.-Inf. Sven Parusel mit einem sensiblen und intuitiv bedienbaren Roboterassistenten.  (Foto: Ansgar Pudenz)
Die Gewinner des Zukunftspreises 2017: Prof. Sami Haddadin, Dr. Simon Haddadin und Dipl.-Inf. Sven Parusel mit einem sensiblen und intuitiv bedienbaren Roboterassistenten. (Foto: Ansgar Pudenz)
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Bundespräsident zeichnet internationale Robotikkoryphäe Sami Haddadin aus

Hochdotierter Deutscher Zukunftspreis 2017 für neuen TUM-Professor

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den neu berufenen Professor der Technischen Universität München (TUM) Sami Haddadin mit dem Deutschen Zukunftspreis 2017 ausgezeichnet. Sein Projekt „Mittelpunkt Mensch – Roboterassistenten für eine leichtere Zukunft” wird damit als besondere Errungenschaft in Technik und Innovation bewertet. Der international hoch anerkannte Professor Sami Haddadin folgt zum 1. April 2018 dem Ruf der TUM auf den Lehrstuhl für Roboterwissenschaften und Systemintelligenz.

„Professor Haddadin ist eine Schlüsselberufung in der Gesamtstrategie der TUM“, sagte TUM-Präsident Prof. Wolfgang A. Herrmann, der diese Berufung initiiert und vorangetrieben hatte. Haddadin wird das neue Integrative Forschungszentrum „Munich School of Robotics and Machine Intelligence“ aufbauen.

Haddadin hat an der TUM Elektrotechnik studiert. Mit seinem Team entwickelte er ein neuartiges Konzept für kostengünstige, flexible und intuitiv bedienbare Roboter. Es macht sie zu Helfern des Menschen – und erschließt dem kooperativen maschinellen Assistenten der Robotik eine breite Palette neuer Anwendungen, etwa in der Industrie und in der Unterstützung älterer, kranker oder behinderter Menschen. Für diese Entwicklung erhielten Professor Sami Haddadin und sein Team den Deutschen Zukunftspreis 2017.

Das Team setzt sich zusammen aus Professor Dr.-Ing. Sami Haddadin (derzeit noch Leibniz Universität Hannover), Dr. Simon Haddadin, Geschäftsführer der Franka Emika GmbH (München) und Sven Parusel, Chefingenieur der Franka Emika GmbH. Alle drei haben zuvor jahrelang am Institut für Robotik und Mechatronik des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) geforscht. TUM-Professor Gerhard Hirzinger, Leibniz-Preisträger 1995, war ihr Mentor.

Nunmehr folgt Sami Haddadin der Berufung der TUM auf die neugeschaffene Professur für „Robotics Science and Systems Intelligence“ in der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik. Zugleich wird er Mitglied der Fakultät für Informatik.

Präsident Prof. Herrmann freut sich auf den Preisträger: „Mit Sami Haddadin gewinnen wir einen weltweit umworbenen Experten in der Robotik, der Herausragendes an der Schnittstelle Mensch-Maschine-Systeme leistet. Umso herzlicher freuen wir uns über seine ehrenvolle Auszeichnung mit dem Zukunftspreis des Bundespräsidenten.“

Drei Teams wurden im September in München für den Deutschen Zukunftspreis des Jahres 2017 nominiert. Mit der Auszeichnung würdigt der Bundespräsident bahnbrechende Forschungs- und Entwicklungsprojekte. Wesentlich für die Entscheidung der Jury sind der wissenschaftlich-technische Innovationsgrad und das Potenzial, diese Leistung einmal in zukunftsfähige Arbeitsplätze umzusetzen. Der Preis ist mit 250.000 Euro dotiert. 

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Technische Universität München Sabine Letz/ Paul Hellmich
letz(at)zv.tum.de

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