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Kabinettssitzung in der TUM: neue Forschungsverbünde und Professuren

Bayern stärkt Forschung zur Künstlichen Intelligenz an der TUM

Der Bayerische Ministerrat hat heute mehrere Leuchtturmprojekte zur Digitalisierung beschlossen. Die Technische Universität München (TUM) wird ein zentraler Akteur im neuen Bavarian Research in Artificial Intelligence Network (BRAIN) und erhält dafür mehrere neue Professuren. Als Tagungsort hatte das Kabinett die TUM gewählt, wo mehrere Wissenschaftler und Ausgründungen ihre Entwicklungen in Robotik, Computer Vision und Künstlicher Intelligenz präsentierten.

Die TUM ist internationale Vorreiterin bei der Erforschung und Entwicklung digitaler Technologien. Derzeit baut sie die Munich School of Robotics and Machine Intelligence auf, die Ingenieurwissenschaften, Informatik und Medizin in Forschung und Lehre zusammenbringt. Geleitet wird sie von Prof. Sami Haddadin, der kürzlich mit dem Deutschen Zukunftspreis ausgezeichnet wurde.

Entsprechend ist die TUM bei den heute beschlossenen Leuchtturmprojekten der Staatsregierung vielfach involviert, vor allem an folgenden Stellen:

  • Aufbau des Bavarian Research in Artificial Intelligence Network (BRAIN): neuer Spitzenforschungscampus, der die bedeutendsten Einrichtungen der Region München in diesem Bereich vernetzt, u.a. die TUM, die Ludwig-Maximilians-Universität, das Leibniz-Rechenzentrum der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und Fraunhofer-Institute. Geplant ist auch ein gemeinsames Promotionsprogramm.
  • BRAIN wird Teil eines neuen landesweiten Kompetenznetzwerks Künstliche Maschinelle Intelligenz.
  • Mehrere neue Professuren und Nachwuchsforschungsgruppen für die TUM im Themengebiet Künstliche Intelligenz.
  • Ausbau der Labore der Munich School of Robotics and Machine Intelligence.
  • Gründung des Bavarian Research Institutes for Digital Transformation (BIT), das die Veränderungen aller Lebensbereiche durch die Digitalisierung untersucht. Die Einrichtung der Bayerischen Akademie der Wissenschaften soll die maßgeblichen Forschungsgruppen in Bayern zusammenbringen, als Think Tank agieren und mit Bürgerinnen und Bürgern in Austausch treten. Es wird in ein Gebäude ziehen mit der Abteilung „Digitales und Medien“ der Staatskanzlei und mit dem Zentrum Digitalisierung.Bayern, das Wissenschaft und Wirtschaft vernetzt.
  • Stärkung von fortiss, einem An-Institut der TUM zur Entwicklung digitaler Technologien und deren Transfer in Wirtschaft und Verwaltung.

Die Projekte sind eine Ergänzung und Konkretisierung des Masterplans „Bayern Digital II“. Auch dieses Programm hatte der Ministerrat im vergangenen Jahr bei einer Sitzung an der TUM beschlossen.

Am Rande der heutigen Sitzung zeigte Prof. Haddadin den Ministerinnen und Ministern unter anderem Garmi, einen humanoiden Assistenzroboter, der alten Menschen ein selbstbestimmtes Leben in der eigenen Wohnung ermöglichen soll. Prof. Daniel Cremers vom Lehrstuhl für Bildverarbeitung und Mustererkennung erklärte seine Methode, aus zweidimensionalen Videodaten in Echtzeit 3D-Modelle zu generieren. Und das Team von NavVis, einer der erfolgreichsten Ausgründungen der TUM, präsentierte sein Navigationssystem für Innenräume, beispielsweise Flughäfen und Werkshallen. Auch weitere Start-ups stellten sich dem Ministerrat vor.

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