TUM – Technische Universität München Menü
Prof. Michael Sattler, Prof. Marion Kiechle , Prof. Wolfgang A. Herrmann und Prof. Matthias Tschöp (v.l.) bei der Eröffnung des Neubaus des Bayerischen NMR-Zentrums. (Bild: A. Heddergott)
Prof. Michael Sattler, Prof. Marion Kiechle , Prof. Wolfgang A. Herrmann und Prof. Matthias Tschöp (v.l.) bei der Eröffnung des Neubaus des Bayerischen NMR-Zentrums. (Bild: A. Heddergott)
  • Campus

Weltweit leistungsfähigstes NMR-Spektrometer für Biomedizin-ForschungNeubau des Bayerischen Kernresonanz-Zentrums an der TU München eröffnet

Eines der weltweit leistungsfähigsten NMR-Spektrometer wird das Herzstück des neueröffneten Bayerischen Kernresonanz-Zentrums der Technischen Universität München (TUM). Der Neubau am Campus Garching ist ein Kernelement der TUM-Strategie in der biomedizinischen Forschung. Bei der heutigen Eröffnung waren u.a. die Bayerische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Prof. Marion Kiechle, TUM-Präsident Wolfgang A. Herrmann, der Leiter des Bayerischen NMR-Zentrums, Prof. Michael Sattler, und der CEO des Helmholtz Zentrums München, Prof. Matthias Tschöp, zugegen.   

Die Kernspinresonanz-Spektroskopie (Nuclear Magnetic Resonance, NMR) ist das umfassendste und leistungsstärkste Verfahren zur chemischen Strukturaufklärung, insbesondere von komplexen biologischen Systemen. Seit 2001 bündelt die TUM ihre diesbezüglichen Aktivitäten im Bayerischen Kernresonanz-Zentrum am Campus Garching. Den größten Teil des nun eröffneten Neubaus nimmt die 690 Quadratmeter große und acht Meter hohe NMR-Halle ein. Acht Hochfeld-Spektrometer und ein in naher Zukunft fertiggestelltes 1,2-GHZ-Gerät ermöglichen dort neue Einblicke in die räumliche Struktur und Dynamik von Proteinen. Da Fehlfaltungen und Fehlfunktionen von Proteinen Ursache für schwere Erkrankungen wie Krebs oder Alzheimer sind, soll die Forschung am NMR-Zentrum neue medizinische Behandlungsmöglichkeiten erschließen. Auf insgesamt 1.800 Quadratmetern arbeiten daran künftig Forscherinnen und Forscher der Fakultäten für Chemie, Physik und Medizin, des Life Science-Zentrums in Weihenstephan und des Helmholtz Zentrums München. „Der Neubau ermöglicht fakultätsübergreifende Proteinforschung in bisher ungeahnten Dimensionen und eröffnet unserer Forschungsstärke in der Biomedizin eine konkurrenzlos neue Zukunft“, führt TUM-Präsident Prof. Wolfgang A. Herrmann aus.

Wichtiger Baustein im biomedizinischen Gesamtkonzept der TUM 

Gemeinsam mit dem unlängst eröffneten Tumorforschungszentrum TranslaTUM und dem künftigen Multiple-Sklerose-Zentrum der Tschira-Stiftung am TUM Klinikum rechts der Isar ist der Neubau ein Meilenstein des biomedizinischen Gesamtkonzepts der TUM. In unmittelbarer Nachbarschaft entsteht mit dem TUM Center for Functional Protein Assemblies gerade ein weiterer Neubau zur biomedizinischen Proteinforschung. Als sogenanntes Integratives Forschungszentrum schafft dazu die Munich School of BioEngineering die fakultätsübergreifende Lehr- und Forschungsplattform einschließlich des medizinrelevanten Ingenieurwesens und der Informatik. Eine Vielzahl von Kooperationen mit Professuren in Garching, Weihenstephan und Straubing erweitert das Konzept in Richtung avantgardistischer Biotechnologien.


Aufgrund der überregionalen Bedeutung haben sich Bund und Freistaat Bayern die rund 34 Millionen Euro Investitionskosten für den Neubau des NMR-Zentrums geteilt. An der Anschaffung des Spektrometers hat sich mit 3,5 Millionen Euro das Helmholtz Zentrum München beteiligt. 

Corporate Communications Center

Technische Universität München Andreas Schmidt
a.schmidt(at)tum.de

Weitere Artikel zum Thema auf www.tum.de:

Struktur von Interleukin 23; die Komponente IL23-alpha ist hervorgehoben

Qualitätskontrolle in der Immunkommunikation

Die Zellen des Immunsystems stimmen sich laufend miteinander ab. Als Informationsträger nutzen sie komplexe Protein-Moleküle, die sie in einem mehrstufigen Prozess bilden. Wie Kontrollmoleküle – sogenannte Chaperone –...

Richtfest zum Neubau des Protein-Forschungszentrums auf dem Campus in Garching: Prof. Stephan Sieber, stv. Leiter des Zentrums, Thomas Rachel, MdB, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Alfons Kraft zweiter Bürgermeister der Stadt Garching, TU-Präsident Wolfgang A. Herrmann und Ilse Aigner, bayerische Staatsministerin für Wohnen, Bau und Verkehr (v.l.n.r.). (Foto: A. Heddergott)

Proteinforschung der Spitzenklasse

Mit dem Neubau des Protein-Forschungszentrums in Garching stärkt die Technische Universität München (TUM) ihre biomedizinische Forschung. Beim Richtfest am 30. August 2018 betonte TUM-Präsident Wolfgang A. Herrmann die...

Bundeswissenschaftsministerin Anja Karliczek (2. von links) und Bayerns Wissenschaftsministerin Prof. Marion Kiechle (l.) im Labor von Prof. Oliver Hayden (r.).

Forschung für Krebspatienten ausbauen

Die neue Bundesforschungsministerin Anja Karliczek hat den schnellen Weg wirksamer Therapien in die klinische Praxis als zentralen Auftrag der Gesundheitsforschung benannt. Hierfür ist die Technische Universität München...

Grundsteinlegung für das TUM Center for Functional Protein Assemblies (CPA) am Campus Garching mit TUM-Präsident Prof. W. A. Herrmann, dem Bayerischen Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle und Prof. Andreas Bausch (CPA). (Foto: Uli Benz / TUM)

Neues Proteinforschungszentrum auf dem Campus Garching

Mit dem „TUM Center for Functional Protein Assemblies“ (CPA) erhält die Proteinforschung der Technische Universität München (TUM) auf dem Campus Garching ihre eigene Adresse. Fakultätsübergreifend bündelt es die Erforschung...

Bei der Schlüsselübergabe für das Klinikum im Jahr 1967 (v.l.): Dr. Ludwig Huber, Staatsminister für Unterricht und Kultus, Dr. Hans-Jochen Vogel, Oberbürgermeister der Stadt München, und Prof. Gerd Albers, Rektor der TH München.

Die Spitzenmedizin feiert

Die Gründung der Medizinfakultät der Technischen Universität München (TUM) im Jahre 1967 war politisch spektakulär – weil es bereits eine Medizinfakultät in der Stadt gab und Technische Universitäten mit eigener...

Leibniz-Preisträger Prof. Franz Pfeiffer und eine Wissenschafterin arbeiten an einem Projekt mit dem Mini-Teilchenbeschleuniger MuCLS.

Munich School of BioEngineering setzt europäische Maßstäbe

Die Munich School of BioEngineering (MSB) der Technischen Universität München (TUM) erweitert zwei Jahre nach der Gründung ihren Wirkungsradius: Mit der bevorstehenden Eröffnung des assoziierten Zentrums für Translationale...

Garchings Bürgermeister Dr. Gruchmann, TUM-Präsident Prof. Herrmann, BMBF Staatssekretär Müller, Bayerns Innenminister Herrmann und Bauamtsleiter Hoffmann (vlnr) beim Richtfest des Neubaus für das Bayerische NMR-Zentrum - Bild: Uli Benz / TUM

Richtfest für Neubau des Bayerischen Kernresonanz-Zentrums

Mit dem Neubau des Bayerischen Kernresonanz-Zentrums, der eines der weltweit leistungsfähigsten NMR-Spektrometer aufnehmen wird, erweitert die Technische Universität München (TUM) ihre Forschungsstärke in der Biomedizin....