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Dr. Ana Santos (2.v.l.) und Prof. Wolfgang A. Herrmann (3.v.l.) besuchen das Verbindungsbüro in São Paulo, das die TUM 2012 gegründet hat.
Dr. Ana Santos (2.v.l.) und Prof. Wolfgang A. Herrmann (3.v.l.) besuchen das Verbindungsbüro in São Paulo, das die TUM 2012 gegründet hat.
Bild: Claudio Belli / TUM São Paulo
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Erste Wahl für Studierende und Forschende aus dem Ausland

TU München glänzt mit Internationalität

Die Präsenz auf der internationalen Bühne gehört zu den besonderen Stärken der Technischen Universität München (TUM). Die aktuellen Kenndaten machen verständlich, warum die TUM unter den deutschen Universitäten die stärkste Zugkraft für Studierende, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Ausland hat.

Vor Beginn seiner Reise nach Brasilien, wo die TUM in São Paulo ein eigenes Verbindungsbüro hat, bilanzierte TUM-Präsident Wolfgang A. Herrmann die internationale Netzwerkpolitik. Im aktuellen QS World University Ranking 2020 steht die TUM beim Indikator „Internationale Studierende“ national auf Platz 1, gefolgt von den Technischen Universitäten in Berlin, Aachen, Darmstadt und Karlsruhe. „Das QS-Ranking 2020 zeigt, dass Deutschland in seinen ingenieur- und naturwissenschaftlichen Disziplinen besonders attraktiv für das Ausland ist“, sagte Präsident Herrmann. Jetzt aber komme es darauf an, dass das wertbesetzte „German Engineering“ beherzt die gesellschaftlichen Fragestellungen als neue Herausforderung annimmt. „Deshalb ist das ,Human-Centered Engineering‘ das Nonplusultra für die Zukunft. Wer den Ingenieurwissenschaften nicht den aktiv gelebten Rückbezug in die Geistes-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften erschließt, wird morgen keine moderne Technische Universität sein. Dieser Denk- und Handlungssatz hat deshalb eine Zentralstellung in der Exzellenzstrategie 2019 unserer Universität.“ Hier sei man gut beraten, sich an Stanford und dem MIT zu orientieren, denn die deutsche Ingenieursausbildung liege diesbezüglich bedenklich zurück.

Studierende der TUM: 30 Prozent aus dem Ausland

Derzeit kommt nahezu jede/r dritte Studierende aus dem Ausland, andere große Universitäten liegen in der Regel deutlich unter 20 Prozent. Von den Wissenschaftler*innen der TUM kommen 22 Prozent aus dem Ausland, ebenfalls der Spitzenwert. Deutschlandweit mit großem Abstand führend ist die TUM auch bei der Studierenden- und Personalmobilität: Rund 1.400 TUM-Mitglieder nahmen im akademischen Jahr 2016–2017 das Erasmus-Programm der EU in Anspruch. Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) förderte im Referenzjahr 2017 insgesamt 456 Mitglieder der TUM – das entspricht abermals der deutschen Spitzenstellung, vor Dresden, FU Berlin, Heidelberg, Freiburg und LMU München.

Auch bei den Kollegiumsmitgliedern mit ausländischer Staatsangehörigkeit liegt die TUM vorne (18 Prozent). Von den 144 Professor*innen, die im Rahmen des TUM Tenure Track-Systems seit 2012 berufen wurden, kommen 49 Prozent von ausländischen Universitäten und Forschungseinrichtungen, überwiegend aus den USA und Großbritannien. Führend ist die TUM ferner bei den aus dem Ausland als Alexander von Humboldt-Professuren gewonnenen Spitzenkräften (6).

Starke internationale Präsenz

Die TUM betreibt seit bald 20 Jahren in Singapur die TUM Asia Pte.Ltd., seinerzeit die erste Auslandsdependance einer deutschen Universität. Über zahlreiche technische Studiengänge hinaus, forschen dort nahezu 100 Doktorand*innen auf dem CREATE-Campus, einer Einrichtung der National Research Foundation Singapore (NRF), auf dem Gebiet der Verkehrsinfrastruktur und –logistik einschließlich der Elektromobilität für Megacities. Der Schulterschluss mit internationalen Bildungs- und Wirtschaftszentren erfolgt über die etablierten TUM-Verbindungsbüros in Lateinamerika (São Paulo), Nordamerika (San Francisco), China (Peking), Indien (Mumbai), Ägypten (Kairo) und Europa (Brüssel). In der „EuroTech Universities Alliance“ ist die TUM mit der DTU Kopenhagen, TU Eindhoven, EPF Lausanne, École Polytechnique Paris und dem Technion Haifa zusammengeschlossen.

Im Zukunftskonzept der Exzellenzstrategie 2019 des Bundes und der Länder strebt die TUM nach dem singapurischen Vorbild die TUM.London als neuen Campus an, um allen Brexit-Diskussionen zum Trotz in einer der wichtigsten europäischen Metropolen mit Ausbildungs- und Forschungsprogrammen präsent zu sein, vorzugsweise mit dem renommierten Imperial College London als Allianzpartner. Neue Wege werden auf dem bisher vernachlässigten Kontinent Afrika beschritten: Fokussiert auf Ghana, entstehen mit der dortigen Technischen Universität KNUST neue bildungs- und forschungspolitisch tragfähige Infrastrukturen.

Internationale Kooperationen

Auf das sog. Shanghai-Ranking (ARWU), bei dem das Trio TUM – LMU – Heidelberg fortlaufend die Spitze im nationalen Vergleich hält, schlagen sich die zahlreichen Publikationen aus internationalen Kooperationen nieder: Mit über 18.300 erfassten Veröffentlichungen im Zeitraum 2014-2018 (Scopus-Datenbank) nimmt die TUM auch hier den deutschen Spitzenplatz ein.

Führend bei EU-Forschungsförderung

Mit 158 Millionen Euro EU-Forschungsförderung (Horizon 2020; 2014-2020) liegt die TUM wiederum auf Platz 1 in Deutschland, vor Karlsruhe und LMU München. Mit letzterer gleichauf, wurden der TUM 60 ERC-Forschungspreise zuerkannt (2014-2020), mehr als TU Dresden (22), KIT (18) und RWTH Aachen (16) zusammen. Die beiden Münchner Universitäten stechen dabei im nationalen Wettbewerb heraus.

„Internationalität ist die Verbindung der Heimat mit der Welt“

„Eine Universität, die für ihre Studierenden die optimale Berufsfähigkeit auf den Arbeitsmärkten von morgen erreichen will, muss international ticken und sich ständig an den besten internationalen Wettbewerbern messen“, begründete Präsident Herrmann die Politik der TUM. „Wahre Internationalität ist die Verbindung der Heimat mit der Welt.“ Heimat sei für die TUM nicht auf die Europäische Metropolregion München begrenzt, sondern lebe auch an Regionalstandorten wie Straubing (Niederbayern) und Burghausen (Südostbayern), jeweils mit eigenständigen akademischen Profilen. Der neueste Standort Heilbronn in Baden-Württemberg sei das Signal, dass man aus der Allianz erstklassiger Technologiezentren deutsche Alleinstellungsmerkmale in der Welt sichtbar machen könne – über die innerdeutschen Ländergrenzen hinweg.
 

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