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Bis 17. April ist der Betrieb an der TUM eingeschränkt.
Bild: Astrid Eckert / TUM
  • Covid-19, Campus
  • Lesezeit: 4 MIN

Informationen des Präsidenten für MitarbeitendeEingeschränkter Betrieb bis 17. April verlängert

Da die Ausbreitung des Coronavirus weiterhin voranschreitet und die Bayerische Staatsregierung sowie die Bundesregierung Maßnahmen zur notwendigen Beschränkung von Kontakten erlassen haben, hat das Hochschulpräsidium beschlossen, den eingeschränkten Präsenzbetrieb der TUM zu verlängern, und zwar bis zum 17. April 2020, 24 Uhr. Die bereits getroffenen Regelungen bleiben somit für alle TUM-Standorte gültig. Sie finden diese ständig aktualisiert unter www.tum.de/corona.

Die Corona-Pandemie stellt uns alle vor enorme Herausforderungen, die uns viel Kraft, Flexibilität und kreatives Handeln abverlangen. In diesen besonderen Zeiten angeordneter und uns so fremd erscheinender sozialer Distanzierung, ist es wichtiger denn je, als Gemeinschaft gedanklich verbunden zu bleiben und eng zusammenzustehen.

Leider haben wir derzeit nicht ausreichend Möglichkeiten zum doch so wichtigen persönlichen Austausch. Deshalb möchte ich Sie über einige der aktuellen Entwicklungen an der TUM aus erster Hand informieren:

  • Unsere Studierenden und TUM-Mitarbeitenden zeigen solidarisches Engagement. Ärztinnen und Ärzte, Pflegerinnen und Pfleger sowie zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Pflege- und Sanitätserfahrung aus dem gesamten Bereich der TUM haben sich bereit erklärt, in unseren beiden Universitätsklinika „München rechts der Isar“ und „Deutsches Herzzentrum München“ sowie auch bei Gesundheitsämtern mitzuhelfen. Über 300 unserer Studierenden der Medizin haben sich freiwillig in unseren Kliniken gemeldet, um dort die Versorgung infizierter Menschen durch ihren ganz persönlichen Einsatz als wissenschaftliche Hilfskräfte zu unterstützen.
  • Wir unterstützen bei der Beschaffung von Schutzausrüstung. Als Präsident stehe ich jeden Tag im engen Austausch mit unserem Universitätsklinikum rechts der Isar. Wir unterstützen beim Beschaffen von nötigen Verbrauchsgütern wie Atemmasken. Dazu sind teils unkonventionelle Maßnahmen notwendig; so loten wir zum Beispiel gemeinsam mit der UnternehmerTUM Möglichkeiten aus, Schutzkleidung für den Einsatz im Klinikum zu produzieren.
  • Wir forschen nach Lösungen. Unsere Experten der Medizin und Life Sciences forschen mit Nachdruck an der Entwicklung neuer Schnelltests und suchen nach geeigneten Medikamenten. So werden in einer vor Kurzem begonnen klinischen Studie am Klinikum rechts der Isar der TUM derzeit potentielle Wirkstoffkandidaten gegen die Covid-19-Infektion getestet.
  • Wir informieren die Öffentlichkeit fachkundig. Unsere renommierte Virologin Frau Prof. Dr. med. Ulrike Protzer berät den Freistaat und die Bundesregierung mit wissenschaftlich fundierten Empfehlungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Täglich sind Expertinnen und Experten der TUM und unseres Universitätsklinikums rechts der Isar in den Medien, um fachkundig über das Corona-Virus, Forschung zu Medikamenten, und über die Auswirkungen der Epidemie in medizinischer, wirtschaftlicher und ethischer Hinsicht zu berichten.
  • Wir beschleunigen die Digitalisierung der Lehre und sichern das Sommersemester 2020: Der im Zuge der Virusausbreitung in Kraft getretene eingeschränkte Betrieb an der TUM bleibt nicht ohne Konsequenzen für die Lehre und die Studierenden. Deshalb sind wir gefordert, die Digitalisierung der Lehrveranstaltungen rasch und kraftvoll auszubauen. Mit Hochdruck arbeiten wir daran, moderne digitale Lernwerkzeuge, interaktive Unterrichtsvarianten und neue Formen von Remote-Prüfungen noch schneller zu unseren Studierenden zu bringen. Damit wollen wir sicherstellen, dass unsere 42.000 Studierenden für das kommende Sommersemester keine allzu großen Nachteile erleiden.
  • WirVersusVirus. Beim Hackathon der Bundesregierung #WirVersusVirus haben über 10 Teams der TUM, oft gemeinsam mit Ärztinnen und Ärzten unseres Universitätsklinikums rechts der Isar, teilgenommen. Gesucht waren kreative Ideen, Programme und digitale Projekte aus vielen Lebensbereichen, die im Umgang mit der Corona-Pandemie helfen könnten. Von den besten Ideen werden wir bald hören, alle Projekte werden auf Youtube veröffentlicht.

Vieles ist also bereits angestoßen – aber jede und jeder wird gebraucht! In solchen schwierigen Zeiten beweist sich der Wert unserer Universitätsgemeinschaft. Deshalb möchte ich mich im Namen des gesamten Hochschulpräsidiums bei all denjenigen bedanken, die durch ihren unermüdlichen Einsatz den Betrieb der Universität aufrechterhalten.

Insbesondere gilt unser Augenmerk den unabkömmlichen Verwaltungsmitarbeiter*innen, die zum Beispiel in der Personal- und Finanzabteilung sowie im Liegenschaftsbetrieb trotz personell stark eingeschränkter Präsenzarbeitsfähigkeit den täglichen Betrieb am Laufen halten.

Unser Dank gilt auch Ihnen allen, die eifrig daran arbeiten, die Digitalisierung der Lehrveranstaltungen für das Sommersemester rasch und kraftvoll auszubauen und damit moderne digitale Lernwerkzeuge, interaktive Unterrichtsvarianten und neue Formen von Remote-Prüfungen noch schneller zu unseren Studierenden zu bringen.

Wir danken allen herzlich, die mit Inkrafttreten des eingeschränkten Betriebs aus Präventionsgründen und/oder aus Gründen der Kinderbetreuung fleißig von zu Hause arbeiten müssen.

Unser größter Respekt gilt allen denjenigen, die in dieser kritischen Situation die medizinische Versorgung sicherstellen – den vielen Ärztinnen und Ärzten, Krankenschwestern, Pflegern und sonstigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der allgemeinen Krankenhausversorgung, der Intensivversorgung und der Diagnostik. Rund um die Uhr tun sie ihr Bestes im Kampf gegen Covid-19 und versorgen Infizierte und Erkrankte – trotz der Gefahren für ihre eigene Gesundheit. Ihnen allen gehört der Dank unserer gesamten TUM-Gemeinschaft!

Ich werde Sie über alle weiteren Entwicklungen auf dem Laufenden halten, wünsche Ihnen und Ihren Familien die so notwendige Gesundheit und hoffe, Sie bald alle wohlauf wiederzusehen.

Thomas F. Hofmann
Präsident

Corporate Communications Center

Technische Universität München

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