Agrarsystemwissenschaften

Master of Science (M.Sc.)

Im Master Agrarsystemwissenschaften befassen sich Studierende mit Agrarproduktionssystemen, ihren biologischen, technischen und ökonomischen Grundlagen und ihrer Einbindung in Agrarökosysteme. Dabei stehen die wissenschaftliche Beschreibung, Analyse und Bewertung von Agrarsystemen im Fokus.

Wissenschaftszentrum Weihenstephan für Ernährung, Landnutzung und Umwelt

Eckdaten

Art des Studiums
  • Vollzeit
Erforderlicher Sprachnachweis Unterrichtssprache
  • Deutsch
Hauptstandorte
Art der Zulassung Beginn des Studiums
  • Nur zum Wintersemester möglich
Regelstudienzeit (in Semestern)
  • 4 Semester (Vollzeit)
Credits Kosten

Infos zum Studium

Worum geht es in diesem Studiengang?

Der Masterstudiengang setzt sich mit Agrarproduktionssystemen (Pflanzen- und Tierproduktionssysteme), also den Wechselwirkungen zwischen Böden, Nutzpflanzen, Nutztieren, Umwelt und Gesellschaft auseinander. Damit stellt sich dieser Studiengang zukünftigen Herausforderungen in den Bereichen Nahrungsmittelerzeugung, erneuerbare Energien sowie Rohstoffe, Umwelt und Klima. Im Studiengang werden AgrarwissenschaftlerInnen ausgebildet, die die gesellschaftlichen und globalen Herausforderungen an eine nachhaltige Agrarwirtschaft verstehen und eine breite Kenntnis der biologischen und technologischen Komponenten der Agrarproduktion besitzen. Sie sind somit in der Lage, existierende und neue Technologien im Kontext von Agrarproduktionssystemen und Agrarökosystemen zu bewerten und Problemlösungen zu erarbeiten.

Anders als in einem schwerpunktbezogenen Studium der Agrarwissenschaften, geht es in den Agrarsystemwissenschaften weniger um einzelne Teilsysteme und Komponenten wie Pflanzenbau- und Tierhaltungssysteme, sondern um Wechselbeziehungen auf Betriebsebene (z.B. Nährstoffkreisläufe) und Interaktionen auf Agrarlandschaftsebene (z.B. Landschaftswasserhaushalt, Erosionsprozesse, Biodiversität und Regulation). Ein wesentliches Ziel des Studiengangs ist ein vertieftes Verständnis der in Agrarsystemen ablaufenden Prozesse, ihrer Einflussfaktoren sowie der Interaktionen zwischen den Systemelementen Boden, Pflanze, Tier und Mensch.

Der Masterstudiengang Agrarsystemwissenschaften unterstreicht den interdisziplinären Charakter der Agrarwissenschaften: Er ist gleichzeitig problemlösungsorientiert und dennoch forschungsnah. Somit wird dieser Masterstudiengang sowohl den Bedürfnissen der Studierenden als auch gesellschaftlichen Zielen und hohen wissenschaftlichen Standards gerecht.

Die umfassende Darstellung des Studiengangs finden Sie in der nachfolgenden Studiengangsdokumentation:

Wie ist das Studium aufgebaut?

Das Studium setzt sich aus Pflicht- und Wahlmodulen (jeweils 45 CP) sowie einer Master´s Thesis (30 CP) zusammen. In sieben Pflichtmodulen werden vertiefte Kenntnisse moderner Agrarproduktionssysteme, statistische Methoden, wissenschaftliches Arbeiten und Forschungskompetenz, Methodik und Anwendung von Geoinformationssystemen, Nährstoffflüsse im Agrarproduktions- und Agrarökosystemen, ökonomische Kenntnisse und die kritische Analyse von Agrarsystemen vermittelt.
Hervorzuheben ist das Pflichtfach „Projekt Agrarsysteme“ und ein Forschungsprojekt. Im Wahlbereich können Studierende ihre individuellen Interessen und Stärken weiterentwickeln. Dazu zählen Agrarsystemwissenschaften (Pflanzenproduktionssysteme, Tierproduktionssysteme, Agrarökosysteme, Agrarökonomie) und übergreifende Fächer. Somit ist individuell sowohl eine bereichsspezifische Tiefe als auch eine systemübergreifende Profilbildung möglich. Bis zu 30 Credits können im 2. oder 3. Semester auch an anderen Universitäten (D/INT) erworben werden.

Im Detail:

In welcher Sprache wird der Studiengang unterrichtet?

Erforderlicher Sprachnachweis für die Bewerbung:

Bei der Bewerbung müssen Sie ausreichende Deutschkenntnisse nachweisen. Der Nachweis muss bis zum Ende der Bewerbungsfrist an der TUM eingegangen sein. Hier finden Sie eine Übersicht aller zulässigen Sprachnachweise.

Mit diesem Nachweis erfüllen Sie die Mindestanforderung für die Zulassung. Für einen erfolgreichen Studienabschluss kann es aber erforderlich sein, die eigenen Sprachkenntnisse weiter auszubauen und zu vertiefen. Unser Sprachenzentrum kann Sie dabei unterstützen.

Unterrichtssprache:

Die Unterrichtssprache in diesem Studiengang ist Deutsch.

Welche Kompetenzen und Fertigkeiten erwerbe ich?

Die AbsolventInnen des Masterstudiengangs Agrarsystemwissenschaften verfügen über fundierte Kenntnisse der biologischen, naturwissenschaftlich-technischen und sozioökonomischen Grundlagen der Agrarproduktion und der nachhaltigen Nutzung natürlicher Produktionsfaktoren bei der Erzeugung von Nahrungsmitteln und biogenen Rohstoffen. Sie besitzen fundiertes Wissen in Bezug auf die Komponenten agrarischer Produktionssysteme sowie deren Wechselwirkungen mit Umwelt und Gesellschaft. Aufgrund der hohen Wahlfreiheit weisen AbsolventInnen individuelle und interdisziplinäre Fachkenntnisse auf und arbeiten problemlösungsorientiert.

Die Absolventen….

  • können Nutzungskonflikte erkennen, Lösungsansätze und Strategien zur Überwindung dieser Konflikte erarbeiten.
  • kennen die sich ändernden gesellschaftlichen Anforderungen an die pflanzliche und tierische Primärproduktion, können diese bewerten und bei der Gestaltung von Agrarsystemen berücksichtigen.
  • können Agrarökosysteme in Bezug auf Stoffkreisläufe, Ressourceneffizienz und Umweltschutz analysieren und steuern.
  • können Forschungsprojekte selbstständig konzipieren und eigenständig bearbeiten.
  • sind in der Lage, geeignete Methoden zur statistischen Analyse und kritischen Bewertung komplexer Datensätze anzuwenden.
  • sind in der Lage, konkrete Situationen in der Primärproduktion biogener Rohstoffe im biologischen, naturwissenschaftlich-technischen und sozioökonomischen Gesamtkontext zu analysieren und ökologisch und wirtschaftlich zu bewerten.
  • können das Potential agrarwissenschaftlicher Innovationen zur nachhaltigen Primärproduktion pflanzlicher und tierischer Lebensmittel erkennen und bewerten.
  • können das Potential agrarwissenschaftlicher Innovationen nutzen, um Agrarproduktionssysteme weiterzuentwickeln oder neu zu gestalten.

 

Somit sind die AbsolventInnen in der Lage, die Agrarsysteme der Zukunft zu bewerten, zu steuern und im Kontext gesamtgesellschaftlicher Anforderungen weiterzuentwickeln.

Welche beruflichen Möglichkeiten habe ich mit diesem Abschluss?

Die beruflichen Möglichkeiten sind vielfältig:

  • Forschungstätigkeiten (Universität u.ä., Ressortforschung und in Unternehmen)
  • Führungsaufgaben in Unternehmen des Agribusiness, in Ministerien und/ oder in der Agrarverwaltung
  • Beratertätigkeiten, z.B. in Verbänden, nationalen und internationalen Organisationen
  • Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement (z.B. Entwicklung und Umsetzung von Umwelt- und Nachhaltigkeitsstrategien in Unternehmen des Agribusiness).

Bewerbung und Zulassung

Was muss ich zum Bewerbungsverfahren wissen?

Mindestvoraussetzungen für ein Masterstudium an der TUM sind ein erster anerkannter Hochschulabschluss (z.B. Bachelor) sowie das erfolgreiche Durchlaufen eines sogenannten Eignungsverfahrens. In diesem prüft die Fakultät Ihre individuelle Begabung und Motivation.

Sie bewerben sich online über das Bewerbungsportal TUMonline. Nach Abschluss der Onlinebewerbung erhalten Sie eine Liste mit allen Unterlagen, die Sie in Papierform bis zum Ende der Bewerbungsfrist an die TUM senden müssen.

Im Detail:

Welche Bewerbungszeiträume und -fristen muss ich beachten?

Bewerbungsfrist für das Wintersemester: 01.04. - 31.05.

Nach Abschluss der Onlinebewerbung erhalten Sie in TUMonline den Antrag und eine Liste mit den Dokumenten, die Sie für die Bewerbung einreichen müssen. Dort sehen Sie auch, ob wir die Dokumente für die Zulassung oder für die Immatrikulation benötigen.

Der unterschriebene Antrag und alle Dokumente für die Zulassung müssen bis zum Ende der Bewerbungsfrist eingegangen sein.

Reichen Sie auch alle Dokumente, die wir für Ihre Immatrikulation benötigen, so bald wie möglich ein. Wenn Ihnen einzelne Dokumente für die Immatrikulation noch nicht vorliegen, dann können Sie diese bis 5 Wochen nach Vorlesungsbeginn nachreichen. Sie können erst immatrikuliert werden, wenn uns alle Dokumente vorliegen; wir empfehlen daher dringend, alles mit ausreichend Vorlauf einzureichen.

Kontrollieren Sie regelmäßig Ihren TUMonline Account. Dort sehen Sie, ob wir Rückfragen zu Ihren Dokumenten haben, oder ob Sie einzelne Unterlagen noch ergänzen oder korrigieren müssen.

Wie wählt die TUM die Studierenden aus?

Die Auswahl erfolgt über ein sog. "Eignungsverfahren". Das ist ein zweistufiger Prozess, bei dem die Fakultät nach einer offiziellen Bewerbung prüft, ob Sie die spezifischen Anforderungen für den Masterstudiengang Agrarsystemwissenschaften erfüllen.

In der ersten Stufe werden dabei die Bachelor-Abschlussnote und die eingereichten Unterlagen mittels eines Punktesystems ausgewertet. Je nach Höhe der erreichten Punktzahl werden die Bewerber/innen entweder sofort zugelassen, abgelehnt oder zu einem Auswahlgespräch eingeladen. 

Im Detail:

Wo geht's zur Online-Bewerbung?

Die Onlinebewerbung erfolgt über unser Bewerberportal TUMonline

Muss ich ein Praktikum absolvieren?

Ein Praktikum ist in diesem Studiengang nicht verpflichtend und auch keine Zulassungsvoraussetzung. Jedoch empfiehlt es sich grundsätzlich, früh praktische Erfahrungen zu sammeln.

Weiterführende Informationen

Master geschafft und nun wollen Sie ins Berufsleben starten? Bei Fragen zur Berufsorientierung, Jobsuche und Bewerbung unterstützt Sie das Team von TUM Alumni & Career.

Wenn Sie weiter wissenschaftlich arbeiten wollen, informieren Sie sich doch über eine Promotion an der TUM.

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