TUM - Aktuelles https://www.tum.de/ Aktuelle Meldungen der TU München de TUM Sat, 28 May 2022 15:01:50 +0200 Sat, 28 May 2022 15:01:50 +0200 Gleiches Symptom – andere Ursache? https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/37407 Anhand der Symptome definieren und diagnostizieren Ärztinnen und Ärzte heutzutage die meisten Krankheiten. Das muss aber nicht bedeuten, dass Patientinnen und Patienten mit ähnlichen Symptomen auch die gleiche Krankheitsursache oder gleiche molekulare Veränderungen aufweisen. In der Biomedizin spricht man dabei oft von molekularen Mechanismen einer Krankheit, also wie sich die Regulation von Genen, Proteinen oder Stoffwechselwegen bei dem Ausbruch einer Krankheit ändert. Das Ziel von stratifizierter Medizin ist es, Erkrankte auf molekularer Ebene in unterschiedliche Subtypen einzuteilen, um ihnen eine gezieltere Behandlung zukommen zu lassen.

Um Krankheits-Subtypen aus großen Patientendaten zu identifizieren, können neue Algorithmen aus dem Bereich des maschinellen Lernens helfen. Diese haben das Ziel, selbstständig Muster und Zusammenhänge von umfangreichen klinischen Messungen zu erkennen. Die Nachwuchsforschungsgruppe LipiTUM um Gruppenleiter Dr. Josch Konstantin Pauling vom Lehrstuhl für Experimentelle Bioinformatik hat einen solchen Algorithmus entwickelt.

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Künstliche Intelligenz Forschung katharina.baumeister@tum.de news-37407 Fri, 27 May 2022 07:38:00 +0200
Wie die Sportintensität das Infektionsrisiko beeinflusst https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/37406 Bereits vor der Studie war bekannt, dass sich das Atemvolumen untrainierter Menschen von etwa fünf bis fünfzehn Litern pro Minute in der Ruhe auf über 100 Liter pro Minute beim Sport erhöht. Sehr gut trainierte Sportler erreichen sogar mehr als 200 Liter pro Minute. Bekannt war auch, dass sich häufig Menschen bei körperlicher Belastung in geschlossenen Räumen mit SARS-CoV-2-Viren angesteckt haben.

Bisher unklar war hingegen, wie sich die Intensität körperlicher Belastung auf die Konzentration von Aerosolpartikeln in der Atemluft sowie auf den konkreten Ausstoß von Aerosolpartikeln durch eine Person pro Minute und damit auch auf das potentielle Ansteckungsrisiko für Infektionskrankheiten wie SARS-CoV-2 auswirkt. Diese Informationen werden jedoch dringend benötigt, um zum Beispiel für den Schulsport, Hallenvereinssport, Fitnessstudios wie auch Diskotheken gezielte Schutzmaßnahmen bei schwerwiegenden Infektionswellen abzuleiten und möglicherweise Schließungen vermeiden zu können.

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Covid-19 Forschung henrike.boden@tum.de news-37406 Wed, 25 May 2022 14:00:00 +0200
Wandelbare Energie https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/37402 Der Beitrag auf der Webseite der Podcast-Reihe „Exzellent erklärt“ (Episode 11, 1.5.2022, 27 min)
 

Bettina Lotsch, Professorin für Nanochemie an der LMU München und Direktorin am Max-Planck-Institut für Festkörperforschung in Stuttgart, ist ebenfalls am Beitrag beteiligt.

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TUM in den Medien news-37402 Tue, 24 May 2022 09:24:40 +0200
Veränderungen im Mobilitätsverhalten nach Entlastungspaket erfassen https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/37399 Die Befragung läuft über die Webseite der HfP. Die Teilnehmer werden bis Jahresende dreimal zu ihrem Mobilitäts- und Energieverhalten befragt. Die Anmeldedaten werden entsprechend strenger Datenschutzbestimmungen nur bei der TUM verwahrt. Außerdem bekommen 1000 Interessierte die Möglichkeit, ihr Bewegungsverhalten bis Ende September sogar automatisch per App erfassen zu lassen – natürlich unter Einhaltung des strengen deutschen Datenschutzes. Die Registrierung dafür erfolgt auch über die Webseite. Für die vollständige Teilnahme gibt es eine Entschädigung von mindestens 30 Euro. Unter diesen Teilnehmern werden zusätzlich 2 x 200 Euro an Gutscheinen verlost.

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Mobilität news-37399 Mon, 23 May 2022 08:45:16 +0200
Mini-Brennstoffzelle erzeugt Strom mit körpereigenem Zucker https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/37395 Medizinische Implantate wie etwa Sensoren zur Messung der Vitalfunktionen, Elektroden zur Hirntiefenstimulation bei Parkinson oder auch Herzschrittmacher benötigen zuverlässige und möglichst kleine Stromquellen. Batterien können jedoch nicht beliebig verkleinert werden, da sie ein gewisses Volumen benötigen, um Energie zu speichern.

Ein Forschungsteam um Jennifer Rupp, Professorin für Chemie der Festkörperelektrolyte an der TUM und Dr. Philipp Simons vom MIT hat nun eine Glukose-Brennstoffzelle entwickelt, die nur 400 Nanometer dick ist – ein Hundertstel des Durchmessers eines menschlichen Haares. "Anstatt eine Batterie zu verwenden, die 90 Prozent des Volumens eines Implantats beansprucht, könnte unser Gerät in Form von dünnen Filmen auf einem Silizium-Chip oder zukünftig sogar auf die Oberfläche der Implantate aufgebracht werden", sagt Rupp.

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Forschung stefanie.reiffert@tum.de news-37395 Fri, 20 May 2022 08:37:00 +0200
Forschen Down Under https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/37388 Campus lisa.pietrzyk@tum.de news-37388 Thu, 19 May 2022 11:27:00 +0200 TUM erfolgreich bei Nachwuchsprogramm für Künstliche Intelligenz https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/37393 Die Programme wenden sich an deutsche und internationale Masterstudierende sowie Doktorandinnen und Doktoranden. Sie erhalten Stipendien oder Anstellungsverträge, um in Deutschland ihre akademische Ausbildung fortzusetzen. Ziel ist es, sie langfristig an den Forschungsstandort Deutschland zu binden oder ihnen hier nach dem Abschluss den Weg in die heimische Spitzenindustrie zu eröffnen.

TUM-Präsident Prof. Thomas F. Hofmann sagte: „Dies ist ein großartiger Erfolg und eine deutliche Kräftigung unseres Munich Data Science Institute (MDSI). Als zentrale Schnittstelle und Innovationsplattform an der TUM für Fragen und Lösungen aus Datenwissenschaften, Maschinellem Lernen und Künstlicher Intelligenz gewinnt das MDSI durch diese Förderentscheidungen weiter an Attraktivität für Nachwuchstalente und internationaler Sichtbarkeit in der Wissenschaft.“

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Künstliche Intelligenz Präsident news-37393 Wed, 18 May 2022 17:20:34 +0200
Stadtbegrünung: Nicht nur Bäume sind wichtig https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/37390 Grüne Infrastruktur kann Städten dabei helfen, sich an den Klimawandel anzupassen. Sie kann die in Städten erhöhten Lufttemperaturen und damit den Hitzestress für die Menschen abschwächen. Doch es kommt auf die Art der Begrünung an. 

Um das Ausmaß der städtischen Wärmeinsel sowie den Zusammenhang zwischen tages- und jahreszeitlichem Wärmestress im Freien zu verstehen, hat ein Forschungsteam unter Federführung der TUM drei Jahre lang eine empirische Studie in Würzburg durchgeführt. 

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Nachhaltigkeit Forschung katharina.baumeister@tum.de news-37390 Wed, 18 May 2022 13:38:00 +0200
Wie kann der Ukraine-Krieg beendet werden? https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/37392 Diskussionsveranstaltung
“Beyond War in Ukraine: Prospects and Challenges for Ending War and Securing Peace in Post-War Europe”

Donnerstag, 19. Mai 2022
18 - 19.30 Uhr

Anmeldung für Teilnahme vor Ort (Hochschule für Politik München, Richard-Wagner-Straße 1 / begrenzte Platzzahl)

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Termin klaus.becker@tum.de news-37392 Wed, 18 May 2022 12:03:00 +0200
„Wissenschaft lebt von Verbindungen in die Welt“ https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/37385 Frau Professorin Winkelmann, Sie sind seit fünf Jahren Vizepräsidentin für Internationale Allianzen und Alumni. Was macht diese Arbeit für Sie aus?

Internationale Zusammenarbeit – das ist ein spannendes und manchmal auch spannungsvolles Aufeinandertreffen und Austarieren von unterschiedlichen Kulturen, Kontexten und Perspektiven mit dem Ziel, für alle Seiten einen Fortschritt zu erreichen. Mir macht es große Freude, solche Prozesse anzustoßen, zu begleiten, zu moderieren und zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen.

Welche Partner sind das zum Beispiel?

Die TUM ist weltweit durch die Aktivitäten ihrer Schools oder Fakultäten und Lehrstühle mit hunderten Universitäten verbunden. Allein durch das Erasmus-Programm haben wir in Europa mehr als 300 Partnerinstitutionen. Wir haben aber darüber hinaus auch strategische Partner und Allianzen, mit denen wir zu bestimmten Themen besonders eng zusammenarbeiten. Allen voran eine der schlagkräftigsten Allianzen in Europa, EuroTech, deren Gründungsmitglied wir sind. Gemeinsam mit unserem EuroTech-Netzwerk verfolgen wir auch ein wichtiges Programm: EuroTeQ. Hier entwickeln wir die europäische Ingenieurausbildung der Zukunft.

Warum ist Europa so wichtig für uns?

Europa ist unser unmittelbares Ökosystem, das zum einen akademisch wirklich interessant für uns ist. Zum anderen haben wir sozusagen auch einen politischen Auftrag, zur besseren Kooperation auf europäischer Ebene beizutragen. Ein wichtiger Teil davon ist das Erasmus-Programm, das einen wichtigen Beitrag zu einem stabilen, friedlichen und wohlhabenden Europa leisten soll. Gerade der Krieg in der Ukraine zeigt uns, dass Frieden in Europa nicht selbstverständlich ist.

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Campus lisa.pietrzyk@tum.de news-37385 Tue, 17 May 2022 15:49:00 +0200
TUM Campus im Olympiapark offiziell eingeweiht https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/37387 Der Entwurf stammt von Dietrich | Untertrifaller Architekten aus Bregenz (Österreich) und Balliana Schubert Landschaftsarchitekten aus Zürich (Schweiz). Neben Institutsgebäuden, Laboren, Bibliothek und Mensa für die Sport- und Gesundheitswissenschaften sind auch Sporthallen entstanden. Der Freistaat Bayern investiert dafür 168,5 Millionen Euro. Ziel des 185 Meter langen und 153 Meter breiten Neubaus war es, die ursprüngliche Komposition von Landschaft und Architektur im Norden des 1972 entstandenen Olympiaparks zu bewahren und fortzuschreiben. Für das Gesamtgebiet von 34 Hektar wurde deshalb ein städtebauliches und landschaftsplanerisches Konzept entwickelt, das den multifunktionalen Anforderungen entspricht.

Das Gebäude wurde größtenteils aus Holz und Glas gefertigt. Ein besonderes Augenmerk wurde auf die Barrierefreiheit gelegt. Ein Highlight des Neubaus ist das 18 Meter auskragende Vordach aus Holz, das sich auf der Westseite des Gebäudes über die Außenterrasse und einen Teil der neu errichteten Leichtathletikanlage zieht. Herzstück der neuen Anlage ist die sogenannte „Rue intérieure“, die eine Verbindungsachse vom Haupteingang auf der Ostseite bis zum Ausgang an der Westseite bildet und sämtliche Gebäudeteile miteinander verbindet. Entlang dieser erhalten alle Besucherinnen und Besucher einen transparenten Einblick in die Sporthallen, Hörsäle und verglasten Seminarräume.
Im Rahmen eines offiziellen Festakts erfolgte nun die Schlüsselübergabe des Neubaus durch Bauminister Christian Bernreiter an Wissenschaftsminister Markus Blume sowie an TUM-Präsident Prof. Dr. Thomas F. Hofmann.

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Campus Präsident news-37387 Mon, 16 May 2022 17:51:53 +0200
Quantensysteme und Bienenflug https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/37377 Auf den ersten Blick erscheint ein System aus 51 Ionen überschaubar. Doch selbst wenn man jedes dieser geladenen Atome nur zwischen zwei Zuständen hin und her schaltet, ergeben sich mehr als zwei Billiarden verschiedene Anordnungen, die das System einnehmen kann.

Mit herkömmlichen Computern ist das Verhalten eines solchen Systems daher kaum mehr zu berechnen. Zumal eine einmal ins System eingebrachte Anregung sich auch sprunghaft weiterbewegen kann. Sie folgt einer als Lévy-Flug bekannten Statistik.

Charakteristisch für solche Bewegungen ist, dass neben den zu erwartenden kleineren Sprüngen immer wieder auch wesentlich größere auftreten. Auch beim Flug von Bienen und bei heftigen Börsenbewegungen kann man dieses Verhalten beobachten.

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Quantentechnologie Forschung andreas.battenberg@m-q-v.de news-37377 Fri, 13 May 2022 20:00:00 +0200
Auswirkungen des Klimawandels auf die Natur https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/37378 Die Folgen der Erderwärmung betreffen uns alle. Sie sind schon heute spürbar und verlangen künftig weitreichende Anpassungen von Mensch und Natur. Annette Menzel erforscht diese komplexen Veränderungen, um einen praktikablen Umgang damit zu finden – zusammen mit Bayerns Bürgerinnen und Bürgern. Das Forum für diesen Austausch bietet ein interaktives Onlineportal namens BAYSICS.

„Langjährige Messungen von Blühterminen geben Aufschluss darüber, ob sich der Beginn der Vegetationsperiode oder ganz spezifisch die Pollenflugzeit verändert. Steigende Temperaturen wirken sich beispielsweise auf den Beginn der Blüte aus – und damit auch auf den Pollenflug“, sagt Annette Menzel. Der Klimawandel lässt alles früher ergrünen, aber ob sich auch die Dauer der Blüte und damit die Blühsaison verändern, ist noch nicht vollständig geklärt.

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Nachhaltigkeit Termin katharina.baumeister@tum.de news-37378 Thu, 12 May 2022 21:42:00 +0200
Ein Reparaturprogramm fürs Herz https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/37371 Forschung paul.hellmich@tum.de news-37371 Thu, 12 May 2022 17:00:00 +0200 Künstliche Intelligenz für bessere Diagnosen und hilfreiche Roboter https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/37370 TUM: Frau Prof. Schoellig, Herr Prof. Rückert, zu Beginn eine Verständnisfrage: Was kann Künstliche Intelligenz (KI) besser als der Mensch?

Daniel Rückert: KI kann vor allem sehr viel größere Datenmengen verarbeiten als der Mensch. In meinem Fachbereich, dem Einsatz von KI in der Medizin, ist das ausgesprochen nützlich. So kann KI zum Beispiel alle radiologischen Untersuchungen weltweit auf Muster durchforsten und so in aktuellen Aufnahmen von Patienten auch Hinweise auf sehr seltene Krankheiten entdecken, die Medizinerinnen und Medizinern womöglich durchrutschen würden, weil sie kaum Erfahrungen damit machen können.

TUM: Das ist ziemlich viel Verantwortung für die Künstliche Intelligenz. Da kann es ja um Leben und Tod gehen.

Rückert: Ja, aber die Entscheidung über Leben und Tod wird nie von der KI getroffen. Sie hilft lediglich als Werkzeug den Medizinerinnen und Medizinern und gibt Empfehlungen für erfolgversprechende Behandlungsmethoden. In vielen Bereichen kann die KI eine sehr hohe Treffsicherheit bei der Diagnose erreichen, die teilweise höher ist, als bei medizinischen Expertinnen und Experten. Aber natürlich muss die KI auch vertrauenswürdig sein und dementsprechend getestet werden. Wenn sie die Patienten fragen, würde jeder sagen: Ich will hören, was die KI herausgefunden hat!

TUM: Frau Prof. Schoellig, auch in Ihrem Fachgebiet, dem Maschinellen Lernen und Autonomen Fahren geht es ja um Sicherheit.

Angela Schoellig: Ja, aber bei Fahrzeugen oder Robotern, die sich in unserer Umwelt bewegen, kommt noch hinzu, dass sich die jeweilige Umgebung ständig verändert und sie darauf reagieren müssen. Es geht also nicht nur um das Erkennen von Mustern in riesigen Datenmengen, sondern auch um die schnelle und passende Aktion. Bisher konnten Roboter nur genau das tun, was ihnen einprogrammiert wurde. Mit Hilfe des Maschinellen Lernens und der Algorithmen, die wir entwickeln, können sie künftig hochkomplexe Aufgaben erledigen, wie zum Beispiel ein Auto sicher durch den chaotischen Verkehr einer Innenstadt zu steuern – und das bei jedem Wetter.

TUM: Wie stellen Sie sicher, dass das fehlerfrei gelingt?

Schoellig: Sicherheit zu garantieren ist extrem schwierig, auch menschliche Handlungen sind ja nicht immer fehlerfrei. Ein wichtiger Aspekt meiner Forschung ist es, Sicherheitsfragen als festen Bestandteil in der Soft- und Hardware zu integrieren und dann auch in der freien Wildbahn zum Funktionieren zu bringen.

TUM: An Sie beide die Frage: Was ist Ihr großes Forschungsziel? Wohin soll der Weg gehen?

Rückert: Ich habe zwei große Ziele: Hausärzte sind ja die wichtigsten Vertrauenspersonen für Menschen mit gesundheitlichen Beschwerden, aber sie können sich nicht in allen komplizierten Fachthemen perfekt auskennen. Hier soll die KI ihnen helfen, schon beim ersten Kontakt mit den Patienten die richtige Diagnose zu stellen und eine Behandlung einzuleiten. Und mein zweites großes Forschungsziel ist es, mit Hilfe von KI personalisierte Behandlungen und Medikationen für jeden Patienten anbieten zu können. Jeder Mensch ist ja unterschiedlich und reagiert individuell auf Wirkstoffe. Dabei spielt auch die Genetik eine große Rolle. Das ist hochkomplex und mit riesigen Datenmengen verbunden. Deshalb kann hier die KI ihre Stärken ausspielen.

Schoellig: Mich interessiert insbesondere die Umsetzung von Maschinellem Lernen und Robotik in Produkte für den Alltag. Es geht also um die Entwicklung von sicheren und effizienten Hilfsrobotern. Diese können zum Beispiel in Warenlagern eingesetzt werden oder auch in Krankenhäusern und Supermärkten. Sie können selbständig Regale auffüllen, das Pflegepersonal bei der Essensausgabe unterstützen oder auch in Klamottenläden die anprobierte Kleidung wieder auf die Bügel hängen. Die Robotik wird so das Leben vieler Menschen leichter machen.

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Künstliche Intelligenz Campus news-37370 Thu, 12 May 2022 07:46:00 +0200
EU-Kommissarin stellt Initiativen für Innovation vor https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/37383 „Die letzte europäische Innovationsstrategie stammt aus dem Jahr 2010, wir leben nicht mehr auf demselben Planeten“, sagte Mariya Gabriel. „Wir brauchen jedoch eine neue Innovationsagenda, die sich an die neue Generation von Innovatoren richtet. Im Jahr 2022 müssen wir den Start-ups besondere Aufmerksamkeit widmen. Ab 2024 erwarten wir sogar, dass die Haupttreiber der Innovation Deeptech-Start-ups sein werden. Diese neue Innovationswelle wird Themen wie Klima, Energie, Verkehr, Bauwesen, Lebensmittel, Landwirtschaft oder Mobilität betreffen.”

Die EU-Kommissarin diskutierte bei der öffentlichen European Union Week mit Studierenden und traf sich zum Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern der TUM. Die Veranstaltungsreihe wird von der TUM School of Management, der HEC Paris und der Koźmiński University in Warschau mit den Studierendenteams von TUM Speakers Series und HEC Débats ausgerichtet.

Die Kommissarin war überzeugt, dass auch die Absolventinnen und Absolventen der TUM den Innovationsschub antreiben können: „Diese Initiativen sind für Sie da, um Sie zu unterstützen, wenn Sie Entrepreneure oder Changemaker werden.“ Beeindruckt zeigte sie sich beim Besuch des Munich Urban Colabs. Hier entwickeln Start-ups, etablierte Unternehmen, Wissenschaft und Bürgerinnen und Bürger gemeinsam Konzepte und Produkte für Smart Cities, gefördert von UnternehmerTUM und der Stadt München.

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Campus Entrepreneurship Präsident news-37383 Wed, 11 May 2022 17:46:00 +0200
Rang 18 bei der Ausbildung von „Digital Leaders“ https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/37372 Welche Universitäten bieten das beste Studium, um Kompetenzen in digitalen Technologien zu erwerben? Wer vermittelt ein Mindset für den digitalen Wandel und unternehmerisches Denken? Welche Hochschulen haben das beste digitale Lehrangebot?

Um ihr Ranking „Digital Leaders in Higher Education” für das britische Magazin „Times Higher Education“ zu erstellen, hat die französische Unternehmensberatung Emerging in der Datenbank Crunchbase 75.000 Führungskräfte in Technologieunternehmen identifiziert und die Lebensläufe hinsichtlich ihrer Ausbildung analysiert. Außerdem hat sie 3.500 IT-Verantwortliche, Start-up-Gründerinnen und -Gründer sowie Nachwuchskräfte befragt.

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Entrepreneurship TUM in Rankings klaus.becker@tum.de news-37372 Wed, 11 May 2022 16:28:02 +0200
Ein wichtiger Baustein für die digitale Transformation https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/37369 Hightech-Werkstätten, eine große Versuchshalle, Labore, Reinräume, Arbeitsräume und natürlich auch ein Hörsaal: Mit dem ersten Bauabschnitt des Gebäudes für Elektrotechnik und Informationstechnik ist der Umzug der Forschenden und Studierenden aus der Münchner Innenstadt nach Garching ein entscheidendes Stück vorangekommen.

Der Neubau wurde am Dienstagabend, 10. Mai, feierlich übergeben. Dieser erste Bauabschnitt soll auf 7000 Quadratmetern rund 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und 300 Studierenden Platz bieten. Zudem befindet sich darin das ZEITlab, ein einmaliger „Technology Makerspace“ für Micro- und Nanoelektronik, Medizinischer und Neuroelektronik, Molekular- und Bioelektronik sowie Quantenelektronik.

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Campus Präsident paul.hellmich@tum.de news-37369 Wed, 11 May 2022 09:52:00 +0200
Bayern fördert TUM Venture Labs https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/37367 Die TUM Venture Labs sind auf je ein Zukunftsthema wie etwa Künstliche Intelligenz, Robotik und Quantentechnologie ausgerichtet. Gründungsteams bieten sie auf diesem Gebiet eine unmittelbare Anbindung an die Spitzenforschung, spezifische technische Infrastruktur, Expertinnen und -experten mit einem tiefen Verständnis für den jeweiligen Markt und die intensive Vernetzung mit hochkarätigen Partnerinnen und Partnern der Branche.

Damit nicht nur vereinzelte Firmen starten, sondern ganze Start-up-Familien entstehen können, schaffen die TUM Venture Labs dynamische Ökosysteme aus Start-ups, Wissenschaft, Investorinnen und Investoren und erfahrenen Unternehmen.

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Entrepreneurship Präsident news-37367 Mon, 09 May 2022 16:13:24 +0200
Helle, stabile und leicht zu recycelnde Beleuchtung https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/37358 Lichtemittierende elektrochemische Zellen, im Englischen auch light-emitting electrochemical cells (LEC) genannt, sind die einfachsten und kostengünstigsten Dünnschicht-Beleuchtungsvorrichtungen, die es bisher gibt. Sie bestehen aus einer einzigen aktiven Schicht. Anwendung finden sie beispielsweise für so genannte Elektrolumineszenzfarben und -aufkleber.

Der Effekt der Elektrolumineszenz wurde bereits 1905 zum ersten Mal gezeigt. Zwei Wissenschaftler stellten damals das Vorhandensein von Licht unter angelegter Spannung in verschiedenen Mineralien und Metallen fest und waren in der Lage, die Intensität mit der Spannung und der Wärmeerzeugung zu korrelieren. Ihre Prototypen gelten als die ersten lichtemitierenden Dioden (LEDs). „Eine technische Nutzung des Effekts wurde aber erst später möglich. Besser bekannt als die von uns betrachteten LECs sind Leuchtdioden (LEDs) - Halbleiterbauelemente, die bei Anlegen einer elektrischen Spannung ebenfalls Licht emittieren. LECs folgen allerdings einem anderen Prinzip“, erklärt Rubén D. Costa, Professor für Biogene Funktionswerkstoffe an der TUM.

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Forschung katharina.baumeister@tum.de news-37358 Mon, 09 May 2022 09:24:00 +0200
EU-Kommissarin zu Gast an der TUM https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/37361 Die EU-Kommission hat kürzlich eine neue Hochschulstrategie beschlossen und bringt derzeit eine European Innovation Agenda auf den Weg, die sich auf Deeptech-Start-ups konzentriert und dabei auch die Rolle von Universitäten und Ingenieurtalenten in den Blick nimmt. Welche Strategie verfolgt die EU, um den Erfolg von Deeptech-Entwicklungen zu fördern? Warum sind Ingenieurwissenschaften in dieser Hinsicht genauso wichtig wie IT? Welche Rolle spielen Hochschulen in Ökosystemen, die eine neue Innovationswelle hervorbringen können? Wie können europäische Start-ups die notwendige Größe erreichen, um zu wichtigen globalen Akteuren zu werden? Wie können junge Menschen aktiv einbezogen werden? Um diese und weitere Fragen geht es im Vortrag “Future of Europe through the prism of education, research, innovation and culture“ am 10. Mai um 16.30 Uhr im Münchner Audimax.

Anmeldung

Die Veranstaltung ist Teil der European Union Week, die die TUM School of Management und die TUM Speakers Series gemeinsam mit der HEC Paris, HEC Débats und der Koźmiński University in Warschau ausrichten. Neben Mariya Gabriel sind unter anderem der frühere Vorstandsvorsitzende der Postbank Wulf von Schimmelmann und Hans-Jürgen Jakobs, Senior Editor des Handelsblatt, zu Gast.

Programm und Anmeldung

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Entrepreneurship Termin news-37361 Fri, 06 May 2022 14:06:14 +0200
"Wir werden die größere Verantwortung nutzen!" https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/37355 „Der am Dienstag im bayerischen Ministerrat verabschiedete Entwurf zum Hochschulinnovationsgesetz kommt deshalb nicht zur früh“, sagt TUM-Präsident Thomas F. Hofmann. „Es schafft den Rahmen für eine erfolgreiche und zukunftssichere Ausgestaltung des Wissenschaftsstandorts Bayern.“

Der Präsident betont: „Die TUM ist bereit, mehr Verantwortung zu übernehmen und von der erweiterten Handlungsflexibilität kraftvoll Gebrauch zu machen. So werden wir beispielsweise die neue Exzellenzberufung nutzen, um im rasanten internationalen Wettbewerb um die besten Köpfe noch erfolgreicher zu sein.“ Besonders begeistert ist der TUM-Präsident vom Stellenwert, den das Gesetz der Unterstützung von Ausgründungen und einem wirksameren Technologietransfer zuweist – ein überfälliger Schritt, um Wissenschaftsergebnisse effizienter in marktfähige Innovationen zu überführen.

„Das Gesetz gibt uns erweiterte Möglichkeiten, durch Innovationen in der studentischen Lehre und der lebenslangen Weiterqualifizierung von Berufstätigen unsere Talente zu verantwortungsvollen, welt- und veränderungsoffenen Persönlichkeiten zu entwickeln. Mit Sachverstand, unternehmerischem Mut und gesellschaftspolitischer Sensibilität sollen unsere künftigen Alumni Führungsrollen für eine nachhaltigere Gestaltung unserer Welt übernehmen.“

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Präsident news-37355 Tue, 03 May 2022 18:17:32 +0200
Augmented Reality kann Optimierung der Produktion hemmen https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/37352 Immer mehr Unternehmen setzen in der Produktion auf Augmented Reality (AR), weil sie sich eine höhere Produktivität und die Verbesserung von Produktionsabläufen erhoffen. Augmented Reality kombiniert die reale Wirklichkeit mit einer computergenerierten. AR-Brillen leiten die Beschäftigten zum Beispiel beim Zusammenbau eines Elektrogeräts sukzessive an, indem die Brille die Einzelteile erkennt und den nächsten Montageschritt anzeigt. Bislang war jedoch wenig darüber bekannt, ob sich die Investition der Unternehmen in AR-Geräte lohnt und welche Stärken und Schwächen die Technologie im Bereich der Produktion hat.

Um diese Lücke zu schließen, hat ein Forschungsteam der Technischen Universität München (TUM), der University of Wisconsin-Madison und des Mainzer Zentrums für psychische Gesundheit im Alter mit Feldversuchen in einem Technologieunternehmen untersucht, wie schnell Beschäftigte neue Aufgaben mit und ohne AR-Unterstützung ausführen, ob die Komplexität der Aufgaben dabei eine Rolle spielt und wie der AR-Einsatz die Fähigkeit der Nutzerinnen und Nutzer beeinflusst, Prozessoptimierungen vorzuschlagen. 50 Probanden und Probandinnen wurden in zwei neue, unterschiedlich schwierige Aufgaben bei der Produktion von Elektronikgeräten eingewiesen. Die Hälfte erhielt die Anleitung auf Papier, die andere Gruppe über eine AR-Brille. Anschließend mussten beide Gruppen die Aufgaben zuerst mit und dann ohne Anleitung bewältigen. In einem zweiten Schritt waren alle Teilnehmenden aufgefordert, Verbesserungsvorschläge zu machen, um die Produktionsprozesse zu optimieren. Anschließend wurden diese Vorschläge von Experten des Unternehmens bewertet.

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Forschung klaus.becker@tum.de news-37352 Tue, 03 May 2022 12:39:10 +0200
Mit Künstlicher Intelligenz Herzerkrankungen besser behandeln https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/37347 Ministerpräsident Söder sagte bei der Vorstellung des Projekts am Montag in München: "Noch immer sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit die häufigste Todesursache. Mit unseren Investitionen stärken wir die Vorsorge deutlich und helfen Leben zu retten und zu verlängern. Beeindruckende junge Wissenschaftler verbinden Digitalisierung und KI mit der Medizin der Zukunft: eine Symbiose von Herz und Verstand."

Der Ärztliche Direktor des Deutschen Herzzentrums, Prof. Heribert Schunkert, erklärt: „Operateure sollen zukünftig unterstützt durch künstliche Intelligenz, Bildfusion, Robotik, Augmented und Virtual Reality besser im Körper navigieren können, um minimal-invasiv und gezielter zu diagnostizieren und maßgeschneidert zu therapieren.“

MIRMI-Direktor Prof. Sami Haddadin ergänzt: „Die Forschenden aus Technologie und Medizin kooperieren direkt vor Ort im Krankenhaus. So können wir die optimale Anwendung in jedem Arbeitsschritt mitdenken. Das ist an Patientinnen und Patienten und Klinikpersonal orientierte Spitzentechnologie, die unsere medizinische Versorgung nachhaltig verbessert und den Alltag entlastet – die Zukunft der Medizin. Der Standort München wird so zum Zentrum für innovative, digital-augmentierte Herzmedizin.“

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Künstliche Intelligenz news-37347 Sat, 30 Apr 2022 11:13:07 +0200
TUM verteidigt Rang 1 weltweit bei Innovation https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/37343 Das renommierte britische Magazin „Times Higher Education“ untersucht für das „THE Impact Ranking“ die Wirkungskraft von Hochschulen in verschiedenen Kategorien, die an die Globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen angelehnt sind. Im Bereich Industrie, Innovation und Infrastruktur erfasst das Ranking die Zahl der Forschungspublikationen in Feldern, die für nachhaltig wirksame Innovationen bedeutend sind. Außerdem untersucht es, wie oft Forschungsarbeiten in Patenten zitiert werden, wie viele Start-ups ausgegründet werden und wie viele Forschungsdrittmittel die Hochschulen aus der Industrie erhalten.

Die TUM erreicht die höchstmögliche Punktzahl und damit gemeinsam mit der University of British Columbia aus Kanada und der Universität Twente aus den Niederlanden den Spitzenplatz weltweit. Auch andere Rankings zeigen regelmäßig die international herausragenden Leistungen der TUM.

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TUM in Rankings news-37343 Thu, 28 Apr 2022 12:03:30 +0200