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Medaille des Nobelpreises mit dem Porträt des Stifters Alfred Nobel
Neben dem Preisgeld und einer Urkunde erhalten die Nobelpreisträger eine Goldmedaille mit dem Porträt von Alfred Nobel.Bild: © ® The Nobel Foundation

Nobelpreise

Der schwedische Erfinder und Industrielle Alfred Nobel (1833–1896) legte in seinem Testament fest, dass mit seinem Vermögen Preise gestiftet werden sollten. Diejenigen, „die der Menschheit im vergangenen Jahr den größten Nutzen erwiesen haben“, sollten prämiert werden.

Die seit 1901 vergebenen Nobelpreise gelten heute als die höchsten Auszeichnungen für Chemie, Medizin, Physik, Literatur, Wirtschaftswissenschaften und Friedensbemühungen.

Bislang erhielten 16 Angehörige der Technischen Universität München (TUM) Nobelpreise (Stand: 2016):

Chemie

Bernard L. Feringa (2016)

Prof. Bernard L. Feringa erhielt den Nobelpreis für Chemie 2016 zusammen mit Jean-Pierre Sauvage und Sir J. Fraser Stoddart „für das Design und die Herstellung molekularer Maschinen“.

Als „Honorary Hans Fischer Senior Fellow“ ist Feringa seit 2012 Mitglied des Institute for Advanced Study der Technischen Universität München.

Gerhard Ertl (2007)

Prof. Dr. Gerhard Ertl erhielt den Nobelpreis für Chemie 2007 „für seine Studien von chemischen Prozessen auf Festkörperoberflächen“.

An der Technischen Hochschule München promovierte Ertl 1965 bei Prof. Heinz Gerischer, habilitierte 1967 und war von 1965 bis 1968 Assistent und Dozent am Physikalisch-Chemischen Institut.

Rudolph A. Marcus (1992) *

Prof. Rudolph A. Marcus erhielt den Nobelpreis für Chemie 1992 „für seine Beiträge zur Theorie der Elektronenüberführung in chemischen Systemen“.

Von der Technischen Universität München wurde Marcus 2008 mit dem Titel „TUM Distinguished Affiliated Professor“ der Fakultät für Chemie zum Ehrenprofessor ernannt.

Johann Deisenhofer (1988)

Prof. Dr. Johann Deisenhofer erhielt den Nobelpreis für Chemie 1988 zusammen mit Robert Huber und Hartmut Michel „für die Erforschung der dreidimensionalen Struktur eines photosynthetischen Reaktionszentrums“.

An der Technischen Hochschule München studierte Deisenhofer Physik von 1965 bis 1971 und habilitierte 1987 in Experimentalphysik.

Robert Huber (1988)

Prof. Dr. Robert Huber erhielt den Nobelpreis für Chemie 1988 zusammen mit Johann Deisenhofer und Hartmut Michel „für die Erforschung der dreidimensionalen Struktur eines photosynthetischen Reaktionszentrums“.

An der Technischen Hochschule München studierte Huber Chemie von 1956 bis 1960, promovierte 1963 und habilitierte 1968. Seit 1976 ist er Honorarprofessor der Fakultät für Chemie.

Ernst Otto Fischer (1973)

Prof. Dr. Ernst Otto Fischer (1918–2007) erhielt den Nobelpreis für Chemie 1973 zusammen mit Geoffrey Wilkinson „für ihre unabhängig voneinander geleistete Pionierarbeit über die Chemie der metallorganischen, sogenannten Sandwich-Verbindungen“.

An der Technischen Hochschule München studierte Fischer Chemie von 1941 bis 1942 und 1946 bis 1949 und promovierte 1952 bei Prof. Walter Hieber. Von 1964 bis 1984 war er Inhaber des Lehrstuhls für Anorganische Chemie.

Hans Fischer (1930)

Prof. Dr. Hans Fischer (1881–1945) erhielt den Nobelpreis für Chemie 1930 „für seine Forschung über die Zusammensetzung des Hämins und Chlorophylls und insbesondere für seine Synthese des Hämins“.

An der Technischen Hochschule München war Fischer Professor für Organische Chemie von 1921 bis 1945 und Dekan der Fakultät für Allgemeine Wissenschaften von 1930 bis 1936.

Heinrich Wieland (1927)

Prof. Dr. Heinrich Wieland (1877–1957) erhielt den Nobelpreis für Chemie 1927 „für seine Untersuchungen der Zusammensetzung von Gallensäuren und verwandten Substanzen“.

An der Technischen Hochschule München war Wieland Professor für Organische Chemie von 1917 bis 1921.

Literatur

Thomas Mann (1929)

Thomas Mann (1875–1955) erhielt den Nobelpreis für Literatur 1929 „hauptsächlich für seinen bedeutenden Roman ‚Buddenbrooks‘, der stetig wachsende Anerkennung als eines der klassischen Werke zeitgenössischer Literatur erfahren hat“.

An der Technischen Hochschule München schrieb sich Mann zum Wintersemester 1894/95 als Zuhörer in der Allgemeinen Abteilung ein und besuchte dort zwei Semester lang Vorlesungen zur Literatur- und Kunstgeschichte, zur Ästhetik und zur Nationalökonomie.

Medizin

Erwin Neher (1991)

Prof. Dr. Erwin Neher erhielt den Nobelpreis für Medizin 1991 zusammen mit Bert Sakmann „für Entdeckungen zur Funktion von einzelnen Ionenkanälen in Zellen“.

An der Technischen Hochschule München studierte Neher Physik von 1963 bis 1966 und promovierte 1970 bei Prof. Heinz Gerischer.

Konrad Bloch (1964)

Prof. Dr. Konrad Bloch (1912–2000) erhielt den Nobelpreis für Medizin 1964 zusammen mit Feodor Lynen „für ihre Entdeckungen zur Funktionsweise und Regulierung des Cholesterin- und Fettsäure-Stoffwechsels“.

An der Technischen Hochschule München studierte Bloch Chemie von 1930 bis 1934.

Physik

Wolfgang Ketterle (2001)

Prof. Dr. Wolfgang Ketterle erhielt den Nobelpreis für Physik 2001 zusammen mit Eric A. Cornell und Carl E. Wieman „für die Erzeugung der Bose-Einstein-Kondensation in verdünnten Gasen aus Alkaliatomen und für frühe Grundsatzstudien über die Eigenschaften der Kondensate“.

An der Technischen Universität München studierte Ketterle Physik von 1978 bis 1982.

Wolfgang Paul (1989)

Prof. Dr. Wolfgang Paul (1913–1993) erhielt den Nobelpreis für Physik 1989 zusammen mit Hans G. Dehmelt „für die Entwicklung der Ionen-Falle“.

An der Technischen Hochschule München studierte Paul Physik von 1932 bis 1934.

Ernst Ruska (1986)

Prof. Dr. Ernst Ruska (1906–1988) erhielt den Nobelpreis für Physik 1986 „für seine Grundlagenarbeit in der Elektronenoptik und den Entwurf des ersten Elektronenmikroskops“.

An der Technischen Hochschule München studierte Ruska Elektrotechnik von 1925 bis 1927.

Klaus von Klitzing (1985)

Prof. Dr. Klaus von Klitzing erhielt den Nobelpreis für Physik 1985 „für die Entdeckung des quantisierten Hall-Effekts“.

An der Technischen Universität München war von Klitzing Professor für Festkörperphysik von 1980 bis 1984.

Rudolf Ludwig Mößbauer (1961)

Prof. Dr. Rudolf Ludwig Mößbauer (1929–2011) erhielt den Nobelpreis für Physik 1961 „für seine Forschung zur Resonanzabsorption von Gammastrahlen und die damit zusammenhängende Entdeckung des Effekts, der seinen Namen trägt“.

An der Technischen Hochschule München studierte Mößbauer Physik von 1949 bis 1954, promovierte 1958 bei Prof. Heinz Maier-Leibnitz und war Professor für Physik von 1965 bis 1972 und 1977 bis 1997.

In Klammern: Jahr der Auszeichnung

* = zum Zeitpunkt der Auszeichnung noch nicht an der TUM

Kontakt Präsidialstab

Dr. rer. nat. Benedikt Lickleder
Technische Universität München
Arcisstraße 21
80333 München

Tel. +49 89 289 25205
Fax +49 89 289 23399
lickleder@zv.tum.de

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