Exzellenzcluster
Unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verknüpfen ihre führenden Expertisen in leistungsstarken Forschungsverbünden.
Die TUM war seit 2006 bei allen Förderrunden der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder erfolgreich und hat damit international bedeutende Forschungszentren am Wissenschaftsstandort Deutschland etabliert. Künftig werden sieben Exzellenzcluster gefördert, die die hervorragenden Expertisen unserer Universität mit denen weiterer Wissenschaftseinrichtungen wirkungsvoll verbinden.
Pressemeldung vom 11. März 2026
TUM zum vierten Mal in Folge als Exzellenzuniversität ausgezeichnet
Zum vierten Mal in Folge hat die Technische Universität München (TUM) die Auszeichnung „Exzellenzuniversität“ errungen. Das teilten der Wissenschaftsrat (WR), die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und das Bundesforschungsministerium am 11. März 2026 in Bonn mit. In ihrer neuen TUM Agenda 2030+ stellt die Universität ihre Verantwortung als Innovationsmotor für das Wohlergehen der Menschheit in den Mittelpunkt ihrer Strategie.
Biosystem-Design München (BioSysteM)
Der BioSysteM-Cluster hat sich zum Ziel gesetzt, selbst organisierende molekulare und zelluläre Systeme mit programmierbaren, lebensähnlichen Eigenschaften zu erzeugen. Die Forschenden entwickeln biomolekulare Maschinen, intelligente Materialien und musterbasierte Therapeutika und erforschen dabei die Steuerung der Zelldifferenzierung und Organbildung. Ihre Arbeit legt den Grundstein für bahnbrechende Anwendungen in der Biomedizin und der regenerativen Medizin.
Beteiligte Institutionen: TUM, Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), Max-Planck-Institut für Biochemie und Helmholtz Zentrum München
e-conversion: Grundlagen der Energieumwandlung
Der e-conversion-Cluster untersucht die Prozesse, die bei der Umwandlung erneuerbarer Energien wie Photovoltaik, Photokatalyse und Batterien eine Rolle spielen. Die Forschenden arbeiten daran, die Energieverluste zu minimieren, die an den Grenzflächen zwischen verschiedenen Materialien aufgrund verschiedener physikalischer Effekte entstehen und die für den Wirkungsgrad der Energieumwandlung entscheidend sind. Mit ihrer Arbeit wollen sie die nachhaltige Energietechnik weiter verbessern.
Beteiligte Institutionen: TUM, Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), MPI für Festkörperforschung, Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft, Deutsches Museum
Energieforschung an der TUM
Unsere Universität bringt Forschende aus unterschiedlichen Disziplinen in der Energieforschung zusammen. Sie erarbeiten nachhaltige, kostengünstige und praktikable Lösungen für die künftige Energieversorgung.
MCQST – Munich Center for Quantum Science and Technology
Das MCQST erforscht die Grundlagen komplexer Quantensysteme und legt den Grundstein für die Quantentechnologie, eine Schlüsseltechnologie der Zukunft. Die Mission des Clusters ist es, die Quanteninformationswissenschaft voranzutreiben, indem es die Verschränkung beherrscht, komplexe Vielteilchen-Quantensysteme entwickelt und diese Fortschritte in wirkungsvolle Anwendungen überführt – von Quantensimulatoren über Quantensensoren bis hin zu neuartigen Quantenmaterialien.
Beteiligte Institutionen: TUM, Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), MPI für Quantenoptik, Walther-Meißner-Institut der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Deutsches Museum
Quanten an der TUM
Quantentechnologien werden unseren Alltag in den nächsten Jahrzehnten tiefgreifend verändern. Zusammen mit vielen Partnern leistet unsere Universität Spitzenforschung in diesem Bereich und entwickelt die zugrundeliegenden Basistechnologien. Gleichzeitig fördern wir hochqualifizierten Nachwuchs, der den Wandel auch künftig begleiten kann.
Cluster für Nukleinsäureforschung und -technologien – NUCLEATE
Der NUCLEATE-Cluster erforscht die grundlegenden biologischen Funktionen von RNA- und DNA-Molekülen. Er vereint interdisziplinäre Ansätze, um die Rolle von Nukleinsäuren in Organismen besser zu verstehen und herauszufinden, wie ihre Aktivität präzise reguliert werden kann. Die gezielte Modulation von Nukleinsäuren ist eine Schlüsseltechnologie für die Medizin der Zukunft und ermöglicht weltweit neue Methoden für Diagnose und Behandlung.
Beteiligte Institutionen: TUM, Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), Julius-Maximilians-Universität Würzburg, MPI für Biochemie, Helmholtz Zentrum München und Helmholtz-Institut für RNA-basierte Infektionsforschung
ORIGINS: Vom Ursprung des Universums bis zu den ersten Bausteinen des Lebens
Der Cluster „ORIGINS“ erforscht die Entwicklung des Universums vom Urknall bis zur Entstehung des Lebens. Forschende aus der Astro-, Bio- und Teilchenphysik sowie den Geowissenschaften arbeiten zusammen, um beispielsweise nach dem Zusammenhang zwischen der Planetenbildung und der Entstehung der ersten präbiotischen Moleküle zu suchen. Sie wollen unter anderem zeigen, dass Leben ein natürlicher Prozess ist, der zur Entwicklung des Universums gehört, und dabei die kosmische Geschichte beleuchten, die unsere Gesellschaft prägt.
Beteiligte Institutionen: TUM, Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), ESO – Europäische Südsternwarte, Leibniz-Rechenzentrum, MPI für Astrophysik, MPI für extraterrestrische Physik, MPI für Physik, MPI für Biochemie, MPI für Plasmaphysik, Deutsches Museum
SyNergy – Munich Cluster for Systems Neurology
Der SyNergy-Cluster untersucht gemeinsame Pathomechanismen verschiedener neurologischer Erkrankungen wie Alzheimer, Multiple Sklerose und Schlaganfall. Ziel ist es, Mechanismen aufzudecken, die über einzelne Erkrankungen hinausgehen, und auf dieser Grundlage neue, ebenfalls krankheitsübergreifende Therapien zu entwickeln. Dazu gehören auch innovative Ansätze, degenerierte Nervenzellen zu ersetzen.
Beteiligte Institutionen: TUM, TUM Klinikum Rechts der Isar, Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), LMU Klinikum, MPI für Neurobiologie, Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE), Helmholtz Zentrum München, MPI für Biochemie, MPI für Psychiatrie
TransforM: Münchner Zentrum für Transformative Technologien und gesellschaftlichen Wandel
Der TransforM-Cluster untersucht die transformative Kraft neu entstehender Technologien und ihre Rolle bei der Umgestaltung von Gesellschaften. Er möchte verstehen, warum, wann und wie Technologien gesellschaftlich transformativ werden. Dabei sollen sozialwissenschaftliche Theorien und Methoden zu Partizipation, Entstehungsprozessen, Verantwortung, Vertrauen und Resilienz neu gedacht werden, um verantwortungsvolle Innovationen zu fördern, die nachhaltige gesellschaftliche Wirkung entfalten.
Beteiligte Institutionen: TUM (Antragsteller), Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung (ifo Institut), MPI für Innovation und Wettbewerb, Hochschule für Politik München (HfP), ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung
TUM als Exzellenzuniversität
Wir sind die einzige Technische Universität in Deutschland, die seit 2006 durchgehend als Exzellenzuniversität ausgezeichnet wurde. Das Zukunftskonzept TUM Agenda 2030, das wir in der vergangenen Förderperiode (2019 - 2026) erfolgreich umgesetzt haben, wird nun zur TUM Agenda 2030+ weiterentwickelt. Mit unserer Neuausrichtung hin zu ‚society-centered research and innovation’ schaffen wir wirksame Lösungen für die globalen Herausforderungen der Gesellschaft.
Was ist die Exzellenzstrategie?
Mit der Exzellenzstrategie unterstützen Bund und Länder seit 2019 wissenschaftliche Spitzenleistungen, Forschungskooperationen und die Profilbildung deutscher Universitäten. Das Förderprogramm löst die 2006 etablierte Exzellenzinitiative ab und entwickelt sie weiter. Es besteht aus zwei Förderlinien: den Exzellenzclustern, in denen Universitäten und Forschungseinrichtungen gemeinsam forschen; und den Exzellenzuniversitäten, deren Spitzenstellung in der Forschung ausgeweitet werden soll.
Die Exzellenzstrategie wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Wissenschaftsrat (WR) durchgeführt. Beide steuern die Auswahl und regelmäßige Evaluation der Universitäten sowie der geförderten Exzellenzcluster.
Die Exzellenzcluster im Porträt
Public Outreach
Podcast zur Demenzforschung: Verständlich erklärt
Von Alzheimer bis Schlaganfall: In dieser deutschsprachigen Podcast-Serie präsentieren die Münchner Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Exzellenzclusters „SyNergy“ neueste Forschungserkenntnisse und erklären verständlich, wie Gehirnerkrankungen entstehen, bei denen Nervenzellen in großem Maße absterben.
Deutschsprachige Podcastreihe der DFG über die Forschung der Exzellenzcluster