TUM – Technische Universität München Menü
Das EIT-Food-Team: Krzysztof Klincewicz, Christine Williams, Ellen de Brabander, Peter van Bladeren und Thomas Hofmann (v.l.n.r.). (Foto: EIT)
Das EIT-Food-Team: Krzysztof Klincewicz, Christine Williams, Ellen de Brabander, Peter van Bladeren und Thomas Hofmann (v.l.n.r.). (Foto: EIT)
  • Forschung

Vizepräsident Hofmann bringt europäisches EIT-Food-Innovation-Hub auf den Weg

Ernährungsrevolution „FoodConnects“ unter der Fahne der TU München

Großer Erfolg auf europäischer Ebene: Das Europäische Institut für Innovation und Technologie (EIT) hat den Sieger des wettbewerblichen, mit 400 Millionen Euro dotierten Großprojekts EIT Food bekannt gegeben. Gewählt wurde das europäische Konsortium von 50 Partnern aus 13 Ländern unter Leitung der Technischen Universität München (TUM). Der Verbund „FoodConnects“ bringt führende Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Universitäten zusammen und hat die Vision, zum Treiber und Zentrum einer globalen Ernährungsrevolution zu werden. 

Mit Forschungsinstituten und Universitäten wie Fraunhofer, der University of Cambridge oder der polnischen Akademie der Wissenschaften, aber auch mit Partnern aus der Industrie werden die besten Wissenschaftler, Studenten und Unternehmer aus der Nahrungsmittelbranche fürs EIT Food gewonnen. Bereits jetzt sind in „FoodConnects“ Weltunternehmen wie PepsiCo, Siemens, Robert Bosch und Nestlé an Bord dieser neuen Europa-Allianz.

„Durch den Zusammenschluss des EIT Food mit den Weltspitzen der Lebensmittelbranche läuten wir einen Systemwechsel entlang der gesamten Wertschöpfungskette von der europäischen Agrarproduktion über die Nahrungsmittelherstellung und Lebensmittelproduktion ein, die zudem nachhaltiger und digitaler organisiert werden soll“, sagt Professor Thomas Hofmann, Vizepräsident für Forschung und Innovation an der TUM und Leiter des Lehrstuhls für Lebensmittelchemie und Molekulare Sensorik. Hofmann war Hauptkoordinator und Antragssteller von „FoodConnects“ und wird das dazu gehörende Food-Innovation-Hub für Deutschland und die Niederlande nun am Wissenschaftszentrum Weihenstephan (WZW) ansiedeln, dem Campus der TUM in Freising. Damit ist es das erste Co-location-Centre dieser Art in Bayern.

„Es werden innerhalb von sieben Jahren 350 Start-ups gefördert, 10.000 Graduierte geschult und 290 neue oder verbesserte Produkte auf den Markt gebracht mithilfe der Ergebnisse und Erkenntnisse aus dem Konsortium des EIT Food“, sagt Hofmann über das große Vorhaben. Der Sieger „FoodConnects“ wurde ausgewählt aufgrund einer europaweiten Ausschreibung, die im Januar 2016 begann. Die Bewerbergruppen durchliefen einen detaillierten Evaluierungsprozess, dem unabhängige externe Berater und das EIT-Direktorium vorstanden.

„Der entscheidende Punkt für unsere Entscheidung für „FoodConnects“ schien uns die Fähigkeit notwendige Innovationen auf den Weg zu bringen, die für unsere heutige Gesellschaft vonnöten sind. Das neue EIT Food setzt sich aus exzellenten Partnern zusammen, die Wachstum generieren und neue Arbeitsplätze schaffen werden, was für Jean-Claude Juncker, den Präsidenten der Kommission höchste Priorität hatte“, sagt Peter Olesen vom EIT-Direktorium in Budapest.

EU-Förderung für EIT Food über 400 Millionen

Als sofortige Startförderung erhält das EIT Food vier Millionen Euro. Werden die Ziele erreicht, stehen aus dem EIT-Fördertopf insgesamt 400 Millionen Euro zur Verfügung. „Es ist das größte Verbundprojekt, welches bislang dem Wissenschaftsstandort Freising zur Verfügung gestellt wurde“, sagt der Präsident der TUM, Professor Wolfgang Herrmann. „Dass sich die Technische Universität München als Koordinator des EIT Food als einziges Konsortium gegenüber den starken konkurrierenden Mitbewerbern, beispielsweise aus Wageningen, durchsetzen konnte, ist ein weiterer Beweis für die Richtigkeit und den Erfolg unserer jahrelangen Reformpolitik in Weihenstephan.“  

Darüber hinaus ist die TUM Core-Partner der Knowledge and Innovation Community (KIC) „EIT Health“. Hier konnte sie den internationalen Sitz des Projektes in München etablieren. Auch in den KICs „EIT Digital“ und „Climate KIC“ ist die TU München vertreten. Ebenso ist die TUM in beiden EU Flaggschiff-Projekten involviert, dem „Human Brain Project“, wo sie die „Neurorobotics Platform“ koordiniert und im „Graphene Flagship Project“, an dem Forscher des Walter Schottky Instituts mitarbeiten.  

Kontakt:

Prof. Dr. Thomas Hofmann
Technische Universität München
Lehrstuhl für Lebensmittelchemie und Molekulare Sensorik
Tel: +49/89/289 22201
E-Mail: thomas.hofmann(at)tum.de

Corporate Communications Center

Technische Universität München Sabine Letz
letz(at)zv.tum.de

Weitere Artikel zum Thema auf www.tum.de:

Forschung am Lehrstuhl für Ernährung und Immunologie

TUM auf Top-Positionen

Im aktuellen „Shanghai Ranking“ ist die Technische Universität München (TUM) erneut die bestplatzierte Technische Universität Deutschlands und einzige deutsche TU in den Top 100. In der jährlich veröffentlichten...

Blühende Rapspflanze, Versuchsgut Roggenstein der TU München. (Bild: A. Heddergott / TUM)

Bitterer Raps

Rapssaat enthält nicht nur Öl, sondern auch hochwertiges Eiweiß. Doch Proteinextrakte aus Raps besitzen eine intensive, bittere Fehlnote. Ein Team um den Lebensmittelchemiker Thomas Hofmann hat nun die für den bitteren...

Forscherinnen und Forscher der TUM sind am EIT KIC Urban Mobility beteiligt.

Innovationsnetzwerk: TUM gestaltet Mobilität der Zukunft

Das Europäische Institut für Innovation und Technologie (EIT) hat den Sieger für die Wissens- und Innovationsgemeinschaft (KIC) im Bereich urbane Mobilität bekannt gegeben. Ausgewählt wurde das Konsortium „MOBiLus“, an dem...

Prof. Thomas Hofmann wird im Oktober 2019 neuer Präsident der TUM. (Bild: A. Heddergott / TUM)

Thomas Hofmann wird neuer Präsident der TUM

Der Hochschulrat der Technischen Universität München (TUM) hat Prof. Thomas Hofmann (50) zum Präsidenten der TUM gewählt. Der erfahrene Hochschulmanager ist seit 2009 Geschäftsführender Vizepräsident für Forschung und...

Prominente Gäste aus Wissenschaft und Politik: Leibniz-Präsident Prof. Matthias Kleiner, Staatsminister Dr. Florian Herrmann, TUM-Präsident Prof. Wolfgang A. Herrmann, Prof. Monika Pischetsrieder, Minister Franz Josef Pschierer, Gabriele Seiche, TUM-Kanzler Albert Berger, Prof. Thomas Hofmann, Oberbürgermeister von Freising Tobias Eschenbacher, MD Dr. Bernhard Schwab (v.l.n.r.). (Bild: independent light)

Forschung für eine gesunde und schmackhafte Ernährung

Was 1918 klein begann, um mit praktischen Untersuchungen die Ernährung in Zeiten kriegsbedingter Lebensmittelnöte zu verbessern, spielt heute in der wissenschaftlichen Spitzenliga der Lebensmittel- und Ernährungsforschung....

Prof. Thomas Hofmann (l.), Prof. Siegfried Scherer und ihre Wiener Projektpartnerin Prof. Monika Ehling-Schulz wurden für die „Cereulid-Tool-Box“ ausgezeichnet.

Neues Analyseverfahren: Dem Bacillus cereus auf der Spur

Der Lebensmittelchemiker Prof. Thomas Hofmann und der Mikrobiologe Prof. Siegfried Scherer haben mit der Veterinärmedizinischen Universität Wien ein Analyseverfahren entwickelt, das erstmals die schnelle und präzise...

Das Else Kröner-Fresenius-Zentrum für Ernährungsmedizin (EKFZ) am Campus Weihenstephan der TUM. (Foto: U. Benz/ TUM)

Ernährung im Fokus der medizinischen Forschung

Das seit zehn Jahren an der Technischen Universität München (TUM) bestehende Else Kröner-Fresenius-Zentrum (EKFZ) hat zu einem Wandel der Ernährungswissenschaften in Deutschland beigetragen, denn die Kombination der...

Die Qual der Wahl beim Einkaufen: Im neuen "enable"-Cluster wird unter anderem untersucht, wie Verbraucher Lebensmittel auswählen und wie sich diese Entscheidungen im Sinne einer gesunden Wahl beeinflussen lassen. (Foto: Eisenhans / fotolia.de)

Ein Weg zur gesünderen Ernährung in allen Lebensphasen

Mit dem im Juni gestarteten neuen Forschungscluster enable greifen führende Universitäten und Forschungsinstitute das Thema gesunde Ernährung in allen Lebensphasen auf. Der von der Technischen Universität München (TUM)...