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Der Thiersch-Turm, ein markanter Punkt in der Münchner Silhouette. (Bild: A. Heddergott / TUM)
Der Thiersch-Turm, ein markanter Punkt in der Münchner Silhouette. (Bild: A. Heddergott / TUM)
  • TUM im Jubiläumsjahr

Neuer Veranstaltungssaal im „Thiersch-Turm“

Tschira-Forum eröffnet

Seit der Fertigstellung im Jahre 1916 ist der „Thiersch-Turm“, oder Uhrenturm, das Wahrzeichen der heutigen Technischen Universität München (TUM). Für Präsident Wolfgang A. Herrmann repräsentiert er die „Seele der Universität“. Anlässlich ihres 150-jährigen Jubiläums hat die TUM das Baudenkmal an der Gabelsbergerstraße mit großzügiger Unterstützung der Klaus Tschira Stiftung restauriert und umgestaltet. Heute wurde das Tschira-Forum, ein repräsentativer Veranstaltungssaal im 4. Obergeschoss, feierlich eröffnet. 

Friedrich von Thiersch war von 1879 bis zu seinem Tod 1921 Professor für Höhere Baukunst und 1906 - 1908 Rektor der damaligen Technischen Hochschule München (THM). Als um 1900 die Studierendenzahlen stark anstiegen, erhielt er den Auftrag zum Ausbau der Hochschule und plante ab 1907 den ersten größeren Erweiterungsbau an der Ecke Gabelsberger- / Luisenstraße. Seit dessen Fertigstellung im Jahr 1916 thront der 37 Meter hohe, heute denkmalgeschützte, Uhrenturm über dem Gebäudekomplex. Das Turmportal mit der allegorischen Darstellung von Technik und Kunst gestaltete Ernst Pfeifer, seinerzeit Professor für Plastisches Gestalten an der THM. Es gilt als eines der schönsten Beispiele architektonischen Figurenschmucks in München.

Ehrungen und Jubiläen im Tschira-Forum

Mitten im Ersten Weltkrieg fertiggestellt, wurden die oberen Geschosse des Turms zunächst militärisch genutzt. Später arbeitete dort die 1924 an der THM gegründete und noch heute aktive akademische Fliegergruppe Akaflieg. Im Zuge der Restaurierung hat die TUM nun drei Zwischengeschosse über der vierten Etage herausgenommen und dort das repräsentative Tschira-Forum eingerichtet. Die Klaus Tschira Stiftung, die der Physiker und SAP-Mitgründer 1995 zur Förderung der Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik sowie deren Wertschätzung in der Öffentlichkeit ins Leben gerufen hat, unterstützte die Umbau- und Restaurierungsmaßnahmen. Künftig nutzt die TUM das Tschira-Forum für besondere akademische Veranstaltungen, wie Ehrungen oder Jubiläen, und um herausragende Gäste der Universität zu empfangen.

Der „Thiersch-Turm“ – Identitätsstiftend Für Studierende der Tum

Präsident Herrmann lag das Projekt zum Jubiläum „150 Jahre TUM. Innovation seit 1868“ besonders am Herzen, weil der Turm für Generationen von Studierenden und Hochschulmitgliedern zum identitätsstiftenden Symbol ihrer Alma Mater wurde: „Tag für Tag sind wir als Studenten durch das große Portal unter dem Thiersch-Turm oder das angrenzende Tor mit der Inschrift ‚Scientiis et Artibus‘ – der Wissenschaft und den Künsten – in Vorlesungen und Praktika geeilt. Wir empfanden es als Auszeichnung an dieser Universität studieren zu dürfen. Die Klaus Tschira Stiftung hat uns geholfen, diese Erinnerung wach zu halten.“

Der Thiersch-Turm und das Tschira-Forum können am 23. und 24. Juni im Rahmen der „Architektouren” der Bayerischen Architektenkammer besichtigt werden.

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Technische Universität München Andreas Schmidt
Schmidta(at)zv.tum.de

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