TUM – Technische Universität München Menü
Bundesforschungsministerin Anja Karliczek lässt sich auf der CEBIT die Sicherheitssoftware von Crashtest Security zeigen. (Bild: BMBF / Claßen)
Bundesforschungsministerin Anja Karliczek lässt sich auf der CEBIT die Sicherheitssoftware von Crashtest Security zeigen. (Bild: BMBF / Claßen)
  • Entrepreneurship

Ausgründung Crashtest Security mit CEBIT Innovation Award ausgezeichnet

Sicherheitslücken im Web automatisch aufspüren

Das Start-up Crashtest Security entwickelt Software, die Sicherheitslücken in Webanwendungen automatisch aufspürt. Das von damaligen Studenten der Technischen Universität München (TUM) gegründete Unternehmen belegte jetzt den zweiten Platz beim CEBIT Innovation Award. Damit wurde die besondere Benutzerfreundlichkeit der Software ausgezeichnet.

Webanwendungen auf Sicherheitslücken abzuklopfen, kostet Arbeit, Zeit und Geld. Die Gründer der Crashtest Security GmbH haben deshalb den Sicherheitscheck für Webentwicklerinnen und -entwickler automatisiert. Mithilfe Künstlicher Intelligenz sucht ihre Software nach Schwachstellen, die anders nur schwer zu erkennen sind. Damit bietet Crashtest Security Schutz vor Hackerangriffen auf Webanwendungen, mobile Anwendungen und Anwendungen im Internet der Dinge. Die Software eignet sich insbesondere dann, wenn bei der Webentwicklung eine ausgewiesene Expertise in der IT-Sicherheit fehlt.

Die zugrunde liegende Idee hatten drei damalige Informatikstudenten der TU München in einer Vorlesung, für die die Teilnehmerinnen und Teilnehmer selbst eine Online-Banking-Anwendung entwickeln sollten. Zur Sicherheitskontrolle hackten sie die Anwendungen anderer Teams. Weil sich die manuelle Arbeit hierfür als aufwendig herausstellte, automatisierten Janosch Maier, René Milzarek und Daniel Schosser einen Teil der Sicherheitsprüfung. So konnten sie später einen Sicherheitsscanner und damit den Prototypen zum heutigen Geschäftsmodell entwickeln.

Lücken selbst schließen

Der CEBIT Innovation Award wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Deutschen Messe AG vergeben. Den zweiten Platz im Wettbewerb belegte Crashtest Security, weil die neue Software sich besonders leicht bedienen lässt. „Neukunden müssen sich nur anmelden und können ihre Anwendungen dann direkt überprüfen lassen“, sagt Janosch Maier. Nachdem das Programm Sicherheitslücken ausfindig gemacht hat, können Webentwicklerinnen und -entwickler die Lücken selbst schließen. Ein Security-Wiki bietet dafür einfache Erklärungen. Bundesforschungsministerin Anja Karliczek überreichte den Gründern vergangene Woche den mit 30.000 Euro dotierten Preis auf der CEBIT in Hannover. Besucherinnen und Besucher der weltweit größten Informatikmesse konnten das Produkt der TUM-Ausgründung vor Ort testen.

Wer gründen will, braucht Unterstützung

Auf ihrem Weg von der Idee bis zur Marktreife wurde das Team von Crashtest Security von der TUM Gründungsberatung begleitet. Unterstützung erhielten die Gründer außerdem von anderen Studierenden. Als die drei Informatiker in einem Büroraum des „Inkubators“ der TUM über ihrer Idee brüteten, untersuchten Studierende der Wirtschaftswissenschaften für sie, wie der Markteintritt aussehen könnte. Heute hat das junge Unternehmen mit Geschäftsführer Felix Brombacher einen eigenen Management-Fachmann. Als fachlicher Mentor stand zu Beginn Prof. Florian Matthes zur Seite. Er forscht an der TUM zu betrieblichen Informationssystemen und Software Engineering. So konnten die Gründer das EXIST-Stipendium des Bundes einwerben, das Start-ups bis zu einem Jahr lang finanziell fördert.

UnternehmerTUM, das Zentrum für Innovation und Gründung an der TUM, bereitete die jungen Unternehmer auf den Markteintritt ihres Start-ups vor. Im XPRENEURS-Programm erhielten die Gründer neben finanzieller Unterstützung Coaching und Zugang zu einem Unternehmernetzwerk. Nicht zuletzt durch die früh geschlossenen Kontakte fand Crashtest Security schnell Investoren. Mittlerweile arbeiten sieben Personen für das im Februar 2017 gegründete Start-up. Mehr als 250 Nutzerinnen und Nutzer haben sich für den prämierten Sicherheitsscanner registriert.

TUM belegt Platz 1 beim „Gründungsradar“

Die TUM bringt laut dem aktuellen „Deutschen Startup Monitor“ unter den deutschen Hochschulen die meisten Gründerinnen und Gründer hervor. Jedes Jahr werden hier rund 70 Unternehmen ausgegründet. Die hervorragende Förderung bestätigt der „Gründungsradar“ des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft, bei dem die TUM auf Platz 1 der großen Hochschulen steht.

Mehr Informationen:

Corporate Communications Center

Technische Universität München Lisa Pietrzyk
lisa.pietrzyk(at)tum.de

Weitere Artikel zum Thema auf www.tum.de:

Wirtschaftsminister Peter Altmaier mit Heltmut Schönenberger und Susanne Klatten von UnternehmerTUM und TUM-Vizepräsident Thomas Hofmann. (Bild: UnternehmerTUM / B. Willer)

Bundeswirtschaftsminister besucht UnternehmerTUM

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat gestern UnternehmerTUM besucht, das Zentrum für Innovation und Gründung an der TU München. Der Minister tauschte sich mit Gründerinnen und Gründern sowie mit...

Die Retorio-Gründer Abdurrahman Namli, Patrick Oehler und Christoph Hohenberger (v.l.) trainieren Gespräche. (Bild: A. Eckert / TUM)

Künstliche Intelligenz als Rhetorik-Trainer

Frei vor anderen zu sprechen, fällt vielen Menschen schwer. Doch Vorträge und Gespräche zu üben, ist ohne professionelles Feedback mühsam. Ein Psychologe, ein Betriebswirt und ein Informatiker haben deshalb einen...

Zwei Frauen beim Entrepreneurship Day an der TUM. (Bild: A. Heddergott / TUM)

TUM fördert Firmengründungen am besten

An der Technischen Universität München (TUM) wird die Gründung von Start-ups optimal gefördert. Zu diesem Ergebnis kommt der „Gründungsradar“ des Stifterverbandes und der Heinz Nixdorf Stiftung. Zum dritten Mal in Folge...

Teilnehmerinnen des Workshops Think.Make.Start von TUM und UnternehmerTUM. (Bild: A. Heddergott / TUM)

„Women Entrepreneurship Week“ an der TUM

Warum gründen Frauen weniger Unternehmen als Männer? Wie können Start-up-Gründerinnen Erfolg haben? Welche Erfahrungen haben Unternehmerinnen in Konzernen gemacht? Mit einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung mit Gästen...

Martin Klenk, Bastian Nominacher und Alexander Rinke

Das erste „Einhorn“ aus der TUM

Celonis ist in den Kreis der weltweit erfolgreichsten Start-ups vorgedrungen, den sogenannten Einhörnern: Investoren haben die Ausgründung der Technischen Universität München (TUM) mit einer Milliarde US-Dollar bewertet....

Dominik Sievert (links) und Maria Driesel (2. von rechts), Gründer von inveox mit dem Prototyp ihres Automaten zur Erfassung medizinischer Proben.

Automatisierung im Pathologie-Labor

Das Start-up inveox widmet sich einem enorm wichtigen, aber nahezu unsichtbaren Bereich der Medizin: der Pathologie. Das von Studierenden und Alumni der Technischen Universität München (TUM) gegründete Unternehmen will mit...

Entwickeln individuell angepasste Strömungsonden: Katharina Keitz und Florian Wehner.

Strömungssonden aus dem 3D-Drucker

Nach ihrem Maschinenbau-Studium an der Technischen Universität München (TUM) konnte sich Katharina Kreitz vor Jobangeboten bei namhaften Unternehmen kaum retten. Doch sie gründete lieber ihr eigenes Unternehmen zur...

Wissenschaftlerin in Forschungslabor

TUM zählt zu innovativsten Universitäten Europas

Zum dritten Mal in Folge zählt das Reuters-Ranking die Technische Universität München (TUM) zu den Top 10 der innovativsten Universitäten Europas. Die britische Wirtschaftsnachrichtenagentur Reuters wertet für ihre...

Start-up-Teams im Silicon Valley.

Mit der Uni ins Silicon Valley

Die Technische Universität München (TUM) bringt ihre Start-ups ins Silicon Valley. Zehn Tage lang haben fünf Teams ein Netzwerk in der Gründungsszene geknüpft, sich mit Führungskräften der Global Player ausgetauscht und von...

Wohnraum oder Balkon? Der Übergang ist hier fließend.

Balkon im Sommer, Wohnraum im Winter

So schön der Balkon im Sommer ist, im Winter gleicht er einer Brachfläche. Also doch darauf verzichten und stattdessen den Wohnraum vergrößern? Dank des Münchner Start-ups flissade, das von ehemaligen Studierenden der...

Studentinnen in einem Kurs bei UnternehmerTUM

Spitzenreiter im „Deutschen Startup Monitor“

Die Technische Universität München (TUM) bringt unter den deutschen Hochschulen die meisten Gründerinnen und Gründer hervor. Dies zeigt der „Deutsche Startup Monitor 2017“.

Gründungsberater

TUM fördert Firmenausgründungen am besten

Studierende sowie Forscherinnen und Forscher werden an der Technischen Universität München (TUM) optimal bei der Gründung eines Unternehmens unterstützt. Zu diesem Ergebnis kommt der neue „Gründungsradar“ des...