• 21.04.2020
  • Lesezeit: 2 Min.

Tests auf Antikörper gegen SARS-CoV-2 sollen Mitarbeiter- und Patientensicherheit verbessern

Große Antikörper-Studie am Klinikum rechts der Isar

Am Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München (TUM) hat eine der deutschlandweit größten Antikörper-Studien gegen SARS-CoV-2 begonnen. Die Mitarbeiter-Studie soll Daten über die Stabilität von Antikörpern über zwei Jahre liefern und dabei helfen, Ansatzpunkte zur weiteren Verbesserung der Schutzmaßnahmen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Patientinnen und Patienten zu identifizieren.

Mitarbeiter der Virologie der TUM bei der Auswertung der Antikörpertests. (Foto: argum/Klinikum rechts der Isar) argum/Klinikum rechts der Isar
Mitarbeiter der Virologie der TUM bei der Auswertung der Antikörpertests.

Die neue Antikörperstudie untersucht Blutproben von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am Klinikum rechts der Isar der TUM und angeschlossener wissenschaftlicher Institute der TUM. Rund 7.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können freiwillig an der prospektiven Kohortenstudie teilnehmen. 

Mit der Studie soll der spezifischen Antikörperstatus für SARS-CoV-2 und dessen Stabilität über zwei Jahre bestimmt werden. In einem Fragebogen soll erhoben werden, welchen Infektionsrisiken die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klinikums ausgesetzt waren – sowohl auf Covid-19-Stationen als auch auf Normal-Stationen oder in anderen Bereichen wie Logistik oder Verwaltung. Die Studienergebnisse werden wichtige Informationen zum Mitarbeiterschutz liefern und werden es ermöglichen, die umfangreichen Schutzmaßnahmen für Patientinnen und Patienten sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in deutschen Krankenhäusern zu optimieren. 

„Da wir weitere Wellen der Pandemie erwarten, werden die Untersuchungen mehrfach im Verlauf durchgeführt“, erklärt Percy Knolle, Professor für Molekulare Immunologie an der TUM. Er leitet die Studie gemeinsam mit Prof. Paul Lingor, Oberarzt in der Neurologischen Klinik der TUM. „Wir werden innerhalb von zwei Jahren insgesamt vier Untersuchungen im halbjährlichen Abstand vornehmen“, sagt Prof. Knolle.

Die spezifische Immunität gegen SARS-CoV2 nach einer überstandenen Infektion wird es ermöglichen, abzuschätzen, wie lange die Antikörper gegen eine erneute Infektion schützen können – zum jetzigen Zeitpunkt ist die Datenlage hierzu weltweit noch spärlich. Prof. Lingor sagt: „Wir hoffen, dass wir möglichst alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klinikums rechts der Isar für die Teilnahme an dieser wichtigen Untersuchung motivieren können. Die unmittelbar personenbezogenen Ergebnisse der serologischen Testung werden selbstverständlich nur den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern selbst mitgeteilt.“

Technische Universität München

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Kontakte zum Artikel:

Prof. Dr. Percy Knolle
Technische Universität München
Institut für Molekulare Immunologie
Tel: 089 4140 - 6921
percy.knollespam prevention@tum.de

Prof. Dr. Paul Lingor
Technische Universität München
Neuro-Kopf-Zentrum
Tel: 089 4140 - 4630
paul.lingorspam prevention@tum.de

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