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Eric Schmidt, der Münchner Google-Leiter Wieland Holfelder und TUM-Präsident Wolfgang A. Herrmann. Eric Schmidt  am Rednerpult
Partnerschaft besiegelt: Eric Schmidt, der Münchner Google-Leiter Wieland Holfelder und TUM-Präsident Wolfgang A. Herrmann (v.l.). (Bild: A. Heddergott / TUM)
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US-Unternehmen wird „TUM Partner of Excellence”

Google investiert in Wissenschaft „Made in Germany”

Google und die Technische Universität München (TUM) schließen eine langfristige Partnerschaft. In Forschung und Innovation werden sie unter anderem in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Maschinelles Lernen und Robotik zusammenarbeiten. Daneben stiftet Google als „TUM Partner of Excellence“ eine Million Euro in die TUM Universitätsstiftung, die insbesondere den akademischen Nachwuchs unterstützt. Google ist das erste nicht-europäische Unternehmen, das offizieller Exzellenzpartner der Universität wird.

TUM und Google haben heute einen Rahmenvertrag  für gemeinsame Forschungsprojekte geschlossen. Ein Schwerpunkt der Zusammenarbeit wird auf dem Thema „Artificial Intelligence” liegen, auch in der Innovationsförderung. UnternehmerTUM, das Zentrum für Innovation und Gründung an der TUM und Deutschlands führendes Gründerzentrum, hat dazu kürzlich die „AppliedAI Initiative“ gestartet. Das Programm fördert Gründer und Unternehmen bei der Entwicklung und vor allem der Anwendung Künstlicher Intelligenz. Google wird hier über seine Niederlassung in München in den kommenden drei Jahren weitere rund 250.000 Euro an Geld- und Sachmitteln sowie personelle Unterstützung investieren. 

Partnerschaft im „Mutterland aller Industrien“

„Automation und Robotik sind wesentliche Elemente der vierten industriellen Revolution, die wir gerade durch den Fortschritt der künstlichen Intelligenz erleben. Das Konzept der Industrie 4.0 wurde hier im Mutterland aller Industrien, in Deutschland, entwickelt. Wir freuen uns, dass wir an diesem zentralen Thema im Rahmen unserer Partnerschaft mit der TU München und der UnternehmerTUM gemeinsam arbeiten können”, sagte Eric Schmidt, langjähriger Executive Chairman und Technical Advisor der Alphabet Inc., anlässlich der Bekanntgabe der Partnerschaft in München.

Schmidt trat am Freitagabend gemeinsam mit TUM-Präsident Prof. Wolfgang A. Herrmann vor rund 1.000 Studierenden im Audimax bei der „TUM Speakers Series“ auf. Der ehemalige Google-CEO hielt im Rahmen der Münchner Sicherheitskonferenz einen Vortrag über Technologie und Innovation, im Anschluss diskutierte er mit Studierenden (Video der Veranstaltung im youtube-Kanal der TUM).

„Technologischen Wandel zum Wohl der Menschen gestalten“

„Die Robotik und die Maschinenintelligenz werden alle Lebensbereiche grundlegend verändern“, sagte Prof. Herrmann. „Unser Auftrag als Universität ist es, Zukunft vorauszudenken und den technologischen Wandel so mitzugestalten, dass er dem Wohl der Menschen dient. Deshalb sind wir glücklich, künftig mit einem der innovativsten und visionärsten Unternehmen zusammenzuarbeiten. Dass uns Google mit einer zweckungebundenen Stiftung in signifikanter Höhe sein Vertrauen zeigt, ist ein guter Auftakt dieser Partnerschaft.“

Mit ihrer 2010 gegründeten Universitätsstiftung ist die TUM Vorreiterin des Endowment-Fundraisings im deutschen Hochschulsystem. Rund 120 Unternehmen und Privatpersonen haben bisher zum Kapitalgrundstock von derzeit rund 42 Millionen Euro beigetragen. Aus den Erlösen werden insbesondere herausragende Talente der Universität gefördert.

Isar Valley trifft auf Silicon Valley

Mit TUM und Google trifft das aufstrebende „Isar Valley” auf einen der bedeutendsten Vertreter des kalifornischen Silicon Valley. Die Partnerschaft bringt zwei der forschungsstärksten Akteure sowohl im Bereich Künstlicher Intelligenz und Maschinellem Lernen als auch in der Robotik zusammen. Die TUM ist international anerkannt für die besonders intensive und intelligente Vernetzung der Ingenieurwissenschaften mit Naturwissenschaften und Medizin sowie mit den Sozialwissenschaften. Ein neues interdisziplinäres Forschungszentren entsteht derzeit mit der Munich School of Robotics and Machine Intelligence, deren künftiger Direktor Prof. Sami Haddadin jüngst mit dem Deutschen Zukunftspreis ausgezeichnet wurde. Die zweite große Stärke der TUM ist es, Forschungsergebnisse in marktfähige Innovationen umzusetzen. Jedes Jahr werden hier mehr als 70 Unternehmen ausgegründet.  
 
Für Google ist München neben der Zentrale in Hamburg der größte Standort in Deutschland. Das Unternehmen ist seit 2006 in der bayerischen Hauptstadt mit eigenem Büro vertreten. 2016 wurde ein neues Entwicklungszentrum mit heute bereits über 500 Mitarbeitern eröffnet. Schwerpunkte der Tätigkeit sind Softwareprodukte zu Datenschutz, Datensicherheit sowie Künstlicher Intelligenz (KI) in der Cloud. Zwischen der TUM und Google gibt es seit Jahren weitere Kooperationen. Zum Thema Augmented Reality beispielsweise entwickelte ein gemeinsames Team mit "ScanComplete" eine Methode, um 3D-Scans von Räumen automatisch zu vervollständigen und semantisch zu analysieren.

Mehr Informationen:

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Technische Universität München Klaus Becker
klaus.becker(at)tum.de

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