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Bedeutendste Auszeichnung der DFG geht an TUM-Robotikforscher und Biochemikerin

Leibniz-Preise für Sami Haddadin und Brenda Schulman

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) zeichnet Sami Haddadin, Professor für Robotik und Systemintelligenz an der Technischen Universität München (TUM), und die Biochemikerin Dr. Brenda Schulman, Honorarprofessorin an der TUM, mit dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis aus. Der Leibniz-Preis ist mit 2,5 Millionen Euro dotiert und wird an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verliehen, die frühzeitig exzellente grundlegende Leistungen erbracht haben.

Prof. Sami Haddadin (38) gilt als einer der bedeutendsten Wissenschaftler auf dem Gebiet der Maschinellen Intelligenz. Seit April 2018 ist er Direktor der von der TUM 2017 gegründeten Munich School of Robotics and Machine Intelligence (MSRM). Haddadins Forschung in der sicheren, intuitiven und zuverlässigen Mensch-Roboter-Interaktion gilt als bahnbrechend. Seine Arbeiten eröffnen eine völlig neue Sichtweise auf die Art und Weise, wie Roboter lernen und programmiert werden. Seine Algorithmen zum vernetzten Lernen ermöglichen es ganzen Roboter-Kollektiven, in kürzester Zeit und bei minimalem Rechenbedarf neue Fertigkeiten zu erwerben.

Haddadin studierte Elektrotechnik und Informatik an der TUM sowie Technologiemanagement am Center for Digital Technology and Management (CDTM), einem gemeinsamen Institut von TUM und LMU. Nach seiner Promotion an der RWTH Aachen war er am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt tätig. 2014 wurde er Professor an der Universität Hannover. Für seine Forschung erhielt er unter anderem den Early Career Award der IEEE Robotics and Automation Society und den Deutschen Zukunftspreis des Bundespräsidenten. An der MSRM bringt Haddadin als Gründungsdirektor herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Bereichen Robotik und Künstliche Intelligenz unter einem Dach zusammen.

Herausragende Proteinforscherin und TUM-Honorarprofessorin

Prof. Brenda Schulman ist Direktorin der Gruppe „Molecular Machines and Signaling“ am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried und Honorarprofessorin an der Chemiefakultät der TUM. Schulman spielt eine weltweit führende Rolle in der Erforschung des Ubiquitin-Systems, eines der wichtigsten Regulationsmechanismen der menschlichen Zelle. Störungen in diesem komplexen Zusammenspiel verschiedener Proteine können beispielsweise Krebserkrankungen zur Folge haben.

Schulman studierte an der Johns Hopkins University und promovierte am Massachusetts Institute of Technology (MIT). Bevor sie 2016 nach Deutschland kam, forschte sie unter anderem am renommierten St. Jude Children’s Research Hospital im US-Bundesstaat Tennessee. Für ihre Forschung erhielt Schulman zahlreiche hochklassige Auszeichnungen, sie ist Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften der USA und der American Academy of Arts and Sciences und wurde unter anderem mit dem Presidential Early Career Award for Scientists and Engineers geehrt.

Die Proteinforschung ist eine interdisziplinär aufgestellte Profildomäne der TUM. Derzeit entsteht in Garching der Neubau des Forschungszentrums für „Functional Protein Assemblies“ der TUM.

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