TUM Sustainability: Wie unsere Universität nachhaltiger wird

Wie können wir als Universität nachhaltiger und umweltfreundlicher werden – und noch mehr als bisher zur nachhaltigen Entwicklung unserer Welt beitragen? An dieser Herausforderung werden wir uns künftig messen lassen müssen. Denn Nachhaltigkeit ist eine der wichtigsten Aufgaben für das 21. Jahrhundert, auf ökologischer, ökonomischer und sozialer Ebene. Als Vordenker*innen der Gesellschaft tragen wir Verantwortung für unsere Zukunft. Zahlreiche Aufgaben liegen vor uns. Gemeinsam packen wir sie an!

Was Nachhaltigkeit für uns bedeutet

Nachhaltigkeit ist ein Kernthema unserer zukünftigen Entwicklungsagenda. Deswegen schaffen wir eine umfassende Strategie, die ökologische, ökonomische und soziale Perspektiven auf dieses Thema vereint – und die die Mitglieder der gesamten Universität quer über alle Fächer einbindet. Denn Nachhaltigkeit kann nicht verordnet werden. Sie lebt nur durch die täglichen Handlungen von uns allen: Studierenden, Lehrenden, Forschenden und allen Mitarbeitenden.

Nachhaltigkeit ist nicht nur eine Vision oder ein Ziel. Sie ist ein Prozess. Das heißt, dass auch in Zukunft immer neue Aufgaben und Herausforderungen auf uns zukommen, die wir gezielt und effektiv angehen werden. Ein umfassendes und systemisches Nachhaltigkeitsverständnis ist dabei essenziell. Schließlich müssen neue Maßnahmen und Projekte die Komplexität und Wechselwirkungen unterschiedlicher Aspekte und Zielkonflikte berücksichtigen – und sich zugleich an ambitionierten Zielen orientieren.

Wie unsere Strategie entsteht

Gemeinsam erarbeiten wir die Bausteine für unsere ganzheitliche Strategie als Handlungsmaxime für eine nachhaltig handelnde Universität von Weltrang, die in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik hineinwirkt. Wir schaffen die notwendigen Governance-Strukturen und bauen dafür auf dem Engagement der gesamten Universitätsgemeinschaft auf. Kommunikation und Wissenstransfer sind entscheidend für den Erfolg des gesamten Prozesses.

Unser Ziel: In den zentralen Handlungsfeldern Forschung – Lehre – Entrepreneurship – Campus & Betrieb erschließen und nutzen wir das volle Nachhaltigkeits-Potenzial der TUM.

  • Sustainability Office: Führt alle bereits existierenden Initiativen und Ideen in einem strategischen Gesamtkontext zusammen, unterstützt sie, und generiert durch Kooperation neue Ideen und Projekte.
  • Taskforce Nachhaltigkeit: Im Frühjahr 2020 hat die Taskforce einen umfangreichen Bericht als Grundlage für die Strategie des Sustainability Office erarbeitet. Die Mitglieder der Taskforce engagieren sich weiterhin stark für das Thema – in ihren jeweiligen Bereichen wie auch für die gesamte Universität.
  • Thematic Teams: Interdisziplinäre Arbeitsgruppen in den zentralen Handlungsfeldern erarbeiten Handlungsempfehlungen und setzen Projekte um. Anhand von Pilotprojekten wird die Umsetzung von Nachhaltigkeitsmaßnahmen für die TUM getestet und auf unsere spezifischen Anforderungen angepasst. So können wir effizient und zielgerichtet die ganze TUM nachhaltiger gestalten.

„Wir können die Welt zu einem besseren Ort machen“

Vier Expert*innen, ein Thema: Wie lässt sich die Gesellschaft von einer nachhaltigen Lebensweise überzeugen? Und welche Rolle spielen Universitäten und Forschungseinrichtungen? Darüber sprechen Prof. Dr. Thomas Brück, die Stiftungs-Direktorin und TUM-Alumna Dr. María José Barragán-Paladines, Studentin Tabea Riemensperger, und der Unternehmer Dr. Andreas Sichert. Zum Interview

Wo wir Nachhaltigkeit bereits leben

Wir beschäftigen Spitzenwissenschaftler*innen aus aller Welt, die in interdisziplinären Teams und mit hochkarätiger Ausstattung wahre Innovationen auf den Weg bringen – und wichtige Erkenntnisse für mehr Nachhaltigkeit auf ökologischer, ökonomischer und sozialer Ebene gewinnen.

Eine Auswahl unserer Forschungsaktivitäten

Weitere Beispiele

Die Zukunft gehört der jungen Generation – unseren Studierenden! Deshalb denken wir Nachhaltigkeit in unseren Studiengängen mit und stellen sie in bestimmten Programmen gezielt ins Zentrum der Ausbildung, etwa mit dem einzigartigen Studienangebot des TUM Campus Straubing für Biotechnologie und Nachhaltigkeit. Wir statten diese junge Generation mit den notwendigen Kompetenzen aus, mit denen sie für unsere Welt und die Menschheit nachhaltige Entscheidungen treffen kann. Das ist der Kerngedanke des „Human-centered Engineering“.

Eine Auswahl unserer Studiengänge

Unsere Sustainable Living Labs

Weitere Angebote

Unsere Studierenden engagieren sich in zahlreichen Projekten, Initiativen und Vereinen – und setzen sich dabei auf vielfältige Weise für das Thema Nachhaltigkeit ein. Hier wenden sie ihr Wissen aus dem Studi­um an und erproben dabei unternehmerisches Denken und Handeln. Freundschaften und Netzwerke in Europa und auf der ganzen Welt entstehen.

Eine Auswahl von Projekten und Initiativen

Aus Erfindungen unserer Forschenden und Studierenden entstehen erfolgreiche Technologieunternehmen, die mit ihren Innovationen Nachhaltigkeit in die Gesellschaft tragen. An keiner anderen deutschen Universität bringen so viele Firmengründer*innen ihre Idee vom Labor auf den Markt.

Eine Auswahl unserer Ausgründungen

Die Start-ups von heute setzen verstärkt auf Nachhaltigkeit, wie eine europaweite Onlinebefragung der UnternehmerTUM GmbH (05/2020) ergeben hat.

Nur gemeinsam können wir als Gesellschaft den Weg zur Nachhaltigkeitstransformation unserer Welt schaffen. Deswegen suchen wir zusammen mit unseren internationalen Partner*innen nach Lösungsansätzen, entwickeln Technologien und schaffen neue Ausbildungskonzepte.

Eine Auswahl unserer Kooperationen

  • EuroTech Universities Alliance: Das Thema „Nachhaltige Gesellschaft“ ist einer der Schwerpunkte in der Zusammenarbeit mit unseren Eurotech-Partnerhochschulen. So forschen wir zum Beispiel an intelligenten Technologien für den Umweltschutz in einer digitalen Welt.
  • International Sustainable Campus Network (ISCN): International vernetzen wir uns mit Universitäten auf allen Kontinenten, die eine führende Rolle in Nachhaltigkeitsthemen einnehmen.
  • Netzwerk Hochschule & Nachhaltigkeit Bayern: Wir sind Teil eines Netzwerks 25 bayerischer Hochschulen, die auf der Basis eines gemeinsamen Nachhaltigkeitsverständnisses ihre Kräfte bündeln, um Nachhaltigkeit gesamtinstitutionell zu stärken.
  • Europäische Wissens- und Innovationsgemeinschaften (EIT-KICS): Wir arbeiten an der nachhaltigen Produktion von Lebensmitteln (EIT FOOD), entwickeln nachhaltige Mobilitätskonzepte (EIT Urban Mobility) und innovative Maßnahmen, um den Klimawandel in den Griff zu bekommen (Climate-KIC).
  • TUM ohne Grenzen – Entwicklungszusammenarbeit an der TUM: Mit den Partnern vor Ort auf der ganzen Welt leisten Wissenschaftler*innen, Studierende sowie Mitarbeitende der TUM wertvolle Beiträge für die nachhaltige Verbesserung der weltweiten wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Verhältnisse.
  • TUM Seed Center: Nachhaltig erzeugte und günstige Energie als Entwicklungsmotor in den Ländern des globalen Südens – mit interdisziplinärer Forschung und Lehre und im Bereich Entrepreneurship unterstützt das TUM Seed Center die Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen.

Wir sind das Sustainability Office

Als strategische Einheit sind wir direkt beim Präsidium angesiedelt. Wir sind Koordinatorin, Initiatorin, und Zentrum des Netzwerks unserer ambitionierten Nachhaltigkeitsaktivitäten. Zudem werden wir regelmäßig über die Fortschritte unserer Nachhaltigkeitsstrategie berichten.

Dipl.-Geogr. (Univ.)
Tobias Michl

+49 89 289 22897
michl(at)zv.tum.de

nachhaltigkeit(at)tum.de

Nachhaltigkeitsmanager

Sandra Huber, M.A.

+49 89 289 25231
hubersa(at)zv.tum.de

nachhaltigkeit(at)tum.de

 

Nachhaltigkeitsmanagerin

Taskforce Nachhaltigkeit

Leiterin der Taskforce Nachhaltigkeit

Was jede*r von uns schon heute tun kann

Ob auf dem Weg zur Uni, bei der Arbeit oder bei Mittagessen: Berücksichtigen Sie in Ihrem Alltag die untrennbar miteinander verbundenen ökologischen, ökonomischen und sozialen Auswirkungen Ihres Handelns. Nutzen und unterstützen Sie die vielen Aktivitäten, Angebote und Initiativen, die es bereits heute in der TUM zum Thema Nachhaltigkeit gibt. So können Sie schon heute ein Teil der künftigen Strategie Nachhaltigkeit sein.


Aktuelles zum Thema Nachhaltigkeit

    • Nachhaltigkeit, Campus, Präsident
    • Lesezeit: 1 MIN

    TUM koordiniert Zukunftslabor für Grünen Wasserstoff

    Fünf Millionen Euro für Nachhaltigkeitsforschung vom Bund

    Klimaneutral erzeugter Wasserstoff gilt als einer der wichtigsten Energieträger der Zukunft. An der Technischen Universität München (TUM) entsteht deshalb ein internationales Zukunftslabor mit Forschenden aus 13 Ländern. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) stellt dafür über drei Jahre bis zu fünf Millionen Euro zur Verfügung, wie es am Mittwoch mitteilte.

  • Gärten und Stadt - passt das zusammen
    • Nachhaltigkeit, Campus, Termin
    • Lesezeit: 2 MIN

    Urbane Gärten - Ökosysteme für Mensch und Natur

    TUM@Freising-Vortrag virtuell und vor Ort

    Gärten in der Stadt liefern eine neue Perspektive für Naturschutzmaßnahmen und Naturverbundenheit. Wie können urbane Gärten zum Erhalt der biologischen Vielfalt beitragen und inwiefern nutzen sie der menschlichen Gesundheit? Monika Egerer, Professorin für Urbane Produktive Ökosysteme an der Technischen Universität München (TUM), erklärt im TUM@Freising-Vortrag am Montag, 13. Dezember 2021, wie Ökosysteme in unserer Nachbarschaft Lebensraum für Tiere, Pflanzen und Menschen bieten können. Die Veranstaltung findet in hybrid statt.

  • Robin Allert von QuantumDiamonds jubelt bei der Verleihung des TUM IDEAwards.

    TUM IDEAward für Quanten-Tech-Gründungsprojekt

    Neuer Preis für internationale Start-up-Teams ausgelobt

    Diamanten für die Quantentechnologie, ein Test für Harnwegsinfekte und eine Machine-Learning-Methode für Computerspiel-Tests: Diese drei Gründungsideen sind gestern mit dem TUM IDEAward ausgezeichnet worden. Premiere hatte der TUM Deep Tech IDEAward für Teams, die sich in anderen Ländern gefunden haben und in München ein Start-up auf den Weg bringen wollen.

  • Claudia Seilwinder und Sebastian Meyer auf dem bekiesten Flachdach eines TUM-Gebäudes.
    • Nachhaltigkeit, TUM in den Medien
    • Lesezeit: 1 MIN

    Wohnraum für Wildtiere und Menschen

    ARD „Erlebnis Erde“: Animal-Aided Design im Wohnungsbau

    Grün- und Freiräume, die dem Menschen als Orte der Erholung und Geselligkeit dienen und die der Aufenthaltsort der Wildtiere sind, werden aufgrund der zunehmenden baulichen Verdichtung immer knapper. Ein interdisziplinäres Wissenschaftsteam um Wolfgang Weisser, Professor für Terrestrische Ökologie an der Technischen Universität München, hat eine Methode entwickelt, um die Bedürfnisse von Wildtieren in die Städteplanung zu integrieren.

  • Feuerwehr-Augen im Orbit

    Erster Platz für Start-up OroraTech bei "The Spark – Der Deutsche Digitalpreis"

    Das an der Technischen Universität München (TUM) gegründete Start-up OroraTech plant, eine Flotte von Kleinsatelliten ins All zu bringen. Diese sollen mit Hilfe von Infrarotkameras Temperatur-Anomalien mit hoher zeitlicher und örtlicher Auflösung aufspüren. Mit den Daten wollen die jungen Unternehmer künftig Waldbrände schnell lokalisieren und deren Ausbreitung in Echtzeit verfolgen. Das Start-up ist der diesjährige Sieger bei "The Spark – Der Deutsche Digitalpreis", der von der Tageszeitung Handelsblatt und der Unternehmensberatung McKinsey verliehen wird.